Bettelwurfgeist

Entwicklungen im Halltal aktuell

22.11.2013, es ist soweit: rechtliche Gründe werden vorgeschoben, daß man das Naherholungsgebiet für die Öffentlichkeit dauerhaft unbefahrbar machen will. Gratulation an die alles und immer weiter erstickende, importierte Lawyer-Kultur die die Alte Welt heimsucht und derer sie nicht bedarf. 700 Jahre lang hat es funktioniert und man hat durch die Nutzbarmachung der Befahrung davon gelebt, jetzt kapituliert Homo Sapiens vor seinen eigenen Rechtsvorstellungen, erklärt sich selbst der Entscheidung unmündig und führt dazu die Sicherheit ins Treffen. „Mind the gap!“, für mich gewaltig wie wenig Bürger sich davon beeindrucken lassen!

Vielleicht findet sich mit wechselnder Politik eine Rückkehr zur Vernunft; solange: Halltal R.I.P.!

http://tvthek.orf.at/program/Tirol-heute/70023/Tirol-heute/7162782/Keine-Autos-mehr/7164826

 Bettelwurfgeist

17.11.2013, „per aspera ad astra“, vom Nebel in die Sonne. Traumhafte Farben und Blicke heute Nachmittag im Halltal:

Man genieße 3×20 Sekunden Stimmen aus dem Halltal:

ein schöner Tag im ewig begünstigten alpinen Gelände

10.11.2013, Fotos der Bettelwurfreise:

Was mag da wohl los sein, die Situation sieht seit zwei Wochen kaum unverändert aus?

26.10.2013, Fotos der Bettelwurfreise:

20.10.2013:

Siehe Artikel über die Maßnahmen an der Bettelwurfreise vom 20.10.2013

18.05.2013:

Aufgrund des Artikels in der letzten Ausgabe der Bezirksblätter ist leichter Jubel angesagt, soll doch das Gasthaus St. Magdalena von der Gemeinde Absam übernommen und wieder zugänglich gemacht werden.
Die Besucherzahl des inneren Halltales ist nämlich im Herbst 2012, nach der Schließung von St. Magdalena, drastisch zurückgegangen, da für die meisten Besucher nach 600 Höhenmeter Aufstieg auch eine Einkehr zur Stärkung dazugehört. Jeder der sich häufig im inneren Halltal bewegt hat das deutlich gespürt.

Hoffen wir das Beste, Berg Heil!

23.12.2012:

Stimmung am Vorweihnachtsabend in Karls Kapelle und beim Rückweg mit zunehmendem Mond:

Die Halltaler haben uns ein nettes Bäumchen geschmückt.

Wenige Tage noch bis zum Vollmond am Freitag und bis zum Wetterumschwung.

Oktober 2012:
Alte Steige neu entdeckt? Aufmerksam im Heimatgebiet haben wir alte Steige ausgemacht.  Schaut euch das bitte auf der Hauptseite unter „Oktober 2012“ an.

Einen Artikel vom Juli 2012 über die traurigen Entwicklungen im Halltal anno 2012 findet ihr auf der Hauptseite unter unter „Juli 2012“.
Aktuell seit Saisonbeginn 2012:
Über die Unbillen mit der gesperrten Halltal Strasse in den folgenden chronologischen Berichten möchten wir den Bewohnern der Region bzw. Interessierten unserer Homepage die Auswirkungen dessen etwas näherbringen. Vielleicht entwickelt sich dadurch doch noch ein eine etwas andere Speisekarte für die Bevölkerung als die beiden verfügbaren Menüs:

‚merican Ass-covering, simmered by laywers and seasoned with Edfagan-dip

und/oder

Eierlosigkeit auf Neo-Tiroler Art, gerührt und apodiktisch abgeschmeckt im Pfandl

Die Gastwirtschaften oben und unten im Halltal haben besseres zu bieten…
Man wird sehen was sich auf den Plan rufen lässt.
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7.6.2012, Speckkarspitze in 3:50
Am Vorwochenende konnten wir nur samstags als kurze Trainingseinheit den Klettersteig einschieben, das Tennisturnier von Nina und Training von Maurice ließ keine größeren Aktionen zu.
Zu Fronleichnam jedoch konnte ich, leider alleine, einen schönen Tag mit einer, angesichts der noch ganz jungen Saison, ansprechenden Tour erleben.
Immer genötigt die richtige Planung der Bergfahrt durch die absolutistische Abriegelaktion der Straße durch die Gemeinde Absam zu wählen, entschied ich mich einmal mehr Parkplatz und Golden Gate Bridge nicht zu betreten und radelte neben diesen Trojanischen Pferden im Wald vorbei.

Obwohl bald 10 Uhr und traumhaften Wetters, waren, außer einigen mehrspurigen Fahrzeugen, kaum Pilger des sonst so beliebten Halltales anzutreffen. Erst über den Herrenhäusern ein bekannter Kollege, mit dem ich ein Stück des Weges bis zum Wasserbergstollen teilte. Die Pulsuhr piepste dann schon einige Minuten, weil unter 110 und ich machte mich, nach auftanken mit Salzbergwasser, eilig auf die Socken, die restliche Kuppe über das Issjöchl und dann runter zur Pfeis.
Es blüht überall, kräftige, leuchtende Farben, das sind tolle Anblicke und diese treiben mächtig an. Die Reiße hinauf, nicht den langen Umweg über die Straße, und mit überraschend wenig Zurückrutschen über die eh‘ schon recht abgegangene Reiße, die nach einer langen Tour abwärts sehr beliebt ist.
Es erscheint am Ende der Reiße, daß man schon halb am Lafatscher Joch wäre, jedoch zieht sich und zieht sich die Straße bis dorthin wo der der Jager nimmer fahren kann. Und dann ist man immer noch nit am Joch oben…

Ein Apfel und ein guter halber Liter aus der Sigg tun am Joch das ihrige, um mich für den weiteren Aufschwung zu stärken. So schaffe ich die Strecke der „hundert Wege“, wie ich sie nenne, bis auf den oberen, wieder flacheren Teil in guter Zeit, immer knapp unter oder über 170, meint die Pulsuhr.
Dort wo die leichte Kletterstrecke beginnt ist dann schlagartig auch die unangenehme Thermik von Süden zu Ende, einerseits wegen der Deckung, andererseits weil die Sonne nun komplett verdeckt ist und recht dunkelgraue Wolken immer mehr in meine Marschrichtung ostwärts ziehen.

Zum Frühstück hätte es vielleicht mehr als ein Apfel und ein halber Liter Tee sein sollen dachte ich, als ich auf den letzten hundert Hm verhungert bin und alle paar Minuten kurz verschnaufen mußte. vielleicht hätte ich dann fünf bis zehn Minuten gespart? Egal, die 3:50 für die 2.000Hm von zuhause aus (ab Mils 630m) sind nicht so übel für das Frühjahr und Einem der 55h/Woche sitzend zubringt.
Für den Abstieg habe ich dann beschlossen nach ca. 300m ostwärts am Normalabstieg nach Süden in ein sehr langes Schneefeld abzusteigen (nur ca. 30Hm) und lässig auf den Bergschuhen abzufigeln. Eine lustige Sache, mit Manuel schon vielfach vom Stempeljoch praktiziert.
Im Nu am Weg zur B’wurfhütte und nochmals nach der Felsumrundung auf den Jagasteig abgefiegelt (ja, ein kleines Schneefeld ist auch hier noch zur Abstiegserleichterung vorhanden) und dann noch 30min abwärts über die lange Reiße westlich unter der hohen Wand, die Bergschuhe mit der alten Bürste von Hans am Bach geputzt und rechtzeitig am Weg zu Werner und Brigit in die Nachmittagssonne eingetaucht.
Ein Spitzentag mit Sonnenbrand im Nacken und schneller Heimfahrt mit Radl; für den der’s packt von ganz außen.

28.05.2012, Lattenspitze in 2:59h

Nach allerlei kurzen Trainingstouren im Mai haben wir, im Einklang mit dem richtigen Wetters zur richtigen Zeit, wieder einmal etwas größeres als Frühjahrstraining unternehmen können und sind zur Lattenspitze aufgebrochen.
Immer dem neuen Zwang der Überlegung gebeugt, wie die Anreise zum Kerngebiet der Tour erfolgen soll, haben wir uns für die einzig logische Variante entschieden, von zuhause aus mit dem Radl bis zum Parkplatz beim Ferdinand und von dort weiter wie es sein soll und immer war.
Natürlich mieden wir das Symbol der Potentaten der Halltal Straße, die Golden Gate Bridge beim Hackl. Nicht nur die Durchfahrt sondern auch den Parkplatz. Wieso wird man hier noch lesen.
Wir nehmen also nun den Waldweg über die Sprungschanze und binden bei der Freiung wieder in die Halltalstraße ein auf der uns einiges an mehrspurigem Verkehr begegnet. Seit dem Räumen der Lawine beim Wasserwerk ist das auf der gesperrten Strasse unverändert.

2 Gedanken zu „Entwicklungen im Halltal aktuell

  1. Alex Eberl, Regensburg, Bayern.

    Ich bin in den 70er und 80er Jahren gern in das Halltal bis zum letzten Parkplatz gefahren und von dort aus gewandert. Wg. der Sperre werde ich nicht mehr kommen. Ich hatte nie den Eindruck, dass die Fahrzeuge irgend jemand oder irgend etwas stören. Nun ist diese wunderbare Landschaft unzugänglich geworden. Ich werde nicht mehr kommen. Will man Besucher aussperren? Soll die Landschaft und die Natur für den Menschen gesperrt werden?

    Antworten
    1. admin

      Lieber Alex, leider ist es so, daß die Straße nun schon zwei Saisonen gesperrt ist. Eine Abschätzung über eine Änderung traue ich mich nicht zu machen, da sind viele verfahrene rechtliche Verhältnisse im Spiel, es werden gröbste Unwahrheiten über die Haftung im Schadensfall verbreitet und möglicherweise schlummern im Hintergrund auch naturschutzrechtliche Geschütze die bei Bedarf aktiviert werden (letzteres ist aber nur eine Mutmaßung meinerseits, man hat jedoch dafür sonderbare Vorarbeiten erstellt). Jedenfalls ist der hintere Teil des Halltales seitdem nahezu tot, man sieht kaum mehr Familien das wunderbare Hochtal im hinteren Teil durchwandern und die Gipfel rundum sind weit weniger begangen. Die Kulturdenkmäler werden brachliegen gelassen. Auch die Gastwirtschaft mußte wegen massivem Umsatzeinbruch kapitulieren.
      Möglicherweise ändert sich die Situation mit einer Wachablöse in der Kommunalpolitik, der Unmut der Bevölkerung ist nicht klein, jedoch bleibt die Entwicklung abzuwarten. Du hast Recht, die Fahrzeuge haben nie eine echte Störung bedeutet. Die Störung die man heute in der Gesellschaft zunehmend findet ist von einer anderen Art, sie ist kaum ein Jahrzehnt alt und wurde eingeschleppt. Es geht dabei darum, bei jedem Schaden den man erleidet, einen Schuldigen zu finden, oder glaubt finden zu müssen. Daher glaubt jeder – der sich potentiell schuldig glaubt fühlen zu müssen – einen A… der nicht gerettet werden muß dennoch retten zu müssen. Und diese neue Kultur eröffnet viele neue Möglichkeiten der Willensdurchsetzung „per order mufti“ und erstickt nebenbei alle Freiheit.
      Leider kann ich dir keine bessere Antwort geben, aber vielleicht erleben wir doch noch eine Renaissance im Halltal.

      Antworten

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