Schitour Hillarykreuz, 2.080m – Kolsassberg

Diese eher kurze Schitour auf den Punkt 2.080m den ein Gedenkkreuz – das Hillarykreuz – ziert eignet sich aufgrund der Geländeverhältnisse bestens als sehr sichere Tour bei vorherrschender großer Lawinengefahr. Die offenen Hänge sind mit weniger als 30° Neigung recht flach, sodaß dem Risiko weitgehend ausgestellt wird, wenn die Spur vernünftig angelegt wurde.

Hillarykreuz, 2.080m

Hillarykreuz, 2.080m

Bei einem kleinen Parkplatz in Innerberg (nach dem Hotel Jägerwirt nimmt man die mittlere der drei abzweigenden Straßen, die nicht mehr gesalzen werden) befindet sich der Startpunkt der Tour auf ca. 1.050m. Der Parkplatz ist nicht zu verfehlen, er ist nach vorgenannter Abzweigung die einzig größere Straßenbreite, sodaß die ersten der ca. 10-15 Fahrzeuge, die dort Platz finden, quer zur Straße geparkt werden können.

Asphaltstraße nach dem Parkplatz, das Sagtal deutlich zu erkennen

Asphaltstraße nach dem Parkplatz, das Sagtal deutlich zu erkennen

Bei genügend Schnee können dort die Schi bereits angeschnallt werden, spätestens jedoch kaum 10min später, wo die Straße tiefer in den Einschnitt des Sagtales aus dem der kleine Sagbach fließt, hineinführt. Dort findet man auch die Abzweigung mit Wegweisern. Der Weg zum Hillarykreuz ist jener zur Studlalm.

vorne die Brücke über den Sagbach

vorne die Brücke über den Sagbach

Der Almweg gibt nun die Route vor, einige Kehren werden am Weg aufgestiegen.

Abzweigung, rechts folgt man dem Almweg

Abzweigung, rechts folgt man dem Almweg

Auf ca. 1.250m zweigt die Tour vom Weg ab und führt durch den Wald, bei einem Jagdhüttchen vorbei, um oberhalb davon erneut den Weg zu kreuzen.

Abzweigung in den Wald

Abzweigung in den Wald

Somit werden einige Kehren des recht flachen Weges abgeschnitten und die Abkürzungen führen durch nette Passagen im Wald, an denen es immer wieder etwas zu sehen gibt und keine Langeweile aufkommt.

zauberhafte Wanderung durch den Wald

zauberhafte Wanderung durch den Wald

In dieser Art erreicht man die untere Begrenzung der Studlalm und taucht während des Aufstieges auf der Almfläche für ca. 150Hm aus dem Wald heraus, bevor es oberhalb der Alm, bei dem letzten kleinen Holzhüttchen, erneut in den Wald geht.

untere Begrenzung der Studlalm

untere Begrenzung der Studlalm

Bei der Studlalm befindet sich auch die Abzweigung zu den westlich gelegenen Schitourenzielen, am Almweg rechts zweigen die Steigspuren vor dem neuen Holzhüttchen ab.

neues Almhüttchen mit Abzweigung zu den  westlich gelegenen  Schitourenziele

neues Almhüttchen mit Abzweigung zu den westlich gelegenen Schitourenzielen

Die oberen Gebäude der Studlalm werden rechts liegen gelassen bis das oberste Hüttchen – ebenfalls rechts – auftaucht.

obere Almgebäude der Studlalm

obere Almgebäude der Studlalm

Bis hierher war die Route recht genau nach Süd ausgerichtet und weiter geht es nun südöstlich.

freies Gelände erreicht man ca. 80Hm nach der oberen Begrenzung der Studlalm

freies Gelände erreicht man ca. 80Hm nach der oberen Begrenzung der Studlalm

Ab dort ist der Wald dann bald nur noch von Zirben dominiert und wer die Zirbenhänge der Tuxer Voralpen kennt und schätzt, findet sich bald in dem typisch lichten Zirbenwald wieder, in dem sich die Aufstiegsspur im Tiefschnee so malerisch hinauf mäandert und die tollen Blicke mit der Sonne zwischen den stämmigen Zirben zu erheischen sind. Spätestens dort glüht das Tourengeherherz.

tolle Hänge im lichten Zirbenwald

tolle Hänge im lichten Zirbenwald

Einige steilere Passagen im Zirbenwald bietet der Aufstieg zum Hillarykreuz auch, sie sind jedoch kaum einer nennenswerten Lawinengefahr unterworfen und liesen sich im Zweifel auch örtlich umgehen.

steilere Passagen im Zirbenwald

steilere Passagen im Zirbenwald

Nach und nach wird das Gelände dann flacher, das Zeichen für die Kammnähe (ca. 250Hm nach dem oberen Ende der Studlalm). Die Route dreht ein wenig und führt den letzen Teil vollständig nach Süden.

unterhalb der Kammnähe

unterhalb der Kammnähe

Die letzten knapp 100Hm des Aufstieges vollziehen sich in einer baumlosen breiten Rinne, die auch die ersten schönen Schwünge beim Abfahren zuläßt und in deren Mitte von unten bereits der imposante Gipfel des Wildofen, 2.553m – auch ein schönes Schitourenziel – zu sehen ist.

letzter Teil in Kammnähe, Rinne zieht sich bis knapp unterhalb des Zieles hinauf

letzter Teil in Kammnähe, Rinne zieht sich bis knapp unterhalb des Zieles hinauf

Am oberen Ende der Rinne betritt man dann einen leichten Sattel an dessen linker Begrenzung, hinter einem Felsen und nach noch 15Hm Aufstieg, dann der Punkt mit dem Hillarykreuz auf 2.080m zu erblicken ist.

fast am Hillarykreuz angelangt, hinten der Wildofen 2.553m

fast am Hillarykreuz angelangt, hinten der Wildofen 2.553m

Die recht gute Aussicht von diesem Punkt belohnt für den Aufstieg. Von Osten bis Westen, rundum lauter lohnende Schitourenziele zu sehen, den Beginn der heurigen Saison stellte eine Woche vorher der südöstlich gegenüberliegende Gipfel Hoher Kopf dar.

Fiderissalm mit Hoher Kopf darüber

Fiderissalm mit Hoher Kopf schräg rechts darüber, direkt darüber die Rosslaufspitze

Für den Wildofen ist es im Jänner 2017 noch zu früh, die Schneeverwehungen im Gipfelbereich der Tuxer sind noch zu groß, um dort annähernd gut als Schitour heranzukommen, bzw. abfahren zu können.

Wildofen 2.553m

Wildofen 2.553m

Besonders reizvoll vom Hillarykreuz aus gesehen erscheint der Hang zur Roten Wand (2.217m) und zum Poferer Jöchl (2.318m), ersterer Gipfel etwas länger, letzterer etwas kürzer ab der Studlalm – auf einem traumhaften baumfreien Osthang – zu erreichen.

Poferer Jöchl und Roter Kopf

Poferer Jöchl links und Rote Wand rechts

Selbst vom Standpunkt des Hillarykreuzes auf 2.080m aus gesehen erkennt man einen völlig ausgelasteten Parkplatz in Innerst, dem Ausgangspunkt von Gilfert und den weiter im Nurpenstal liegenden Schitourenziele.

Innerst mit Gilfert ganz rechts

Innerst mit Gilfert ganz rechts

Die Abfahrt durch den tollen Zirbenwald ist nicht besonders lang, dafür im oberen Teil steil genug, um ordentlich außer Atem zu kommen.

Blick zurück zur Studelalm bei der Abfahrt

Blick zurück zur Studelalm bei der Abfahrt

Ab der Studlalm geht es bis zum Weg, auf relativ schmalem Steig durch den Wald und ist es von Vorteil, wenn keinen aufsteigenden Tourengehern ausgeweicht werden muß, Schwünge sind dort nur ansatzweise möglich.

Rückblick in Richtung Tourenziel

Rückblick auf der Gemeindestraße in Richtung Tourenziel

Unterhalb dieser engen Passage geht es gemütlich den geräumten Almweg hinab bis zur Asphaltstraße, der entweder tal- oder bergseitig auf den Schneewänden des Räumfahrzeuges noch ein paar Hundert Meter bis zum Ausgangspunkt am Parkplatz gefolgt wird.

Der Aufstieg wurde in zwei Stunden absolviert, zur Sicherheit sollte man für die 1.030Hm aber zweieinhalb Stunden einplanen.

15-01-2017 Hillarykreuz1

 

Mils, 15.01.2016

 

Schitour Hoher Kopf 2.373m – Tuxer Alpen

Nach den ersten Schneefällen im jungen Jänner 2017 – es hat ca. 40 bis 50 cm Schnee in der ersten Woche gegeben – wagten wir die Tour Hoher Kopf vom Parkplatz (EUR 3.-) anzugehen. Die Auswahl fiel auf den Hohen Kopf, weil die Lawinensituation mit Warnstufe 3 keine steilen Hänge zuließ und diese Tour durchwegs in Gelände mit unter oder um 30° Hangneigung in den freien Flächen bietet.

Hoher Kopf, 2.373m

Hoher Kopf, 2.373m

Zunächst führt die Route auf einem schmalen Waldweg vom Parkplatz hinunter zum Nurpensbach, dabei verliert man nach ein paar Minuten leichten Anstiegs anschließend ca. 30Hm bis zur kleinen Holzbrücke über die der Bach überquert wird. Der weitere Anstieg ins Nafingtal, führte Christian, Stefan und den Verfasser hinauf auf den Weg zur Weidener Hütte (im Winter Rodelbahn). Dieser Weg wird ca. 20min begangen bis, bei einem Wegweiser – links ein Steig abzweigt, der eine Abkürzung zur Fiderissalm bildet (nicht am Wegweiser angeschrieben). Er endet an der Waldgrenze an einem anderen Weg, der weiter zur Hochsinnalm führt.

Weg zur Hochsinnalm

Weg zur Hochsinnalm

Von dieser folgt die Route den kurzen Sprung über freies Gelände auf die 1.744m hoch gelegene Fiderissalm.

Anstieg von der Hochsinn- zur Fiderissalm im freien Gelände

Anstieg von der Hochsinn- zur Fiderissalm im freien Gelände

Alternativ kann auch über den Weg zur Weidener Hütte gefolgt und bei der Kehre bei der Jagdhütte (1.675m) links (nördlich)  über den Weg zur Fiderissalm aufgestiegen werden. Dieser Weg diente uns zur Abfahrt, weil die Schneeverhältnisse knapp oberhalb der Fiderissalm nicht mehr gut für die Abfahrt geeignet waren.

mitten in der Fiderissalm

mitten in der Fiderissalm

Nach einer Trinkpause bei der Fiderissalm wurde über günstige Passagen des Almgeländes recht direkt zur Waldgrenze (recht genau östlich) aufgestiegen und dieser im zauberhaften Zirbenwald in einigen Serpentinen fortgesetzt.

oberhalb der Fiderissalm, Anstieg zum Wald nach Osten

oberhalb der Fiderissalm, Anstieg zum Wald nach Osten

oberhalb der Fiderissalm im Zirbenwald

oberhalb der Fiderissalm im Zirbenwald

Nach Überquerung des Weges zum Fiderissalm Hochleger wendet sich der Aufstieg noch südöstlicher und an der Waldgrenze kann man schon die Almhütten des Hochlegers erkennen, denen man direkt zustrebt.

unterhalb des Fiderissalm-Hochlegers

unterhalb des Fiderissalm-Hochlegers

Ab dem Hochleger (2.070m) befindet man sich zunächst in nahezu baumlosem Almgebiet mit mäßig steilen Hängen und nimmt die letzten 300Hm Anstieg in Angriff. Nach weiteren 100Hm besteht der Bewuchs des Hanges nur noch aus bodennahen Stauden, die aus der teilweise recht windgeplagten Schneedecke hervorschauen. Für Aufstieg und Abfahrt hatten wir jedoch genügend Unterlage, um die Schi nicht in Mitleidenschaft zu ziehen.

Aufstieg zum hohen Kopf oberhalb des Hochlegers

Aufstieg zum Hohen Kopf oberhalb des Hochlegers

Am Gipfelhang war der Windeinfluß noch etwas stärker und dort mußte eine kurze Passage bei der Abfahrt mit Vorsicht abgetrettelt werden. Dies war die einzige Stelle oberhalb der Fiderissalm, bei der wir echten Steinkontakt hatten.

apere Steinpassage unterhalb des Gipfels

apere Steinpassage unterhalb des Gipfels voraus

Über die sanften Hänge oberhalb des Hochlegers stiegen wir dann meist mit Blick zum Gipfelbereich noch gemütlich eine dreiviertel Stunde zum Gipfel an.

kleines Schärtchen mit Gipfel dahinter (a Nackter am Gipfel)

Stefan in kleinem Schärtchen mit Gipfel und Christian dahinter

Die Schi in der Mulde unterhalb des kleinen, von Schnee abgeblasenen Gipfelaufbaues zurückgelassen entschieden wir uns den abgeblasenen kurzen Hang per pedes zu erklimmen und erreichten diesen in knapp drei Stunden ab dem Parkplatz. Allerdings, diese erste Tour im Gelände war nicht auf Steigleistung ausgelegt, sondern wurde eher gemütlich angegangen.

Leider war der Ausblick an diesem Tag nicht berauschend, jedoch versprach die trübe Sicht und die dunklen Wolken auch weitere Schneezuwächse in der folgenden Nacht und somit Lebenselixier für den bis jetzt so trocken verlaufenen Winterbeginn.

Die Flanke ins Nurpenstal hinab ist, vom Gipfel aus betrachtet, um einiges steiler und bei einer Lawinenwarnstufe drei eher zu meiden, dachten wir bei der kurzen Rast.

Stefan und Christian am Gipfel des Hohen Kopf, 2.373m

Stefan und Christian am Gipfel des Hohen Kopf, 2.373m

Die Abfahrt in Angriff genommen stellten wir wieder einmal ohne Überraschung fest, daß die Mulden von Triebschnee gefüllt sowie Kuppen und Rippen abgeblasen und mit harter Schneedecke überzogen waren, was uns als Abfahrtserlebnis bei mäßiger Bodensicht ohne Konturen diesen typischen Wechsel von vornüberfallen durch Tiefschnee in und weggezogenen Schi an den Kuppen bescherte.

Trotz diesen kurzen Intermezzi im Gipfelbereich bis fast zum Hochleger hinunter, die andererseits auch die Bauchmuskeln trainieren, war der Spaß oberhalb des Hochlegers und bis tief in den Wald darunter hinein recht ungetrübt und leider zu spät entstand ein kurzes Video von den letzten fein zu fahrenden Passagen.

Nachdem unsere Abfahrt den Weg zum Hochleger kreuzte wurde die Abfahrt durch weniger Schnee weniger fein, öfters kraschelte es fürchterlich auf der Schiunterseite und sehr vorsichtiges Abfahren bis zur Alm war angesagt.

Als Tipp für die Verhältnisse dieser Tage sollte man den Weg zwischen Hochleger und Niederleger als ernsthafte Alternative zum Erhalt des Schizustandes in Erwägung ziehen.

bei der Jagdhütte

bei der Jagdhütte

Nach Erreichen der Fiderissalm wechselten wir vom Gelände zum Weg, der gespurt war und uns nur mäßiges Anschieben bis zur Jagdhütte bescherte.

Der weitere Weg (Rodelbahn) bis zum Parkplatz zurück ist zum überwiegenden Teil ohne Stockeinsatz fahrbar und daher nicht schweißtreibend, sieht man vom kurzen Gegenstieg nach der Nurpensbachbrücke ab.

Aufstieg ca. 1.100m, ca. 3 Stunden zu planen

Mils, 07.01.2017

 

 

Großer Bettelwurf, 2.726m – Sylvester 2016

Liebe Leser,

leider nichts Neues, die Jahreszeit eignet sich – trotz des perfekten Wetters – nicht wirklich für noch nicht beschriebene Touren, die Tage sind zu kurz und oberhalb von 2.000m muss immer mit Eis am Grat gerechnet werden, ganz sicher auf der Nordseite jeden Grates.

Großer Bettelwurf, 2.726m am 31.12.2016

Großer Bettelwurf, 2.726m am 31.12.2016

Also begnügen wir uns derzeit mit der multiplen Besteigung des Zunterkopfes, um ein wenig im Training zu bleiben.
Für heut jedoch habe ich mir das Ziel des Großen Bettelwurfes gesetzt und diesen in schlappen 3:45 erreicht.

das Zeil nach 8 Uhr im Morgenlicht beleuchtet

das Ziel nach 8 Uhr im Morgenlicht beleuchtet

Vorweg sei gesagt, daß ich die Eisen umsonst hinaufgeschleppt habe, sie sind nicht notwendig. In den harten Schneefeldern wurde gut gespurt und eigentlich ist es von der Abzweigung am Weg zur BW-Hütte bis zum Eisengatterergrat fast rutschiger als oberhalb, dort wo man es erwarten würde.

die Bettelwurfhütte schläft über dem Halltal

die Bettelwurfhütte schläft hoch über dem Halltal

Die Südhänge bei uns zulande sind derzeit eine Wucht was die Temperatur anbelangt. So konnte ich mich ab dem Sonnenaufgang (derzeit ca. 10min nach der Katzenleiter bei Start um 8 Uhr am Hackl) bis zum Gipfel in nur einem langärmeligen Shirt bewegen, die 20min ab der Abzweigung bis zum Eisengatterergrat ausgenommen, wo der fehlende Bewuchs Thermik entstehen ließ und der sehr spitze Winkel der Sonne um Gelände keine ausreichende Erwärmung zustande brachte.

Anstieg vom Eisengatterergrat aus gesehen

Anstieg vom Eisengatterergrat aus gesehen

Ab dem Stöckedepot (ca. 2.300m) besteht innerhalb der Rinne durchwegs griffiger Schnee und an Kuppen und Abbrüchen Eisbildung, jedoch ungefährlich, wenn man etwas aufpaßt. Eisen wären eher hinderlich.

Passage innerhalb der Rinne

Passage innerhalb der Rinne

Kurz vor dem Gipfel gehe ich immer nur rechts weg, um unterhalb des trigonometrischen Punktes aufzusteigen. Diese Route war nicht gespurt, jetzt ist sie es, jedoch ist dort so wenig Schnee, daß es auf ein paar geschlagene Tritte nicht ankommt, man steht fast durchwegs am Fels.

150m unterhalb des Gipfels

~150m unterhalb des Gipfels

Am Gipfel kein Lüftl, Wolken auf der gesamten Rundumsicht nicht auszumachen und warm genug um im sommerlichen Windstopper wieder abzusteigen.

Das Gipfelbuch verrät, daß in den Weihnachtsferien doch einige Bergsteiger am Gipfel waren. Kein Wunder bei den guten Bedingungen für diesen Gipfel.

am Gipfel des Großen Bettelwurfes am 31. Dezember 2016

am Gipfel des Großen Bettelwurfes am 31. Dezember 2016

Sicht weit über 100km, von den fernen Lechtalern bis zum Glockner, die fehlende Gesamtfeuchtemenge in der kalten Luft macht’s möglich.

Glocknergruppe vom Großen Bettelwurf aus gesehen 31.12.2016

Glocknergruppe vom Großen Bettelwurf aus gesehen 31.12.2016

Allen wäre wahrscheinlich lieber, wenn die Schneelage eine Besteigung des Großen Bettelwurfes gar nicht zulassen würde, aber wir müssen uns damit abfinden, daß die Tourenschi noch länger im Keller warten müssen. Ein Traumtag wie der heutige entschädigt aber vollauf und man lasse die Bilder wirken!

Fallbachkartürme vom Großen Bettelwurf aus gesehen 31.12.2016

Fallbachkartürme vom Großen Bettelwurf aus gesehen 31.12.2016

Berg Heil und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017!

Rainer
31. Dezember 2016

 

 

Rosskopf, 2.668m – Südostgrat

Die selten begangene Route über den Südostgrat zum Rosskopf im Halltal mußte wieder einmal aufgefrischt werden und da sie den Kollegen unbekannt war, erfüllte die Tour gleich einen zweiten Zweck.

Anstieg am Steig zum Stempeljoch

Anstieg am Steig zum Stempeljoch

Eine ausführliche Beschreibung über die Routenführung findet sich unter „Rosskopf Südostgrat bis Stempelspitzen“ hier auf diesem Blog, weshalb sich dieser Bericht nur mit  augenscheinlich festgestellten Unterschieden bzw. neuen Eindrücken befaßt.

Überblick über den SO-Grat, Vorsicht, die Reise des  Vorderen Kälberkares ist verdeckt vom Rücken davor

Überblick über den SO-Grat, Vorsicht, die Reise des Vorderen Kälberkares ist verdeckt vom Rücken davor

Ansteigen mag man individuell über den Wilde-Bande-Steig bis kurz hinter das Bachofenkar über den Wilde-Bande-Steig vom Lafatscher Joch her bis zur Stelle bei der sich der letzte kümmerliche Gratverlauf des SO-Grates bis auf den Steig herunterzieht oder, unsere Lieblingsroute und, wie wir glauben, die etwas schnellere Variante, über den Steig zum Stempeljoch und bei der markanten Stelle, die etwas flacher angelegt ist, eine Markierung besteht und rechts ein wenig aber doch sichtbares altes Steiglein mitten im Schotterfeld wegzieht. Dieses Steiglein ist durch die jüngsten Schuttrutschungen teilweise etwas verlegt, doch aufmerksame Geher haben es wieder angelegt und man kann es deutlich erkennen, gleichwohl am Gegenhang in den Bergwiesen eindeutig Serpentinen zum Wilde-Bande-Steig hin erkennbar sind.

Halltal am Vormittag

Halltal am Vormittag

Geht man nicht die Serpentinen an, sondern schneidet man den Hang über die Bachreisen in leicht steigender Richtung, erreicht man den ohnehin leicht fallenden Wilde-Bande-Steig etwas später und spart wertvolle Kraft für den folgenden sehr anstrengenden und mühsamen Anstieg zum Rosskopf über den Südostgrat.

Blick vom Wilde Bande Steig Richtung Einstieg in die Rinne

Blick vom Wilde Bande Steig Richtung Einstieg in die Rinne

Bei dem Bachlauf aus dem Kar herab, genau an der Wegstelle an der die Gratausläufer auf den Wilde-Bande-Steig treffen beginnt der direkte Anstieg zu den Felsansätzen oberhalb der steilen Reisen die sich vom Vorderen Kälberkar herunterziehen.

mühsamer Anstieg bis zum Einsteig

mühsamer Anstieg bis zum Einstieg (links neben Manuel oberhalb)

Andi und Julian entschieden sich für den Anstieg über die rutschenden Reisen, Manuel und der Verfasser nahmen den Gratausläufer in vorwiegend festem Fels und auf Wiesenpolstern. Welche Variante die bessere ist sein dem Auge des Betrachters, vielmehr dem persönlichen Geschmack überlassen, wir trafen, ca. 180Hm höher, annähernd gleichzeitig unterhalb der Felsen ein.

knapp unterhalb des Einsteiges

knapp unterhalb des Einstieges mit mühsamem Fortkommen

Der letzte Aufstieg fand vor vier Jahren statt und seit diesem hat sich augenscheinlich einiges getan mit den brüchigen Felsformationen in der Steilrinne. Allerdings sind die Veränderungen schwer zu beschreiben für jenen, der die Rinne gar nicht kennt.

der rechte Teil der Rinne vom Einstieg aus gesehen

der rechte Teil der Rinne vom Einstieg aus gesehen

Im Überblick sei erwähnt, daß im unteren Teil die Felsstürze aus der brüchigen Rinne, die eigentlich nur eine größere Störzone im Gratverlauf darstellt und die beiden seitlichen Wettersteinkalkformationen mit einer Mächtigkeit von nur einigen Metern Breite im oberen Teil trennt. Das typisch orangebraune lehmige Material innerhalb der Störzone ist im unteren Teil der Rinne im Laufe der Jahrtausende bereits völlig ausgewaschen worden, im oberen Teil, nach der Gabelung, dominiert es die optische Erscheinung teilweise überwiegend und entsprechend steinschlaggefährdet kann sich der Karwendelkenner die Rinne somit vorstellen.

oberer Teil der rechten Rinne, knapp dahinter vereinigen sich die beiden unteren Teile

oberer Teil der rechten Rinne, knapp dahinter vereinigen sich die beiden unteren Teile

Eine Vierergruppe muß – speziell im oberen Teil dieser Rinne – etwas mehr Bedacht auf kurze Distanzen zwischen den einzelnen Personen achten, jederzeit können sich Brocken lösen, oder man stößt beim Tritt einen solchen hinab.

Julian beim Überklettern des größten Brockens im rechten Teil der unteren Rinne

Julian beim Überklettern des größten Brockens im rechten Teil der unteren Rinne

Bei dieser Begehung haben wir vorwiegend die im Bericht vor vier Jahren orange markierten Routen genommen, unten am Einstieg in die Rinne und oben nach dem Ausstieg das erste Steilstück am Grat.
Die untere Variante ist die schlechtere als die grüne, die obere Variante ist die bessere Wahl.

knapp vor der Gabelung und dem Beginn des oberen Teiles der Rinne

knapp vor der Gabelung und dem Beginn des oberen Teiles der Rinne

Im unteren Teil der Rinne, die rechte, orange Variante betrachtet, finden sich wesentlich mehr Steinschlagreste und wenn die Gemsen oberhalb am Gratkopf stehen könnte diese Variante brisant sein. Der Anstieg von der Reise zu den Felsen ist unheimlich anstrengend, denn für jeden Meter Höhengewinn steigt man rund zwei Meter an und fährt den Rest wieder mit dem Schotter ab. Hierbei hat sich im Vergleich zur Situation vor vier Jahren nichts geändert – es ist also nicht besser geworden – und eine Umgehung erscheint nicht möglich, angesichts der fast senkrecht aufragenden festen Wettersteinkalkfelsen oberhalb. Generell haben wir bei der Nachbetrachtung beim Abstieg auf der anderen Talseite Möglichkeiten der Umgehung der Rinne diskutiert und kleine Alternativen gefunden, die aber erst ausgelotet werden müssen, bevor hier darüber spekuliert wird.

Trinkpause an der Gabelung mit weiterem Verlauf des oberen Teiles der Rinne

Trinkpause an der Gabelung mit weiterem Verlauf des oberen Teiles der Rinne

Ab der Teilung der Rinne, an der der obere Teil beginnt, scheint es viel neuen Abbruch im Vergleich zu vor vier Jahren gegeben zu haben. Eine markant gelbe Felswand steht plötzlich vor einem und sie sieht wenig standfest aus, weswegen wir sie rechts umgingen. Der weitere, kurze Aufstieg in der Rinne ab dieser Stelle findet in etwas besserem Fels statt.

brüchigster Teil des oberen Rinnenverlaufes

brüchigster Teil des oberen Rinnenverlaufes

Es mag sein, daß es bei der Verzweigung der Rinne auch rechts über die recht glatte Platte weitergeht, Andi hat im Rückblick einen Steinmann gesichtet. Dies muß aber erst erkundet werden. Möglicherweise ist diese Variante die schönere, weil sie sich nach der glatten Platte mehr am festen Grat vollzieht.

am Ausstieg aus der Rinne am Gratrücken angekommen

am Ausstieg aus der Rinne am Gratrücken angekommen

Am Ende der Rinne ist man jedenfalls froh über die wiedergewonnene Weite des Tales und den festen, jedoch mit viel plattigem Schutt bedeckten Gratrücken. Die Variante grün – aus dem alten Bericht – erschien diesmal zu hoch gegriffen und nicht notwendig, der Aufstieg links im plattigen, flacheren Teil erschien angemessen und war auch ohne Schwierigkeiten zu meistern.
Zum Schwierigkeitsgrad bis hierher ist generell zu sagen, daß vielleicht ein paar Stellen III eingelagert sind, der Großteil der Rinne und der Aufschwung oberhalb verdienen jedoch maximal eine Bewertung von II oder mit + versehen.

Rückblick auf die Rinne

Rückblick auf die Rinne

Ab dem Aufschwung findet sich auf den ersten ca. 150Hm schroffiges, wiesendurchzogenes Gehgelände, oder Wiesengelände mit felsig, schroffigen Einlagerungen – je nach Position der Begehung und dem Auge des Betrachters – das bis unterhalb eines neuerlichen Felsaufschwunges führt. Bis dorthin steigen wir etwas links des Gratrückens auf.

Aufschwung oberhalb des Rinnenendes, diesmal die leichtere Variante links in den Platten

Aufschwung oberhalb des Rinnenendes, diesmal die leichtere Variante links in den Platten

Der Aufschwung muß dann noch in Gratnähe erklettert werden (II+), um dann oberhalb nochmals in Gelände mit Wiesenpolstern einzutauchen und – je nach Position – entweder am Vorkopf zum Gipfel zu landen, oder mit etwas Glück unterhalb der Scharte, die dieser Vorkopf im Gratverlauf mit dem Gipfelaufbau bildet. Die Scharte gibt die Richtung für die letzten gut 100Hm auf den Gipfel vor. Nach dieser beginnt auch wieder mehr schotteriges Gelände, Rinnen mit Schotter gefüllt müssen passiert werden bevor es, flacher werdend, zum Gipfel leitet.

am Südostgrat des Rosskopfes

am Südostgrat des Rosskopfes; mitten im Halltal stehend, ein atemberaubender Blick

Im Versuch die Scharte zu treffen hat der Verfasser – mit dem Mangel eines perfekten Erinnerungsvermögens, man kann auch sagen durch mangelhafte Vorbereitung „des hab i eh no im Kopf“ – die Gruppe zu weit nach links (Südwesten) geleitet und somit die Scharte um rund 100m Breite verfehlt. Diese Abweichung vom Grat führte dazu, daß im letzten Teil die originale Südostroute nicht mehr angetroffen wurde und das Gipfelgelände am Normalweg, zu dem hinausgequert wurde, beendet werden mußte.

Aufstiegsgelände, eher am Grat haltend ist die richtige Wahl

Aufstiegsgelände, eher am Grat haltend ist die richtige Wahl

Die Gewissheit, daß man auch am Berg nie auslernt erfuhr somit eine unliebsame Renaissance und die Schande sitzt tief, zumal auch werte Bergkollegen am Gipfel den Lapsus, der dem Verfasser nicht zur Ehre gereicht, mitbekommen haben. Da Selbsterkenntnis aber der beste Weg zur Besserung ist muß das fehlende Orientierungsvermögen des Führers als Ansporn gesehen werden, wenn auch in diesem Fall nur zur Verklärung des Vorfalles ins Positive.

hier unten die Scharte sichtbar die man treffen sollte und weiterer Aufstieg über Reisen

hier unten die Scharte sichtbar die man treffen sollte und weiterer Aufstieg über Reisen

Nun, trotz dem unoriginalen Ende der schönen Route über den Südostgrat war Gipfelfreude sichtbar und das zufällige Zusammentreffen mit Roman und Jürgen seltenes Pläsier. Bergsteiger kennen sich untereinander nur manchmal gut, meistens aber von den Einträgen in den Gipfelbüchern und äußerst selten sehen sie sich gemeinsam bei der Arbeit.

am Gipfel des Rosskopf, 2.668m

am Gipfel des Rosskopf, 2.668m

Die beiden Spezis haben die Runde über die Hintere Bachofenspitze her unternommen und waren an diesem Tag neben uns die einzigen Besucher des Rosskopfes.

Roman und Jürgen steigen vor uns vom Gipfel ab

Roman und Jürgen steigen vor uns vom Gipfel ab

Der Sonntag, vorletzter Tag im Oktober anno 2016 war bis spät in den Nachmittag hinein ein wenig sonniger Tag und am Gipfel blies ein leichter schneidend kalter Wind, aber die Sicht war dank des fehlenden Wasserdampfes in der Luft wieder einmal phänomenal und in technischen Bildern aus der „camera obscura“ nicht annähernd mit derselben Farbenkraft und Tiefe wiederzugeben. Trotzdem nutzten wir die Sonnenfenster und lichteten zum etlichsten Male die faszinierenden Grate der Gleirschtal – Halltalkette ab.

Blick zum Beginn der Gleirsch-Halltalkette

Blick zum Beginn der Gleirsch-Halltalkette

Der Aufstieg ab dem Wilde-Bande-Steig hat für die rund 650Hm fast zwei Stunden in Anspruch genommen. Man vergisst ihn nicht schnell, ist er doch sehr anstrengend und schön. Steinmandln gibt es kaum bis nicht.

Die höchsten Gipfel des Karwendels nicht mehr schneefrei

Die höchsten Gipfel des Karwendels nicht mehr schneefrei, im Vordergrund die drei Bachofenspitzen

Unser Abstieg wurde der „Normalweg“ (keine markierte Route!) über die Stempelspitzen. Ein toller Grat mit einigen ganz feinen, leichten Klettereien und Gratumgehungen meist rechts (westlich ins Sonntagskar blickend) und manchmal links (östlich, den Kälberkaren zugewandt) die nach der Schinderei in stiller Genugtuung, Schritt für Schritt ausgekostet werden.

Abstieg am Verbindungsgrat zu den Stempeljochspitzen

Abstieg am Verbindungsgrat zu den Stempeljochspitzen

Allerdings beachte man die Anstiege auf die Stempelspitzen auch, sie fordern erneut und in Summe dürften nochmals an die 150Hm zusammenkommen.

nette Passagen am Grat

nette Passagen am Grat

Die Strecke vom Gipfel des Rosskopf zur Kleinen Stempeljochspitze muß mit einer knappen Stunde bemessen werden, anschließend folgen noch 1.750m Abstieg und dabei 9km horizontaler Strecke bis zum Ziel beim Hackl am Eingang zum Halltal.

Aufstiege in leichter Kletterei

Aufstiege in leichter Kletterei

Einziger Lichtblick der Erleichterung sind die Stempelreisen, die sich vorzüglich zum Abstieg eignen sowie Andis Radl am Wasserberg, das aber nur ihm half.

Stilleben im Herbste; im Hintergrund die beiden Stempeljochspitzen

Stillleben im Herbste; im Hintergrund die beiden Stempeljochspitzen

Elektrolyte gibt es bei Werner in St. Magdalena bis zum 8. Dezember auch keine mehr, somit bleibt es dieser Tage beim Ausharren bis zur Walderbrücke.

Julian, Andi, Manuel und der Verfasser auf der Kleinen Stempeljochspitze

Julian, Andi, Manuel und der Verfasser auf der Kleinen Stempeljochspitze

Gesamt zeichnete der Chronograph 2.035Hm und 9:57 Std. Gehzeit auf.

Red.: um Verzeihung einiger unorthodoxen Wortschöpfungen wird gebeten, manchmal reicht die gewachsene Sprache nicht aus um den luftigen Höhen des Herzens zu genügen

Mils, 30.10.2016

 

Rappenspitze, 2.223m – über Stallental nach St. Georgenberg

Hoch über der Naudersalm thront die Rappenspitze, von allen Seiten betrachtet eine kühne Felszinke, die es sich lohnt einmal zu besteigen.
Der hier beschriebene Aufstieg erfolgt auf dem – in einer AV-Karte aus dem Jahre 1996 bezeichneten – Südostanstieg, vom Sunntiger aus, einem Sattel zwischen Lunstkopf und Rappenspitze.

img_5321Generell fällt dem aufmerksamen Naturbeobachter dieser – recht eigenartige – Teil des Karwendels auch ohne geologische Kenntnis auf, ist er doch weitgehend anders als all jene Formationen die er in den umgebenden Ketten und Graten findet.

Stallental im Oktober

Stallental im Oktober

Wenig typische Karwendeltopographie findet sich in den Hängen und sanften Gipfeln rund um die Rappenspitze und jene selber ist ebenfalls eine Besonderheit, besteht sie doch nicht nur aus dem festen Wettersteinkalk, sondern auch aus Hauptdolomit und Raibler Schichten (für den geologisch Uninteressierten die beiden letzten Gesteinsarten – brüchiger, splitteriger Fels) und auch dunkler Mergel ist vor dem Joch des Sunntiger häufig anzutreffen. Die Rappenspitze hat eine raue und eine milde Seite, ganz im Stile der Entdeckungen der Reliefüberschiebung von Otto Ampferer vor knapp 100 Jahren.

kurz vor der Stallenalm

kurz vor der Stallenalm

Der Beginn der Tour ist der Parkplatz Bärenrast über Fiecht. Das allzeit malerische Stallental entfaltet im Herbst eine besondere Pracht an Farben, tausende Töne finden sich in dahinsterbenden Blättern der Laubbäume und wer sorgsam beobachtet findet immer wieder Nuancen, die er noch nie vorher geschaut.

Rückblick ins Stallental oberhalb der Stallenalm

Rückblick ins Stallental oberhalb der Stallenalm

In gleicher Manier wie die Kraft der Blätter der stämmigen Laubbäume im Karwendel nimmt die Frequenz der Besucher „der Stallen“ im Herbst ab, obwohl die farbenprächtige Metamorphose dieser vielfältigen, in dieser Intensität im Tal nicht zu findenden Mischung der Landschaft, geradezu Massen anziehen müßte.
Für den Beobachter aus Leidenschaft stellt das Fernbleiben der Massen jedoch keinen großen Verlust dar, weil durch die gewonnene Ruhe im Refugium seine volle Konzentration auf die Natur ausgerichtet werden kann, mit ihr in gewisser Weise eine Einheit geschmiedet und sie aufgesaugt werden kann, ohne daß von diesen Gedanken Abwesende den Prozess abschwächen, behindern.

Jagdhütte Graf v. Thun

Jagdhütte Graf Thun

Hinter der Stallenalm beginnt der Steig zur Naudersalm, zuerst als Fahrstraße und ab der Jagdhütte des Grafen von Thun als richtiger Steig auf dem auch Almvieh auf und absteigt.
Der mäßig steigende Grubachgraben zieht als Ouvertüre des alpinen Teiles der Rundtour durch prächtigen Nadelwald und Unterholz hinauf, zur Linken mächtige Schotterreisen, die dem Bach als Abtragelement gnadenlos ausgesetzt sind. Mächtige Schotterwände, gebrochen von Felsstürzen aus den Wänden des Rauhen Knöll Massives und abgelagert in mächtigen Reisen, trotzen den Wassern, jenen von kurzzeitigen Hochwettern und jenen vom stetig arbeitenden Bergbach.

mächtige Schotterreisen aus dem Rauhen Knöll

mächtige Schotterreisen aus dem Rauhen Knöll

Den Grubachgraben verläßt der Steig zur Rappenspitze etwa in seiner Hälfte zur Rechten und zieht hinauf zum Rizuelhals, dem Sattel zur Naudersalm, in den Norden auf 1.943m Höhe.
In diesem Abschnitt von der Stallenalm bis hierher werden 600Hm des Anstieges erledigt und selbst noch in der Herbstsonne im scheidenden Oktober kann dies eine schweißtreibenden Angelegenheit sein. Der Vorrat an Wasser sollte also bei der Stallenalm gesichert werden, denn die nächste Möglichkeit an Wasser zu kommen besteht erst wieder auf der Naudersalm durch den gleichnamigen Bach und dieser bedeutet bei der Seehöhe von knapp 1.900m keine Normalität im Karwendel.

Wende am Steig Richtung Rizuelhals

Wende am Steig Richtung Rizuelhals

Zuntern säumen den Steig, vor allem nach der willkommenen Kehre auf ca. 1.660m. Die letzten gut 100Hm vollziehen sich dann auf Almwiesen unter der Materialseilbahn und das Jochlüftl tut gut.

am Sattel zwischen Lunst- und Brentenkopf, Richtung Süden auf den Hochnissl geschaut

am Sattel zwischen Lunst- und Brentenkopf, Richtung Süden auf den Hochnissl geschaut

Am Sattel zwischen Lunst- und Brentenkopf tritt das Tagesziel so richtig imposant hervor, die Rappenspitze als kühne Felsschuppe. Ein schöner Anblick eines nicht so spektakulär hohen Karwendelgipfels, der um so vieles anders geformt und gestaltet ist als das Gros der Berge im Karwendel und den man aber auch nicht vergessen wird, in gewisser Weise vergleichbar mit Formen die man von den Südtiroler Dolomiten her kennt.

Rappenspitze über der Naudersalm

Rappenspitze über der Naudersalm

Der Blick gen Norden auf die Rappenspitze veranlaßt unweigerlich ein paar Schritte links neben die Seilbahn zu treten, um gewachsene Natur ohne kurzweilige Technik abzulichten. Er lädt zum Verweilen ein. Das Tal weitet sich nach dem Sattel enorm, und kürt den Gipfel der Rappenspitze oberhalb der Alm zum geometrischen Höhepunkt in naturarchitektonischer Hinsicht. Selbst jener, der die bizarrsten Formationen in diesem Gebirge kennt möchte bei erstem Anblick nicht augenblicklich glauben, daß sich an diesem Fleck Erde die Lieblichkeit der Alm und der überwiegend schroffe Felsaufbau des Karwendels so treffend vereinen können. Ein gewaltig Bild Natur inmitten der Heimat.

Naudersalm, 1.896m

Naudersalm, 1.896m

Hinab durch die schroffe Wand der „Stiege“ geht es in raschem Schritt auf breitem Steig zur Naudersalm und weil der Steig zum „Sunntiger“, dem Sattel zum Falzthurntal  offenbar nicht mehr gepflegt wird finden sich kaum Markierungen, geschweige denn der so typisch gelbe Wegweiser, der sich sonst in diesem Gebiet zuhauf antreffen lässt.

zur Rappenspitze knapp oberhalb Naudersalm geblickt

zur Rappenspitze knapp oberhalb Naudersalm geblickt

Der Verdacht, daß der Steig vom Sunntiger, also vom Südwesten auf die Rappenspitze aufgelassen wurde keimte im Empfinden des Verfassers erst, als sich auch nach dem Sattel nur mehr verwittert anzutreffende Wegmarkierungen finden ließen. Der Zustieg zum Sattel war ebenso nur spärlich von verwitterten Markierungen geprägt, jedoch akzeptiert man dies unten eher, da es durch die vielen Gamsgassen durch die Zuntern vielfache Möglichkeiten gibt, den Sattel zu erreichen.

Am "Sunntiger", Sattel zwischen Lunstkopf und Rappenspitze

Am “Sunntiger”, Sattel zwischen Lunstkopf und Rappenspitze, Blick zum mächtigen Sonnjoch und der Schaufelspitze

Nach dem Sattel wundert es etwas, daß die Markierungen nicht deutlicher sichtbar sind. Weniger wegen der Richtung die es einzuschlagen gilt, denn diese ist ja durch den Gratverlauf eindeutig bestimmt und bedarf kaum/keiner Markierung. Mehr deswegen, weil sich beim Erfahrenen das dumpfe Gefühl aufdrängt, daß die Route nicht mehr gepflegt wird, aus welchen Gründen auch immer, zumal in der eingangs zitierten AV-Karte diese Route als Normalweg klassifiziert ist. Und dieses Gefühl bzw. die Erfahrung darüber nagen ein wenig, weil es doch sein könnte, daß bei halbem Anstieg eine Situation entstanden ist, die ein Weiterkommen unmöglich machen, oder zumindest so erschweren, daß technische Ausrüstung und ein Team nötig wären.

beginnender Aufstieg zur Rappenspitze ab dem Sunntiger

beginneder Aufstieg zur Rappenspitze ab dem Sunntiger

Erwartungsvoll werden die ersten Dutzend Höhenmeter nach dem Sattel begangen. Von dort führen 250Hm zum Gipfel und es sollte eine Sache von 40min oder weniger sein den Gipfel zu erreichen.
In Wahrheit waren es nur knapp über 30min, unter der Mischung aus Erwartungshaltung und Gipfeldrang waren es jedoch lange 30 Minuten. Der Grat ist schwach ausgeprägt und zumeist auf keiner Seite wirklich sehr steil abfallend. Drei Felspassagen würzen den Grat und früher waren diese mit Seilsicherung versehen, die Fixpunkte aus schwerem Bewehrungsstahl mit geschmiedeten Ösen am oberen Ende zeugen noch davon.

Blick zu den ersten Felsaufschwüngen am Grat zur Rappenspitze

Blick zu den ersten Felsaufschwüngen am Grat zur Rappenspitze

Spätestens beim Erreichen dieser technischen Einrichtungen weiß man, daß man sich auf einem aufgelassenen Steig befindet, wenn die verbindenden Stahlseile gänzlich fehlen. Die Frage ist nur, wie der  Steig sich entwickeln wird.

Felsköpfe, die eher links, westlich begangen werden; alte Steigsicherungen weisen die Route

Felsköpfe, die eher links, westlich begangen werden; alte Steigsicherungen weisen die Route

Vorweggenommen sei, daß er relativ zahm bleibt und zu keiner Zeit an keiner Passage eine schwierigere der kurzen Klettereien als von I+ oder II- anzutreffen ist. Alles in allem also sehr angenehme Passagen in den wenigen festen, wandbildenden Wettersteinkalkfelsen im südlichen Gipfelaufbau der Rappenspitze.

Rückblick zum Sunntiger

Rückblick zum Sunntiger

Die im Karwendel so typische plattenartige, mehr oder weniger steil gestellte Felsschichtung gibt in den kurzen Kletterpassagen in Form von breiten Bändern die Richtung der Ersteigung vor und die Stufen besitzen nur geringe Mächtigkeit, sodaß sie mit zwei Schritten in ihrer Höhe auch schon überstiegen werden können.

vorletzte leichte Passage rechts (östlich) zu umgehen

vorletzte leichte Passage rechts (östlich) zu umgehen

So erreicht man auch schon rasch und recht angetan von den kurzen netten Einlagen eines Hauches an Alpinismus den Gipfel und genießt einen sagenhaften Rundblick auf den dort schon geschwundenen Höhen des Karwendels auf 2.223m und befindet sich doch noch ca. 1.270m über dem Achensee.

letzter Felskopf vor dem Gipfel links (östlich) über Plattenstufen leicht zu ersteigen

letzter Felskopf vor dem Gipfel links (östlich) über Plattenstufen leicht zu ersteigen

Ein schönes modernes Gipfelkreuz ziert die Rappenspitze und das Gipfelbuch zeugt von nicht so großer Besucheranzahl, nimmt man die seit Herbst 2015 beschriebenen Seiten zwischen die Finger. Man hätte sich auch aufgrund des Zustandes des heutigen Normalweges mehr Besucher erwartet, denn dieser ist in schrecklich schlechtem Zustand der auch der Geologie geschuldet ist. Eine Breite Rinne, teilweise mit grobem Schotter dermaßen gefüllt, daß die Ränder für den Abstieg bevorzugt werden müssen und zum Glück ist dieser Teile nur von kurzer Dauer.

am Gipfel der Rappenspitze, Blick zur Karwendelhauptkette

am Gipfel der Rappenspitze, Blick zur Karwendelhauptkette

Interessant ist der Blick auf die Karwendelhauptkette, speziell in Richtung Sonnen-, Kaltwasserkar- und Birkkarspitze, sie scheinen zum Greifen nahe.
Ebenfalls ist der nach Süden ausgeübte Blick auf Trattenspitze, Hoher Fürleg, den Fallbachkarspitzen und den Großen Bettelwurf ein neues Erlebnis für jenen, der diese Berge immer in Richtung Norden betrachtet. Die Nordwände stürzen bei diesen Gipfeln abschreckend kalt und schwarz über Hunderte Meter ins Vomperloch hinab, Schneereste zeugen vom Klima in den Nordabstürzen.

Blick zu den Fallbachkartürmen über zwei vorgelagerte Ketten hinweg

Blick zu den Fallbachkartürmen und dem Großen Bettelwurf  über zwei vorgelagerte Bergketten hinweg

Interessant am Foto ist, daß zwei vorgelagerte Ketten überblickt werden, im Vordergrund die Kette Hochnissl – Lamsenspitze, in der Mitte Huderbankspitze – Hochglück. Alles spielt sich innerhalb von knapp 11km Luftlinie ab.

rechts Kaltwasserkarspitze und im Nebel die Birkkarspitze

rechts Kaltwasserkarspitze und im Nebel die Birkkarspitze

Am Abstieg zum weiteren Verlauf der Rundtour über die Ochsenkaralm und bis nach St. Georgenberg tut sich für den Verfasser eine Abkürzung auf, die jedoch hier nicht beschrieben wird, führt sich doch unmittelbar unter der wenig standfesten Nordostwand der Rappenspitze hindurch. Man folge hier also dem Normalweg über die Wiesenhänge zum Kaserjoch.

Abstieg von der Rappenspitze nach Norden zum Larchkarlkopf

Abstieg von der Rappenspitze nach Norden zum Larchkarlkopf

Nach dem Kaserjoch führt der Steig mit wenig auf und ab weiter bis zu einer Verzweigung, bei der es sich sicher lohnen würde den oberen Teil bis knapp vor dem Staner Joch zur Stelle „Am Übergang“ zu nehmen um von dort hinab und zurück zur Ochsenkaralm zu gelangen.

die Rappenspitze von Norden

die Rappenspitze von Norden

Weil die Zeit drängte mußte die schnellere Variante (die untere im topografischen Sinn) genommen werden und über einen kleinen Sattel zwischen der Hauptkette und dem Ausläufer des Hahnkamp im Südosten erreicht man in ca. 20min die Ochsenkaralm mit einem stilechten Almbrunnen, bereits zum überwintern gerüstet.

Rappenspitze in der Ferne vom Sattel oberhalb der Ochsenkaralm aus, Entfernung 1.850m

Rappenspitze in der Ferne vom Sattel oberhalb der Ochsenkaralm aus, Entfernung 1.850m

Von dort beginnt ein gewaltiger Abstieg, der nichts an Urwald im mittleren und nichts an Steilheit im unteren Teil zu wünschen übrig läßt und mit einem krönenden Abschluß endet, wenn man die Glocken vom Kloster St. Georgenberg zur Nachmittagsandacht schon einige Hundert Meter hoch am steilen Steig zu hören bekommt.

Ochsenkaralm, rd. 1920m

Ochsenkaralm, rd. 1920m

In mitten der Steilpassage nach den kümmerlichen Resten der Plattenalm kann zwischen den Föhren – der Bewuchs in dieser Steilpassage erinnert unweigerlich an jene am Hechenberg und dem Schleifwandsteig in der Kranebitter Klamm, wo sich nur mehr Kiefern an den spärlichen Humus im gut 45 bis über 60° steilen Gelände halten können – der Ausgangspunkt, die Bärenrast am anderen Hangrücken gegenüber erblickt werden und die Gewissheit, daß die Klosterstraße bis zu ihrem Tiefsten auf 800m Meereshöhe ausgegangen werden muß, um dann am Gegenhang wieder knapp 220Hm zum Fahrzeug aufzusteigen, mag den wenig Trainierten nach all der Strecke verzagen lassen, wenn er aber nicht daran denkt ist die Belastung klein und die Szenerie des Klosters aus so vielen verschiedenen Positionen läßt die Endanstrengung klein werden.

Steig von der Plattenalm nach St. Georgenberg

Steig von der Plattenalm nach St. Georgenberg

Der Steig zum Parkplatz zweigt vom ansteigenden Straßenteil rechts ab, wo sich die Wege Richtung Fiecht und Bauhof teilen, ein Wegweiser gibt die Richtung vor.

Ende des Steiges bei St. Georgenberg

Ende des Steiges bei St. Georgenberg

Nach einigen Hundert Meter folgt ein neuerlicher Wegweiser der in den Weg zur Bärenrast und in den Steig dorthin teilt. Natürlich nimmt man den Steig obwohl dieser wenig sympathisch durch einen lettigen Laubwald führt. Nach einer knappen halben Stunde wird der Parkplatz erreicht indem man den Steig ansteigend zur Lichtung weglos im Wald verläßt und damit abkürzt, oder ihn ausgeht und weiter oben im Wald nach einer Kehrtwendung am Steig zurückmarschiert.

Lindenkirche oberhalb des Klosters

Lindenkirche oberhalb des Klosters

Eine farbenprächtige, tolle Rundtour im sanften Teil des Karwendels die dem weniger extremen Bergsteiger gefallen dürfte, mit 1.540Hm in Summe zwar über dem Durchschnitt, jedoch als Tagestour leicht zu schaffen. Die Marschdauer des Verfassers betrug 5:41h und war als Trainingstour gedacht. Die Streckenlänge beträgt knapp 18km.

Kloster hoch über dem Tiefsten der Fahrstraße  nach Fiecht

Kloster hoch über dem Tiefsten der Fahrstraße nach Fiecht

Wer den Aufstieg über Felsen nicht unternehmen will verläßt die Naudersalm in Richtung Kaserjoch und steigt über den heutigen Normalweg auf die Rappenspitze und auf diesem auch wieder ab.

Abzweigung zum Parkplatz Bärenrast

Abzweigung zum Parkplatz Bärenrast

Wer die Rappenspitze nicht besteigen will kürzt die Zeit der Rundtour signifikant ab, weniger aber die Streckenlänge. Allerdings versäumt er auch einen Ausblick der nicht schnell in Vergessenheit gerät.

Mils, 29.10.2016

 

 

Rastkogl, 2,762m Rundtour von Innerst

Der fünfthöchste Gipfel der Tuxer Alpen nennt sich Rastkogel und er wird nicht nur von der Rastkogelhütte aus und von Lanersbach, sondern auch von Innerst am Weerberg aus über das Nurpenstal begangen.

Rastkogel, 2.767m

Rastkogel, 2.767m

Die Besteigung von Innerst aus ist die streckenmäßig längste, sie bietet vielfältige Eindrücke entlang der Almen und eignet sich für Bergsteiger, die keine extremen Anstiege und ausgesetzte Passagen bevorzugen. Der Rastkogel ist über diesen Anstieg als leicht einzustufen.

erste Sichtung des Zieles kurz vor der Stallenalm

erste Sichtung des Zieles kurz vor der Stallenalm

Der Anstieg vollzieht sich über knapp 1.500Hm von Innerst aus (Parkplatz EUR 3.-/Tag) beginnend auf 1.265m. Die Strecke führt über den Fahrweg ins Nurpenstal der bei der Hagelhütte auf rd. 2.100m endet. Dort beginnt ein markierter Steig auf das Nurpensjoch bis auf 2.530m.

bei der Hagelhütte auf 2.100m

bei der Hagelhütte auf 2.100m

Von dort führt der Steig am. bzw. auch knapp unterhalb des leichten Grates über die erste Steilstufe durch Blockwerk bis zur nächsten deutlicheren Gratausbildung, die leicht und ohne Schwierigkeiten zu begehen ist.

am Nurpensjoch auf  2.530m

am Nurpensjoch auf 2.530m

Nach dem zweiten Gratteil führt der Steig weiter zum Gipfelaufbau den bis zum Gipfel selber man durchwegs in Blockwerk begeht.

Grat zum Rastkogel

Grat zum Rastkogel

Der Gipfel präsentiert sich flach und von mehreren großen Schiefergneisplatten gebildet. Ein schönes mittelgroßes Gipfelkreuz ziert den tollen Aussichtsberg.
Das Gipfelbuch ist, wie meist bei vielbegangenen Gipfeln, nicht im besten Zustand, jedoch vernünftig beschreibbar.

Rastkogel gegen Olperer

Rastkogel gegen Olperer

Tolle Blicke tun sich auf.
Im Nordosten die Kette des Wilden Kaisers fast zum Greifen nahe.
In etwa auf 113° zeigt sich der Großglockner in knapp 75km Entfernung, rechts daneben der Großvenediger in 45km Entfernung und nochmals knapp rechts davon die Wildgerlosspitze sowie knapp daran die markante Reichenspitze.

ganz links hinten der dunkle Spitz ist der Großglockner bis hin zur Reichenspitze rechts die markante Felspyramide

links hinten der dunkle Spitz ist der Großglockner, dann der Großvenediger bis hin zur Reichenspitze rechts die markante dunkle Felspyramide

Im Süden der Stilluppspeicher mit dem Großen Löffler an der rechten Seite des Talendes und weiter südlich Floiten- und Hornspitzen.

tief unten der Stilluppspeicher, rechts neben dem Talabschluß der Große Löffler

tief unten der Stilluppspeicher, rechts neben dem Talabschluß der Große Löffler

Ganz im Süden Großer Möseler, Hoher Weißzint und Hochfeiler, bevor die wesentlich näheren Giganten von Hoher Riffler und Olperer den Abschluß bilden.

img_5155
Die Tour geht wieder auf das Nurpensjoch zurück und folgt der schwachen Gratausbildung bis zur Halslspitze. Alternativ kann man auch dem offiziellen Weg folgen und nicht zur Halslspitze aufsteigen. Man erreicht dann das Nafingjoch und kann von dort ins Nafingtal absteigen.

Abstieg vom Rastkogl

Abstieg vom Rastkogl

Schöner ist jedoch der kurze Aufstieg zur Halslspitze und weiter zur Vorderhalslspitze, die ein schönes Gipfelkreuz ziert. Von der Vorderhalslspitze kann man über einen – teilweise bei Schneelage nicht immer sichtbaren – Steig bis zur Nafingalm absteigen, oder, wenn man nicht immer einen Steig braucht und seinem Herz freien Lauf lassen kann, querfeldein zum selben Zielpunkt.

am Weg zur Halslspitze

am Weg zur Halslspitze

Der kurze Aufstieg zur Halslspitze hat sich gelohnt, er wurde durch die Sichtung eines Schneehasen belohnt. Auf der Flucht vor der Kamera konnte das stattliche Exemplar noch einmal beim Sprung aufgenommen werden; sein Körperbau zeugt von einem kräftigen Tier das den Winter sicher überstehen wird.

Schneehase auf der Halslspitze

Schneehase auf der Halslspitze

Der Weg talauswärts über die Weidenerhütte und die Almen (man kann der Schotterstraße folgen, oder aber – schöner wie der Autor dieses Berichtes findet – über die Almen absteigen) ist ein krönender Abschluß der Rundtour.

Vorderhalslspitze

Vorderhalslspitze

Am Ende trifft der Almenweg auch wieder mit der Schotterstraße zusammen, zweigt aber zum Schluß von diesem ab und führt in Richtung Parkplatz rechts ab, führt ins Tiefste am Eingang des Nurpentales, überquert den Bach und steigt jenseits davon über ca. 40Hm wieder zum Ausgangspunkt, dem Parkplatz Innerst auf.

Nafingalm

Nafingalm

Eine ungefährliche aber lange Tour, die sehr empfehlenswert auch im Herbst ist.
Am Nordhang ab der Hagelhütte bis zum Nurpensjoch liegt derzeit bereits viel Schnee und man muß sich die Route teilweise selber suchen. Die Hangneigung ist aber moderat genug, sodaß man auf den letzen ca. 100Hm im harten Schnee mit guten Bergschuhen auch seine Stufen einschlagen kann, ohne eines Steiges zu bedürfen.

Weidenerhütte

Weidenerhütte

Die gesamte Tour benötigt ca. 8 bis 9 Stunden mit moderaten Pausen. Die Aufstiegszeit des Autors war 3 Stunden und mit 1 1/2 Stunden Aufenthalt betrug die Gesamtgehzeit 8:06 Stunden.

Fiderissalm

Fiderissalm

Gesamt zeigte der Höhenmesser 1.640m Anstieg (incl. den kurzen Aufstiegen zur Halslspitze und zur Fiderissalm.

Hochsinnalm

Hochsinnalm

Die Streckenlänge mußte in Ermangelung einer AV-Karte von diesem Gebiet auf einer Wanderkarte nachgemessen werden und beträgt ca. 20km.

Mils, 28.10.2016

 

 

 

Hohe Munde, 2.662m über Westgrat

Imposant und freistehend aus dem Inntal herausgebildet steht die Hohe Munde mit ihren beiden unterschiedlich geformten Gipfeln mitten in der Landschaft. Durch den tiefen Einschnitt der Niederen Munde erscheint sie fast abgeschieden von der Mieminger Kette an deren östlichen Begrenzung.

Hohe Munde Westgipfel, 2.662m

Hohe Munde Westgipfel, 2.662m

Die Hohe Munde ist weiters von den umgebenden Gebirgsketten – im Norden das Wettersteingebirge, im Osten das Karwendel und gegen Süden über das Inntal von den Sellrainer und Kühtaier Ausläufern der Stubaier Alpen – völlig getrennt und steht, im Blick auf die umgebenden topographischen Verhältnisse,  im wahrsten Sinne des Wortes alleine mitten in der Landschaft.

ein toller Tag kündigt sich an

ein toller Tag kündigt sich an

Die isolierte Stellung der Hohen Munde macht sie daher zu einem besonderen Blickfang wenn man, in welche Richtung auch immer, das Inntal durchreist. Ein Berginteressierter kann sich beim Anblick einer gewissen Faszination, oder zumindest des Interesses an ihr nicht entziehen. Nicht ganz so extrem aus dem Nichts aufragend, wie beispielsweise der Kilimandscharo oder auch der Ararat, als abgesetztes Massiv aber doch unumgänglich anzuschauen steht sie monumental mit beidseitig breit ausladendem Rücken, zweier Flügel gleich, nördlich von Telfs, als ob sie mit dieser Haltung – die Stadt beschützend – jene vom Norden abgrenzen möchte. Natürlich ist sie viel niederer als die beiden vorgenannten berühmten Berge, aber sie ist nicht minder interessant, wenn auch leicht einzunehmen.

Adler Klettersteig

Adler Klettersteig

Dies vor allem über den interessanteren Westanstieg, der auch mit ein paar leichten Klettereien aufwarten kann, die den langen Anstieg am breiten Westrücken, der Himmelsleiter, willkommen unterbrechen.

das Ziel, Westgipfel Hohe Munde

das Ziel, Westgipfel Hohe Munde

Schon einmal scheiterte der Versuch die Hohe Munde bei föhnigem Herbstwetter zu ersteigen. Kein Jahr verging seitdem. Die Schande steckte noch tief drin den Geboten des nahenden Winters nicht nachzukommen und entsprechend Basisausrüstung dabei zu haben.
Diesmal war die Vorbereitung der Ausrüstung richtig und trotzdem passierte wieder ein ähnliches Missgeschick, Andi vergaß seine winddichte Jacke und es mußte die im Wagen vorhandene, unübersehbare Baustellenkleidung zur Substitution gegen den eisigen Wind herhalten.

auf der Niederen Munde, Zeit für bessere Kleidung

auf der Niederen Munde, Zeit für bessere Kleidung

Wieder machte uns der Föhn aus Südwesten den Anstieg am schutzlosen, von Unterholz völlig freien Westrücken den Anstieg schwer. Knapp unter der niederen Munde begannen die Windböen ihr anschiebendes Treiben und bereits am Sattel fanden wir uns in wenig überraschend tiefem Schnee, nachdem am Aufstieg vom Parkplatz vor dem Strassberghaus Windstille geherrscht hat. Eine ähnliche Situation wie sie oft am Lafatscher Joch anzutreffen ist, an diesem Tag auf der Niederen Munde mit heftigen Auswüchsen. Zusätzlich verwandelte der Schnee der letzten Tage die Tour im oberen Teil fast in eine Winterbegehung, die aus der an sich leichten Tour an zahlreichen Stellen eine schwierigere machte.

der klate Föhn fährt ins Gebein

der kalte Föhn fährt ins Gebein

Generell kann die Empfehlung ausgesprochen werden die Hohe Munde nicht bei kaltem herbstlichem Föhn zu besteigen. Am kahlen Westrücken gibt es keinerlei Erleichterung vor dem Wind, man ist im schutzlos ausgeliefert und zwar über die gesamte Strecke bis zum Gipfel, sieht man von der Durchquerung des Rauhen Tales ab, in dem wir – an diesem Tag zumindest – den Föhn kaum zu spüren hatten.

schutzlos vor dem Wind am Rücken bergauf

schutzlos vor dem Wind am Rücken bergauf

Wer an der Beschreibung des unteren Teils vor der Niederen Munde interessiert ist möge den Link zum Beitrag Hohe Munde – leider vereitelt lesen. Dieser Beitrag befaßt sich mit dem oberen Teil ab dem Sattel der Niederen Munde bis zum Westgipfel.

Ostwärts nach dem Sattel erstreckt sich zunächst ein welliger Rücken mit eigenartig angelegtem Steig, oder besser Steige zuhauf und die meisten markiert – die Wahl hier ist dem Unkundigen nicht immer schlüssig – zur ersten markanten Felsstufe, bei der letztlich alle Varianten zusammenführen.

Die Felsstufe ist mit einigen Markierungstangen versehen, was den Vorteil hat sie auch bei Schnee noch gut gefunden werden. An unserem Tag war bereits einiges an Schnee der vorausgegangenen Wetterstörung liegengeblieben, durch den heftigen Wind jedoch am Westrücken bis zum ersten Schartl hinauf nicht viel.

rutschige Flanke nach dem Schartl

rutschige Flanke nach dem Schartl

Spätestens nach dieser Felsstufe mußten wir Handschuhe, Mütze und Windstopper anlegen, der eisige Wind dürfte 60km/h deutlich überschritten haben und er blies konstant.
Andi war allzeit gut zu sehen. Die speziell dafür geschneiderte Warnkleidung tat aber auch ihre zweite Wirkung, er beklagte kein Kältegefühl und da der Wind Unterhaltungen erschwerte sowie der Gipfel anstelle einer Modeschau erklärtes Ziel war entstand auch kein großartiges Palaver darüber.

bei Schnee die besonders rutschige Steilfläche nach der Scharte

bei Schnee die besonders rutschige Steilfläche nach der Scharte

Mit der zunehmenden Schneelage vor der ersten leichten Kletterstelle stieg auch eine gewisse Gefahr durch den teilweise eisigen und daher rutschigen Untergrund deutlich an. Nach der verseilten und mit Klammern versehenen glatten Felspassage hinter der ersten markanten Scharte verloren die Tritte  deutlich an Verlässlichkeit auf einem Untergrund, der schneebedeckt und unterhalb aber auch teilweise eisig sich präsentierte. Speziell die ersten paar Minuten nach dem Ende des Seiles, in dem generell nicht sehr griff- und trittreich ausgebildeten Plattengelände mußten wir förmlich wie blind nach verlässlichem Halt suchen und nicht selten rutschte ebenso vorhandenes und nicht sichtbares Geröll bei Belastung noch nach. Diese Passage soll hier besonders erwähnt sein.
Mit dem Nachteil das Gelände ohne Schnee nicht zu kennen tasteten wir uns so bis zum wieder besser begehbaren oberen Teil des Rückens hinauf.

die kritischen Passagen oberhalb der Scharte

die kritischen Passagen oberhalb der Scharte

Oben angekommen wird das Gelände interessanter. Ein letzter kurzer Aufschwung führt auf die erste, leichte Gratpassage an deren Ende es auch schon in das sogenannte „Rauhe Tal“ hinabgeht.

Abwechslung am Gratstück

Abwechslung am Gratstück

Das Rauhe Tal ist eine karartig ausgebildete breite Mulde im Gratverlauf zwischen dem Westrücken und dem fast quer dazu stehenden Gipfelaufbau der Hohen Munde. Man durchschreitet es im Abstieg über ca. 90Hm und an seinem Ende wieder mit steilem Aufstieg auf Grathöhe, jedoch nicht wieder auf den Grat selber sondern an der Westflanke des Hauptmassives, um den scharfen, fast horizontalen Verbindungsgrat zwischen Westrücken und Hauptmassiv südseitig zu umgehen. Darüber gibt es zwei Fotos in der Galerie bei denen zu beachten ist, daß sie der Eindruck der Höhenverhältnisse und der Geländesteilheit nicht korrekt wiedergegeben werden und sie nur der Orientierung dienen.

hinab ins Rauhe Tal

hinab ins Rauhe Tal

Der Abstieg ins Rauhe Tal ist gut verseilt, teilweise, an kritischen Stellen wurden Klammern angebracht und der Abstieg erscheint nicht so tief wie angegeben. Mittig in der Durchquerung litt die Verseilung kürzlich durch einen massiven Felssturz, der das Seil abgeschlagen hat. In dieser Passage herrscht  jedoch normales Gehgelände wodurch keine Schwierigkeiten angetroffen wurden (später erfuhren wir am Abstieg, daß der Steig deshalb gesperrt ist).

die Westflanke gerade erreicht

die Westflanke gerade erreicht

Am anderen Ende des Rauhen Tales steigt man ein paar Meter in einer schluchtartigen Verschneidung einer Störzone hinauf, bevor der Aufstieg in der weiten Westflanke beginnt. Die Flanke ist steil und leichte Klettereien neben der Verseilung begleiten den gut 100Hm messenden Anstieg zum Gipfelgrat. In dieser Wand sind einige Stellen, die bei unseren Verhältnissen mit in dieser Höhe bereits an die 30cm Schnee nicht ganz einfach sind, aber auch keine besondere Herausforderung darstellen.

Andi mitten in der Westflanke

Andi mitten in der Westflanke

Oben, am Ausstieg aus der Wand, am beginnenden leicht steigenden Gipfelgrat gibt es nochmals eine Stelle an der man gut daran tut bei Schneelage mit beiden Händen das Seil zu verwenden. Das Gelände war dort wieder recht rutschig und die Nordabbrüche unmittelbar unterhalb des Steiges zwangen ebenso dazu.

 

die Verseilung ist hier im Winter sehr notwendig

die Verseilung ist hier im Winter sehr notwendig

Die restliche Strecke zum Gipfel vollzieht sich durchwegs am Grat dahin, das Gipfelkreuz steht nicht an der höchsten aber an der strategisch wichtigen Stelle.

Gipfelgrat zur Hohen Munde

Gipfelgrat zur Hohen Munde

Am Weg dorthin warteten schon eine gute Handvoll Bergdohlen, die ihre eindrucksvollen Startabdrücke im Pulverschnee hinterließen.

Dohlenstartplatz

Dohlenstartplatz

Der Wind hatte zum Glück seit dem ersten Gratstück stetig nachgelassen, aber trotzdem machten wir es uns auf der Leeseite im Osten des Gipfelkreuzes bei nahezu Windstille auf einem Balken des wahrscheinlich alten Gipfelkreuzes gemütlich und hatten unseren Spaß beim Zusammenwirken von Mut und Angst beim Füttern der Dohlen aus der Hand heraus.
Vom Parkplatz bis zum Gipfel hatten wir dreidreiviertel Stunden benötigt.

Manuel und Andi am Gipfel

Manuel und Andi am Gipfel

Trotz der vorhergesagten ausbleibenden Fernsicht für diesen Tag hatten wir Glück indem sich die Gipfel weit in den Osten ins Karwendel und auch passabel weit in den Westen klar abzeichneten. Die Sicht in den Süden hingegen war in der Tat deutlich schlechter.

die Granden des Karwendel im Winterkleid (Ödkarspitzen, Birkkarspitze und rechts Kaltwasserkarspitze)

die Granden des Karwendel im Winterkleid (Ödkarspitzen, Birkkarspitze und rechts Kaltwasserkarspitze)

Die Region um die höchsten Karwendelgipfel wird heuer wohl nicht mehr mit Sommerausrüstung begangen werden können, hier ergeben sich nun viele Wochen Ruhe, bevor man die Seekarspitze als Schitour unternimmt.

über den Ostgipfel auf Seefelderspitzen und Nordkette geschaut

über den Ostgipfel auf Seefelderspitzen und Nordkette geschaut

Der Ausblick auf das Zugspitzplatt und die Wetterstein Gipfel war phänomenal, und wenn man sich rundum zur Fernsicht drehte und nicht wüsste, daß man auf festem Fels stehe, könnte man für einen Moment glauben man säße in einem Ballon und stünde in den Lüften hoch über Telfs.
Für dieses Gefühl hat sich die Hohe Munde alleine schon gelohnt.

Dreitorspitzen

Dreitorspitzen

Den Ostgipfel und die Überschreitung wollten wir unter diesen Verhältnissen nicht unternehmen, dies Vorhaben wird einmal in eine Trainingstour im Frühsommer verpackt und vielleicht hier berichtet.

Mieminger Kette und das Zugspitzplatt

Mieminger Kette und das Zugspitzplatt

Am Abstieg stieg Manuel vor, Andi und der Verfasser rätselten über die beste Möglichkeit den Verbindungsgrat zwischen Westrücken und Westflanke zu begehen. Es scheint zu Beginn eine nicht ganz einfache Scharte zu geben, der Mittelteil erscheint einfach und die Schwierigkeiten dürften in der letzten Steilflanke des Absteiges, vor der Schartenverbindung mit der Westflanke zu liegen. Er erscheint aber generell machbar und da er uns schon im Aufstieg anzog wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis wir das Abenteuer nach weiterer Vorbereitung wagen werden.

Fütterung kecker Dohlen vertreibt Zeit am Gipfel

Fütterung kecker Dohlen vertreibt Zeit am Gipfel

Die Abstiegszeit soll durch die Umgehung im Rauhen Tal ebenfalls nicht unterschätzt werden. Wir mußten uns aufgrund der Schneelage in der Westflanke und auch auf dem zuvor als rutschig beschriebenen Hanges oberhalb der ersten Scharte mehr Zeit lassen als normal notwendig und so beendeten wir die Gesamttour in siebeneinhalb Stunden incl. aller Pausen (am Gipfel ca. 40min) und Umziehvorgänge.

ein paar Stellen mit Biss bei Schneelage

ein paar Stellen mit Biss bei Schneelage

Am Abstieg hatten wir noch das Glück ein Adlerpärchen zu sichten das in einer Höhe von weniger als 100m über uns hinwegzog, sowie, daß der Wind fast völlig zusammenbrach, unterhalb des ersten Felskopfes nach der Niederen Munde konnten Mütze und Handschuhe verstaut werden, trotzdem die Bewölkung von Westen her deutlich zuzog und über dem Lechtal Schauer zu beobachten waren.

Andi analysiert den Verbindungsgrat

Andi analysiert den Verbindungsgrat

Fast hätte und dann noch ein kleiner Guss erwischt, der sich aber nach einer guten Viertelstunde auflöste und sich weitgehend blauer Himmel auftat, als wir im Strassberghaus einkehrten, Manuel dort Schmarrn mit Bier genoss und alle von der Tour angetan waren.

vor der letzten Steilstufe angekommen

vor der letzten Steilstufe angekommen

Gesamt sind rd. 1.700Hm laut Höhenmesser und rd. 13km zu bewältigen. Die Aufstiegszeit wird mit vier bis viereinhalb Stunden ab den Parkplätzen angegeben.

Mils, 23.10.2016