Der Jänner 2014 – bildlich festgehalten im vorderen Halltal

Nach nunmehr gut sechs Wochen hier ein schwaches Lebenszeichen  von „Bergsteigen hinter’m Haus“.
Die hektische Vorweihnachtszeit und die Schi-Renntätigkeit – auf der anderen Talseite und anderswo –  ließen keinen Freiraum, um die Wandlungen von Natur und Jahreszeit im Halltal zu erleben und festzuhalten. Alle Aktionen fernab der passierenden Natur im Halltal haben aber auch ihre gesellschaftich/sozialen Berechtigungen und möglicherweise ist die lange Pause auch eine Kreative gewesen; für die Leistungsbereitschaft in eineinhalb Stunden die 600Hm zur Winklerhütte und zurück zum Parkplatz bei der Sprungschanze war die Pause jedenfalls gut.

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Die heutige „Blitzrunde“ über die, von der I. Ladhütte nordöstlich abzweigende Ladhüttenklamm führte mich vorbei an den beiden freundlichen Baumgeistern – möglicherweise junge Verwandte des gewaltigen, mächtigen Bettelwurfgeistes?
Die Matschgerer am Fuße des Halltales in Absam und Mils mögen mehr über die Verstrickungen und Verwandschaften dieser Erscheinungen wissen, ich mag die Gesellen jedenfalls auch ohne genaue Kenntnis der Mythologie die sie umgibt gerne sehen und mußte heute mitfühlen wie sie  nach Schnee auf ihren Häuptern bettelten.

Am weitern Weg fand ich die leicht bewaldeten wiesen unter der Halltalerhütte im selben zarten Beige des vor vielen Wochen endenden Herbstes wieder. Ohne jeden Schnee eine traurige Erscheinung im Jänner eines Alpenjahres.

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Auf der Winklerhütte angelangt erwischte ich „au point“ die Verdunkelung durch die verschwindende Sonne hinter der, vom Hochmahdkopf östlich herabziehenden Flanke.

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Interessante Lichtverhältnisse, die per Foto gar nicht so voll und prächtig wiedergegeben werden können, versuchte ich in den knappen Minuten einzufangen.

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Temperaturen die mich sogar während des Abstieges über die Halltalerhütte schwitzen ließen erinnerten mich eher an einen März Nachmittag. Der Blick ins tiefe Halltal mit der noch winterlichen Speckkarspitze und der orange Farbton auf Wechselspitze und Fürleg waren um dreiviertel Fünf phantastisch anzusehen.

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Die Hoffnung bleibt, daß das wichtige Weiß im Halltal bald folgt und einige Wochen lang andauert, damit für die richtigen Abläufe in Flora und Fauna in den nachfolgenden Jahreszeiten gesorgt ist.

Mils, 12.01.2014

2 Gedanken zu „Der Jänner 2014 – bildlich festgehalten im vorderen Halltal

  1. Rinaldo

    Hallo Bergkamerad: Du solltest Deine Tour von anno 2014 einmal aktualisieren, denn die netten Klammgeister sind schon längst verfallen.
    Nach wie vor gibt es die 42 Serpentinchen von der ersten Ladhütte bis zum aussichtsreichen Klammlbankl, zuerst vorbei an der Steinschlagwarnung, wo man als Fürbitte einen Stein hinlegen sollte, damit man von keinem erschlagen wird. Falls die Runde in umgekehrter Richtung gegangen wird, dann als Dank dafür, dass man nicht erschlagen wurde.
    Bei mir hat es schon mindestens hundertmal gewirkt, wie man am Foto erkennen kann, welches hochzuladen mir leider nicht möglich ist.

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    1. Rainer Beitragsautor

      Lieber Bergkamerad, danke für Deinen Hinweis, der nun als Aktualisierung am Ende des Beitrags zu lesen ist.
      Ich habe mich nach einiger Zeit der Überlegung dazu entschlossen, die Historie nicht dem aktuellen Stand anzupassen und die mittlerweile fast verfallenen „Klammgeister“ aus dem Bericht zu nehmen, von dem er zur Hälfte lebt.
      In der Zeit des wütenden Demokratiemissbrauchs im heurigen Frühjahr habe auch ich die dürftigen Möglichkeiten an frische Luft zu kommen genutzt und auf einer dieser kleinen Rundwanderungen die selbe Feststellung gemacht wie Du. Leider hat der Zahn der Zeit die Kunstwerke viel zu schnell dahingerafft und geblieben sind morsche Strünke.
      Damit aber andere Interessierte von den Gesellen noch einen Eindruck bekommen bleiben sie nun so im Bericht drin, samt Deiner Beschreibung der Fürbitte die mir unbekannt war und die den Bericht aufwertet wie ich meine.
      Bilder hochzuladen ist mit der Kommentarfunktion leider nicht möglich, wenn Du mir es aber sendest, dann baue ich es gerne ein.
      Berg Heil!
      Rainer

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