Figln Lattenspitze – Stempeljoch

Spät weg von zuhause auf die Lattenspitze und weiter zum Stempeljoch zum figln im Stempelkar.
Im Halltal verglüht bei den momentanen Temperaturen um die Mittagszeit, erst ab dem Törl eine leichte Thermik-Brise als Hilfe bekommen.

am Weg zur Lattenspitze, ca. auf 2.000m

am Weg zur Lattenspitze, ca. auf 2.000m

Das erste größere verbliebene Schneefeld am Weg vom Törl zur Lattenspitze.

Blick in die zweite Karwendelkette zu Stempelspitze und Roßkopf

Blick in die zweite Karwendelkette zu Stempelspitze und Roßkopf

Der Weg nach dem Törl auf die Lattenspitze ist fast frei von Schneefeldern, nur in den Rinnen und ab ca. 100m unter dem Gipfel liegt Schnee.

Der Gipfel der Lattenspitze 2.340m

Der Gipfel der Lattenspitze 2.340m

Die Grate im hinteren Teil des Karwendels sind noch fest in der Hand des Schnees, riesige Wächten zur Stempelspitze und zum Roßkopf sind zu sehen (siehe Foto vom Bachofenkar in der Galerie).

gewaltige Wächten

gewaltige Wächten

Nach der Lattenspitze gilt es ein paar harmlose Schneefelder zur Pfeiserspitze zu überwinden. Der Schnee ist von schlechter Qualität, keinem richtig festen Firn sondern knietiefem Einsinken begegnet man auf der ganzen Tour über den Grat.

letzter Teil zur Pfeiserspitze

letzter Teil zur Pfeiserspitze

Die Pfeiserspitze ist schnell erreicht, das kleine Gipfelkreuzchen wurde verlegt. Heuer durfte ich die Seite im Gipfelbuch mit „2016“ und dem ersten Eintrag beginnen.

Blick von der Pfeiserspitze zur Lattenspitze

Blick von der Pfeiserspitze zur Lattenspitze

Und ab ging es über den schneefreien Grat in die kurze Rinne zum oberen Karende an dem ich die Figl erstmals ausprobieren konnte.

hier unten geht das Figln los...

hier unten geht das Figln los…

Die Kombination der alpin-Figl und der eisentauglichen Salewa Schuhe klappte recht gut. Die Abfahrt zum Stepeljoch in dem furchtbar nassen Sulz erwies sich als schweißtreibende Partie.

Figl erstmals "in-situ" anprobiert

Figl erstmals „in-situ“ anprobiert

unten angekommen, völlig außer Atem, dem schweren Schnee getrotzt, jedoch immer steiler abgedriftet als ich wollte. Kantenfahrt kann man im nassen Sulz vergessen.

kurz vor dem Stempeljoch am aperen Teil angekommen

kurz vor dem Stempeljoch am aperen Teil angekommen

Am Joch selber waren sicher schon einige Tage keine Tourengeher vom Hafelekar her unterwegs, die Schneedecke zeigt keinerlei Spuren.Ein Blick in das Stempelkar verrät, daß die Schneelage schon nicht mehr besonders gut ist. Tewilweise sieht man apere Stellen, der normal verlässliche linke Teil ist durch eine Lawine mit Figln schwer fahrbar.

Blick vom Stempeljoch ins Kar

Blick vom Stempeljoch ins Kar

Im oberen Teil habe ich die Figl ausgezugen und bin durch den schlechten Sulz gegangen, unten wo das Kar breiter wurde konnte dann richtig gefiglt werden.

sulziger Deckschnee wurde abgetreten, der Firn darunter war fest und gut fahrbar.

sulziger Deckschnee wurde abgetreten, der Firn darunter war fest und gut fahrbar.

Dan kam der schöne Teil der Abfahrt:

Im unteren Teil der Abfahrt war sogar mehr Schnee als im mittleren und oben. Abfahrt bis zur Halltaler Pfeis ohne weitere Störungen möglich.

Mit einem wunderbaren Ausblick endet das Fahrvergnügen und die Figl werden im Rucksack verstaut.

Speckkarspitze und Bettelwürfe

Heute den orografisch linken Teil zum Verlassen des Isstales gewählt und immer die Labestation im Vordergund anvisiert.

Abstieg im Isstal

Abstieg im Isstal

Der Zeitbedarf betrug 6 Stunden und die Höhendifferenz gut 1.500m

Mils, 21.05.2016

 

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