Einer der wenigen Berge, die als Tagestour auf über 3.500 m führen stellt gleichzeitig den höchsten Gipfel der Zillertaler Alpen dar – der Hochfeiler. Zugänglich als Tagestour auf dem Normalweg ist er von Westen, vom Pfitschertal aus und über einen sehr langen Zustieg vom Neves-Stausee aus über die Edelrauthütte und den Pockshornsattel. Vom Osten, vom Schlegeiskees und Furtschaglhaus aus, kann der Klassiker an schwerer Schi-/Eistour über die Hochfeiler Nordwand begangen werden. Der Übergang zum Hochferner ist über den Grüngrat möglich.
Als Tagestour wird der Hochfeiler sehr häufig unternommen, sodaß zu den Bildern des Begehungsberichtes vor allem im Gipfelbereich viele Besucher zu sehen sind. Der Steig ist einfach, erfolgt über Gehgelände und die wenigen Stellen, die zur Überwindung die Hände erfordern, stellen keinerlei Anforderung an Kletterfertigkeiten dar. Interessant für den Naturbeobachter ist der geologische Aufbau des Hochfeilers, der sich im sogenannten Tauernfenster befindet.

Tuxerkamm links, Greinerkamm rechts, beide aus dem hellgrauen Zillertal-Kristallin, im Vordergrund Hochferner und Hochsteller gebildet aus Bündnerschiefer der Glocknerdecke, Schlegeisspeicher in der Tiefe
In diesem „Fenster“ kommen zwei geologisch tiefere Gesteine zur Oberfläche, weil die sie überlagernden Gesteine abgetragen wurden. Die zum Vorschein gekommenen Gesteine sind solche aus der Oberen Schieferhülle sowie jene der Unteren Schieferhülle und Zentralgneise. Im Bericht wird punktuell darauf eingegangen.
Die berühmte „dritte Kehre“ der Schotterstraße auf das Pfitscherjoch im Ortsgebiet des Weilers Stein (Gemeinde Pfitsch), der letzten Ortschaft im Pfitschertal bildet den Ausgangspunkt für die Bergtour auf den Hochfeiler. Im Sommer ist diese Kurve bis weit hinunter auf den kleinen Ausweichen und Waldstücken völlig verparkt, so groß der Ansturm auf den interessanten Gipfel. Ein paar Gehzeit Minuten unterhalb der Kurve erheischte der Autor noch einen Parkplatz an einer kleinen Ausweichfläche im Wald. Bereits um 7:20 Uhr waren alle verfügbaren Parkplätze und Waldnischen völlig ausgelastet und sogar an der zweiten Kehre parkten Fahrzeuge.
Der Steig beginnt an einem kurzen Fahrweg, der weiter im Hang tot endet. Die ersten Minuten steigt man ab, um den tief eingeschnittenen Oberbergbach zu überqueren. Er entwässert die Nordseite des Hochfeilermassivs, den Griesferner am Hochferner sowie die Nordseite des Tals, die Rotbachlspitze bis zur Haupenhöhe und entspringt unterhalb der Griesscharte.
Entsprechend groß ist der Wildbach in der Schlucht an der Überquerung, die auf einer hohen Holzbrücke vorgenommen wird. Dahinter setzt der Steig auf die sogenannte Wiener Neustadt an, die ein Holzstadeldorf[1] auf 1.800 m Seehöhe darstellt und die der Steig streift. Um die Holzhütten zu sehen, muß man 20 m in Richtung Westen gehen (am Weg ins Glidertal) und man steht mitten unter ihnen.
Die sonderbare Namensgebung hängt mit dem Bau der Wiener Hütte im Glidertal zusammen, das 1881 vom Österreichischen Touristenclub errichtet wurde und 1967 einer Lawine zum Opfer fiel. Die Holzstadel sind leider vom Verfall gezeichnet und werden dieses Schicksal leider weiter tragen müssen. Seit dem Bericht im Erker, siehe Fußnote, hat sich nichts in Richtung Erhaltung getan.
Oberhalb der Holzhütten führt der Steig auf die steilen Bergmähder, die nicht mehr bewirtschaftet werden und zusehends verbuschen. Von ihnen wurde früher das Heu in die Holzstadel gebracht, um es im Winter zuerst zur Pfitscherjochstraße am Buckel zu tragen, dann mit dem Hornschlitten zu Tal zu bringen. Der Steig befand sich wohl gepflegt durch links und rechts gemähte Streifen, sodaß die dort aufgrund der Feuchtigkeit und vormittäglicher Beschattung üppige Vegetation aus hohen Gräsern und Blattgewächsen ferngehalten wurde.

Blick ins Glidertal mit dem tief eingeschnittenen Gliderbach; hinten das abgerundete Röteck und P. 2.957 m
Nachdem der Steig die 2000 m Marke überstiegen hat und vom Tiefpunkt am Oberbergbach 300 Hm zurückgelegt wurden, zieht er unter moderater Steigung gegen Südosten in das Glidertal hinein. Die Wasserrunsen und -einschnitte vom Gamsstetten herab sind auf dieser Strecke Abschnitte, bei denen es mit Ab und Auf über kleine Brücken in gewisser Weise mit Abwechslung taleinwärts geht.
An den größeren Einschnitten können dabei die dunklen Gesteine der Bündnerschiefergruppe getrachtet werden, deren Schiefereigenschaften auch den enormen Hang hinab zum Gliderbach dominiert.
Begleitet wird der Steig bis auf etwa 2.150 m hinauf von Buschwerk und vereinzelten Lärchen, die sich in den Lawinenhängen auf günstigem Platz halten konnten. Das Schmalblättrige Weidenröschen als Pionierpflanze gedeiht auf Fels- und Blockschutt und ist konstant neben dem Steig bis zur Baumgrenze zu finden.
Imposant ist ein Wasserlauf, der vom Gipfelbereich des Blauen Kofels herunterzieht. Im völlig ausgewaschenen Bett kann die Schieferstruktur des Grundgesteins in dieser Höhenstufe sehr gut erkannt werden. Es handelt sich um Gesteine der Unteren Schieferhülle, Kalkschiefer, Tonschiefer, Phyllit, Kalkglimmerschiefer und Quarzit sowie Amphibolit und Prasinit. Die Namensgebung des Blauen Kofels hängt direkt mit den Kalk- und Tonschiefern aus denen er gebaut ist, zusammen. Diese Gesteine stellen die Vertreter der Glocknerdecke dar und die erste Gruppe davon begleitet den Steig weiter oben wieder.
Am Roten Beil gegenüber im Glidertal (die Literatur ist sich nicht einig, ob Gliedertal oder Glidertal) kann sehr gut die Schiefergestalt erkennt werden und an seinen Abhängen der Höchststand der Vergletscherung, der etwa 100 m unterhalb ansetzt. Mit einer ausgedehnten, flacheren Bergwiese unterhalb des Blauen Kofels mit der Flurbezeichnung „Platte“ schließt der schattige Aufstieg am Sommervormittag ab. Hier wechselt die Geologie schlagartig und das sieht man auch. Plötzlich, nach einer Wegbiegung mit schärfer ausgebildeten Felsen über und unter dem Steig, werden Gesteine erblickt, die der Seidlwinkel-Modereck-Decke angehören.
Es handelt sich bei diesem Gestein um Arkosegneis und der dunkelblaue bis schwarze Kalk- und Tonschiefer ist verschwunden. Allerdings ist dieser Keil an Gesteinen nur von kurzer Ausdehnung und die Schiefer dominieren nach etwa 200 m Weg wieder. Diese Gesteine sind aber nun solche der Wolfendorn-Decke, Quarzit, Arkosegneis, Marmor, Phyllit mit Granat, und Quarz und diese Decke und die Gesteine herrschen bis zum Gipfel des Hochfeilers vor.
Der Blick nach Osten eröffnet erstmals seit dem Parkplatz die Sicht auf das Tagesziel, dem Hochfeiler. Etwas rechts darunter die Hochfeilerhütte mit dem Grat vom Niederen Weißzint zum Hohen Weißzint im Hintergrund.

hinter dem Bacheinschnitt zieht die Wolfendorn-Decke mit Quarzit,
Arkosegneis, Marmor und Phyllit bergwärts; teilweise findet man Granat
Der Weg führt an dieser Flanke zwischen Blauer Kogel und Filtuidenkogel bereits schon leicht abwärts in eine ausgeprägte Mulde an deren rechter Begrenzung die eindrucksvoll hohe Seitenmoräne des Gliderferners zu sehen ist. An ihr kann der Gletscherhöchststand ersehen werden.
Nach der Mulde führt der Steig in mehreren Serpentinen auf der Rippe, der nun bis auf über die 3.000er Marke gefolgt wird, steil nach oben. Diese Rippe stellt die Deckengrenze dar und man kann diese leicht an der sich weiter oben ausprägenden hohen Felsstufe hinab zum Gliderferner erkennen. Im Anstieg auf die Rippe trifft man auf granatführenden Glimmerschiefer neben dem Steig.

gegenüber im Glidertal der Zillertaler Hauptkamm mit Hochwart, Pockshorn und Niederem Weißzint; unterhalb die Seitenmoräne auf beiden Talseiten sichtbar
Am Ende der Serpentinenstrecke führt der Steig neben den Resten der Fundamentierung der ehemaligen Wiener Hütte vorbei, bei der die bergseitige Rückwand noch deutlich zu erkennen ist. Etwas weiter unterhalb dieser Stelle könnte der Umweg zur Hochfeilerhütte eingeschlagen werden, doch zuerst der Gipfel, dann die Labung. Im Gletscherbecken unten kann nochmals die Seitenmoräne betrachtet werden sowie ihre Gegenseite unterhalb des Hochwart, dessen Gletscherkar nahezu vollständig ausgeapert ist.
Steil führt der Steig bergan wobei die Ausprägung der Rippe durch den Abbruch im Aufstieg rechts immer deutlicher wird. Der schiefrig plattige Charakter der Karbonatgesteine der Wolfendorndecke findet sich in freigelegten Partien am Aufstieg über die Serpentinen, knapp unterhalb der Fundamente der ehemaligen Wiener Hütte.
Eine weitere Viertelstunde nach der dahingerafften Hütte führt der Steig an die Kante der Felsrippe heran, bei der über eine Scharte zur Hochfeilerhütte abgestiegen werden kann. Diese Scharte wird am Rückweg zur Einkehr begangen. Seilsicherungen beruhigen den nicht Versierten am Abstieg.
Der weitere Steigverlauf findet mit großen Abstand zur Felskante statt, die Begehung der Kante ist jedoch von schönen Blicken auf den Gliderferner und die Talgegenseite gekrönt und wurde an markanten und leicht begehbaren Abschnitten vom Autor gewählt.

nördlich gegenüber der Kamm zum Hochferner mit braunem Bündnerschiefer (Kalk-, Ton- und Glimmerschiefer sowie Phyllit
Die Gesteinsformen am Aufstieg sind beeindruckend, neben dem vorherrschenden geschichteten, plattigen Fels gibt es auch gletschergeschliffene Kalksteinoberflächen, die von einer langen Vergletscherung zeugen.
Ins Gletscherbecken hinabgeblickt präsentiert sich der Gliderferner zunächst als wenig spaltenreicher Gletscher, die folgende Steilstufe am Gletscher zeigte seine erwartete zerfurchte Oberfläche weiter oben eindrucksvoll.
Das lange Gratstück, entweder nahe der Gratkante oder in der nordwestlich ausgeprägten Mulde zieht schier endlos gegen den Gipfel. Zeitweise ist der von der Gratkante aus zu sehen, bis zum nächsten Hochpunkt jedoch meist nicht. Eine ganze Stunde nimmt der Aufstieg auf der langen Gratrippe von der Scharte zur Hochfeilerhütte bis zum Hochpunkt in Anspruch.

Blick auf den Gliderferner mit Hohem Weißzint und links die Trennung von Zillertal-Kristallin und Hochstegen-Formation
Der Lichtblick einer Geländeveränderung wird am Hochpunkt auf etwa 3.175 m wahrgenommen. Ein Steinmann bezeichnet den Hochpunkt, von dem aus der Gipfelbereich und der Großteil des restlichen Aufstiegs von 325 Hm eingesehen werden können. Von dort zieht der Steig über die steiler werdende Flanke auf die Grathöhe, die etwa parallel zur bisherigen Anstiegsrichtung verläuft, zum Gipfel hinauf.
Wohltuend fühlen sich auch ein paar Dutzend Meter am Steig an, die flach, ja fast abschüssig zu begehen sind, bevor der Steig in die Flanke des Gipfelgrats eintaucht. Dort besteht ein imposanter Blick besteht auf den Grat vom Hochfeiler zum Hohen Weißzint, hoch über dem Gliderferner.
Diese Strecke verläuft auf der eindrucksvollen Grenze von kristallinem Gestein und sedimentären Gestein. Die Unterschiedlichkeit der beiden Gesteine ist in Form, Farbe und äußerlichen Eigenschaften dermaßen drastisch, sodaß sie jedermann leicht erkennt.
Wer sich daran erfreuen kann, dem seien hierzu mitgegeben, daß die Genese (Entstehung) der beiden Gesteinsarten völlig unterschiedlich verlaufen ist, sodaß dieser Zwangspaarung noch ein eindrucksvollerer Stellenwert eingeräumt wird. Das aufliegende Gestein, der dunkle, stark geschieferte (mylonitisch?) Gneis mit hellbraunen Bändern von Quarzit wird der „Unteren Eisbrugg-Lamelle“[2] zugeordnet.

knapp nach der Schulter; oberlagernd Gneis mit hellbraunen Bändern von Quarzit (Untere Eisbrugg-Lamelle), unterlagernd Hochstegen-Formation, Hochstegenmarmor
Der Eisbrugg ist ein Berg etwa 4 km südlicher, an dem die dort sehr mächtige Lamelle untersucht und benannt wurde. Das Ausgangsgestein, vorwiegend zu Schutt und grobem Sand verwittertem Granit, wurde in der Zeit der Trias vor etwa 220 Ma[3] unter hoher Temperatur (mehrere Hundert Grad) in etwa in 20 km Tiefe der Kontinentalen Kruste gebildet, später sehr langsam durch Rekristallisation zu Gneis umgewandelt (metamorphes Gestein) und bei der Alpenbildung vor 30 bis 50 Ma aufgerichtet.

diese Trennfläche setzt sich bis zum Gipfelbereich fort und liegt dort einige Zehnermeter unterhalb des Gipfelkreuzes
Die darunterliegende Gesteinsgruppe, die Hochstegen-Formation, sichtbar durch den dort anstehenden Hochstegenmarmor, wurde im Jura in der Zeitstufe des Oxfordium (etwa vor 155 bis 161 Ma) ebenfalls in der Tiefe der Kontinentalen Kruste unter hohem Druck durch Rekristallisation von Kalkstein gebildet und im Zuge der Alpenbildung wie oben aufgerichtet.

Schuttflanke zur Oberen Eisbrugg-Lamelle, die von Sedimentgestein aufgebaut ist; daher die unterschiedlichen Gesteine in der Flanke
Interessant dabei ist, daß dieses jüngere Gestein unter dem älteren liegt. Dieses Phänomen erfolgte im Zuge der Alpenbildung durch Überschiebung von älteren Gesteinen auf jüngere. Die Hochstegen-Formation streicht (sichtbar bei Verfolgung der Oberkante gegen den Gipfel) an der Flanke des Hochfeilers aus, die erreicht den Gipfel nicht, auch wenn am Gipfel wieder Kalkmarmor zu sehen ist!
Zunächst führt der Anstieg aber weiter über die Schuttflanke der Unteren Eisbrugg-Lamelle, die gespickt ist von Hangschutt der darüberliegenden (bis zur Grathöhe) Formation, die wiederum aus Sedimentgestein gebildet wird. Daher erklären sich die unterschiedlichen Formen und Farben des Schutts am Steig.

eindrucksvolle Ansicht der Gesteinsbänder zum Hochfeilergipfel; die hellen und dunklen Marmore darüber und darunter bilden die Aigerbach-Formation die den Gipfel bilden, darunter Metasedimente und wieder darunter die Untere Eisbrugg-Lamelle; die Hochstegen-Formation liegt tiefer und ist hier nicht mehr sichtbar
Durch die Flanke schlängelt sich der Steig auf die Grathöhe, bei deren Überstieg kurz mit den Händen mitgeholfen wird, eine kleine Felsstufe zu überwinden. Ab dieser Stufe befindet man sich am Gipfelgrat und den Gipfelbereich des Hochfeilers bilden Gesteine der Aigerbach-Formation, die in den Vorerkundungen zum Brenner Basistunnel[4] beschrieben sind und zwar großteils die Kalk- und Dolomitmarmore dieser Formation.

Ansicht der Nordwestflanke des Gipfelaufbaus des Hochfeilers; dunkle Schiefer und heller Marmor vor dem Gletschereis und den hellen Quarzitbändern am Hochferner mit braunen Bündnerschiefern
Dem kurzen Felsüberstieg folgt eine kurzer flache Gratstrecke, bevor der nächste Aufschwung zum eher flach beginnenden Gipfelgrat überleitet. Linker Hand besteht zum erstem Mal der direkte Blick auf den Weißkarferner, sollte man ihn weit unten am Eck, an dem das Tal sich nach Osten wendet und der Steig ein kurzes Stück durch die felsige Seidelwinkel-Modereck-Formation führt, nicht erwischt haben.
Sein Verlauf hinab ins Glidertal ist heute ein trauriger Anblick geworden, wenn man das gesamte Gletscherbecken ins Kalkül nimmt. Der Sturzbach, der sich aus dem geschrumpften Ferner ergießt, erreichte am Nachmittag beim Abstieg außerordentliche Dimensionen, verglichen mit der Größe beim Aufstieg am frühen Vormittag.
Im Hintergrund des Weißkarferners baut sich der mächtige Hochferner auf und im Vordergrund zeichnet sich eindrucksvoll die weißlich helle Marmorflanke hinter den dunkelblauen Schiefergneisen des Gipfelgrats des Hochfeilers ab. In den Mischungen dieser Gesteine erfolgt der Schlußanstieg am Grat auf den Hochfeiler.
Am nächsten, letzten Felskopf (P. 3.373 m) vor dem Gipfel öffnet die rechte Talseite die atemberaubende Ansicht des kompletten Gliderferners mit seinen Spaltenzonen auf konvex gekrümmten Abschnitten.
Mit phantastischen Farben und Formen führt der etwas schmalere Grat weiter gegen den Gipfelbereich. Durch die zwischengeschalteten weicheren Gesteine in dieser Gesteinsformation (vergl. Beschreibung[5] der Gesteine der Aigerbach-Formation) verwittern die Marmore wesentlich langsamer, welches diese aus dem Boden herausarbeitet und sie als Plattenschichten am Steig erscheinen läßt. Das Plateau und Teile des Steigs am Grat zeigen eine sandige, fast pulverig erscheinende Auflage von Verwitterungsprodukten dieser weichen Gesteinsanteile.
Auf den letzten etwa 100 Hm des Anstiegs zum Hochfeiler mischen sich Bänder von Schiefergneisen (hellgrau) und Phylliten (dunkelgrau) unter die Marmore, die bis in den Gipfelbereich erhalten bleiben. Im südlichen Gipfelbereich können während der Gipfelrast große Blöcke von weißlich hell bis dunkelgrauen Marmoren mit gekrümmter Struktur studiert werden, die auf eine bewegte Entstehung hindeuten und die man dort nicht vermuten würde.
Vom Hochfeiler genießt man einen herrlichen Weitblick. Seine Dominanz beträgt 50 km, die Referenz ist dabei der Großvenediger und wenn man weitere Berge in diesem Radius sucht, die es mit ihm aufnehmen können, dann ist es das Zuckerhütl, der höchste Berg der Stubaier Alpen, der um 1 m niedriger ist (TIRIS) bzw. 2 m (Austrian Map BEV).

Blick auf das Schlegeiskees und den Zillertaler-Hauptkamm mit seinen nordwestlich abzweigenden Teilgraten
Um eine Größenordnung der Dimension seiner Dominanz zu geben sei erwähnt, daß vom Hochfeiler aus mehr als 4.000 Berge sichtbar sind. Diese beeindruckende Zahl versteht sich freilich nicht auf die optische Erkennung mit freiem Auge bei jeder denkbaren Wettersituation sondern die mit der App Peakfinder mathematisch nachvollziehbare. Dennoch gibt sie Auskunft über die gigantische Freistellung des Gipfels des Hochfeilers.

Weißkarferner mit Hochferner und im Hintergrund der Tuxer Kamm mit Hoher Wand, Sagwandspitze, Schrammacher, Fußstein, Olperer, Gefrorene Wand Spitze, Hoher Riffler und Realspitze; in der Tiefe der Schlegeis Stausee
Der zähe granitische Kern des Zillertaler Hauptkamms kann vom Hochfeiler aus auch wunderbar nachvollzogen werden, betrachtet man nur das Herauswachsen der scharfen Gratverbindung aus der Basis des Gebirges vom Röteck oberhalb des Gliderferners, über Niederen und Hohen Weißzint im Südosten zum Großen Möseler im Nordosten.

Fortsetzung des Tuxer Kamms mit Rosskopf, Nestspitze und Grinbergspitzen in linker Bildhälfte, rechte Bildhälfte Greinerkamm mit Kleinem und Großem Greiner, dem rotbraun gefärbten Schönbichler Horn und der Furtschaglspitze; etwa in der symmetrischen Bildmitte das Furtschaglhaus
Widerstandsfähiger Granit bildet dort spitze Grate und steile Flanken, die sich zu noch vorhandenen und ehemaligen Gletscherfeldern senken, deutlich zu sehen oberhalb von Schlegeis- und Furtschaglkees.

Zillertaler Hauptkamm mit Hohem Weißzint, Breitnock, Möselekopf, Kleiner und Großer Möseler, 3. Hornspitze (Berliner Spitze) Großer Löffler, Schwarzenstein und links des Gr. Mö. der Große und Kleine Mörchner, in der Ferne die Reichenspitzgruppe in der Ferne
In der Ferne, rechts neben dem Großen Möseler erheben sich der Große Löffler, etwas näher der Schwarzenstein und noch näher am Großen Möseler der Turnerkamp im granitischen Kern des Hauptkamms. Tiefer liegend links des Turnerkamps liegt die Dritte Hornspitze, oder auch Berliner Spitze genannt.

eindrucksvoll die verschiedenen Gesteinsarten am Gipfel des Hochfeilers; in der Ferne Hoher und Niederer Weißzint dahinter der Hochgrubbachkamm mit der gleichnamigen Spitze und dem Graunock in d. rechten Bildhälfte
Links des Großen Möselers findet sich die Reichenspitzgruppe mit der selben sowie der Wildgerlosspitze und dem Kuchelmooskopf. Diese Gruppe beendet den Zillertaler Hauptkamm bzw. die Zillertaler Alpen im Nordosten.
Gegen Südwesten besteht der Blick zu den Sextner Dolomiten auf die beiden hohen der Drei Zinnen in 59 km Entfernung sowie auf die Hohe Gaisl. Weiters zeichnet sich der Monte Cristallo und der Grubbachkamm sowie die Pfunderer Berge ab und in mehr als 50 km Entfernung die verschiedenen südwestlich gelegenen Dolomitenstöcke.

Blick Südwest auf Wurmaulkamm im Vordergrund mit Wurmaulspitze und Ribigenspitze unter der Wolke sowie der Plattspitzkamm im Hintergrund mit der Wilden Kreuzspitze
Weiter im Südwesten markiert die Wilde Kreuzspitze den Ausgangspunkt der westlichen Zillertaler Alpen sowie links hinter ihr in 103 km Entfernung der Monte Cevedale in der Ortler Gruppe, deren Namensgeber rechts der Wilden Kreuzspitze zu finden ist.

Wilde Kreuzspitze im Wolkenschatten, rechts davon die Grabspitze mit dem Roten Beil im Vordergrund, Talfurche des Pfitschertals, Tuxer-Kamm mit Wolfendorn und Wildseespitze, dahinter Ötztaler und Stubaier Alpen; im Vordergrund der Filutidenkopf und der Blaue Kofel sowie der Hintere Weißspitz
Im Vordergrund zieht die Rippe vom Glidertal herauf auf den Gipfel des Hochfeilers wobei die Ansicht in die Tiefe eindrucksvoll die verschiedenen Gesteine öffnet. Links bilden die Kalk- und Marmorgesteine der Hochstegenzone die nahezu senkrechte Wand, den Rücken bilden die Gesteine der Unteren Eisbrugg-Lamelle.

hinterer Weißspitz vor dem Kraxentrager im entfernten Tuxer Kamm, Hohe Wand unter Wolkenschatten, Sagwandspitze, Schrammacher, Fußstein und Olperer
Rechts (nördlich) des Weißkarferners erscheint der Kamm des Hochfeilers, der nach Westen stark abfällt, mit gänzlich anderer, brauner Farbe zur restlichen Umgebung. Es handelt sich hierbei um Gesteine der Glockner-Decke, den Bündnerschiefer.
Hinter dem Hochferner in seinem Norden zieht der Tuxer Kamm der Zillertaler Apen nahezu parallel zum Hauptkamm von Südwest nach Nordost. Er trägt als höchsten Gipfel den Olperer, der um 33 m niedriger ist als der Hochfeiler.
Dieser Kamm wird ab dem Wolfendorn, welcher den Beginn des Nordtiroler Teils des Tuxerkamms im Westen bildet und im Südtiroler Teil Verlauf bis zu ihm aus Bündnerschiefer der Glockner-Decke sowie aus Kalkmarmoren der Venediger-Decke besteht, ebenfalls aus dem Zillertaler Kristallin gebildet. Im Südwesten ist dies der Tuxer Kristallinkern, im Nordosten der Ahornkern.

Gesamtüberblick über den östlichen Tuxerkamm; Schlegeisspeicher in der Tiefe und beginnender Greinerkamm rechts
Bemerkenswert an den Zillertaler Alpen ist die Tatsache, daß sich die Hochstegenzone[6] mit dem typischen Sedimentgestein Kalk, der zu Marmor umgewandelt wurde, von der Typlokalität (typisches örtliches Vorkommen nach dem die Gesteinseinheit benannt wird) Hochstegen bei Mayrhofen sowohl nach Osten weit über den Brandberger Kolm hinaus, als auch in den Westen bis über den Wolfendorn hinaus erstreckt.

Großer Möseler (4,7 km) mit links der Reichenspitzgruppe (34,5 km) über dem Großen Mörchner (12,3 km) und rechts die Venedigergruppe (49,3 km) über dem Turnerkamp (6,6 km)
Die Länge der Hochstegenzone beträgt annähernd 60 km und läßt sich in der Grafik des zitierten Beitrags von Frisch nachverfolgen. Allerdings muß auch erwähnt werden, daß die Kalkmarmore nicht die einzigen Gesteine der Hochstegenzone bilden, Dolomitmarmore, Quarzite und Phyllite kommen ebenfalls in ihr vor.

wechselfarbene Marmore der Aigerbach-Formation (obertriassisch ~ 237–227 Ma); durch die Alpenauffaltung wurden die Sedimente teilweise stark verformt
Nach diesem landschaftlich äußerst beeindruckenden und geologisch spannenden Rundblick am Hochfeiler ist ein langer Abstieg angesagt, der selbstredend mit einer Unterbrechung auf der Hochfeilerhütte durchgeführt wurde. Ein Hüttenbesuch am Abstieg gehört stets zu einer erfolgreichen Erkundung des Gebietes.

im Vordergrund der Hochferner, hinten Tuxerkamm mit Schrammacher, Alpeiner Scharte, Fußstein und Olperer, dahinter das Karwendel
Anm.: In der Bildergalerie befinden sich weitere Detailbilder von umliegenden Bergen, siehe dort beispielsweise den Hochgall der Rieserfernergruppe
Vom Gipfel beträgt die Abstiegszeit zur Hochfeilerhütte bei zügigem Schritt etwa eine Stunde und am Weg können die Gesteinsarten nahe der Rippenkante nochmals sehr gut betrachtet werden.
Ein kleiner Schutthügel im Osten der Hochfeilerhütte, auf dem ein kleines Gipfelkreuz errichtet wurde, stellt eine Seitenmoräne des ehemaligen Gliderferners dar. Diese muß aus einer Eiszeit stammen, denn die Seitenmoräne des Gletscherhöchststandes zu 1850 liegt etwa 80 m tiefer.

Hochstegenformation von der Hochfeilerhütte aus gesehen: ockerfarbene Kalkmarmore und Kalkphyllite, darüber helle Marmore
Die heutige Hochfeilerhütte wurde im Jahr 1986 auf 2.715 m errichtet. Sie ersetzt die alte Hochfeilerhütte, die sogenannte Wiener Hütte, errichtet 1881, die 1967 wahrscheinlich durch einen Lawinenabgang zerstört wurde. Sie stand auf einer Höhe von 2.665 m. Von den noch sichtbaren Fundamenten der ehemaligen Hütte befindet sich die heutige Hochfeilerhütte 618 m Richtung Ostsüdost entfernt, etwa 50 m höher gelegen, unterhalb der langen Felsrippe zum Gipfel, die durch die geologischen Decken gebildet wurde.
Das Tagesangebot der Hochfeilerhütte lautete Graukasspatzeln und mußte als wenig oft erhältliche traditionelle Speise nicht nur unbedingt probiert, sondern muß auch unbedingt empfohlen werden. Ein Bier dazu rundet die Stärkung zum Abschlußerlebnis auf den Hochfeiler ab, wenn vom ebenfalls erbaulichen Abstieg ins Tal abgesehen wird.
Der Abstieg in der Nachmittagssonne bietet nochmals bärige Ausblicke auf die Umrahmung des Glidertals mit den verschiedenen Gesteinsarten, links die granitischen hell- bis dunkelgrauen Granite und Diorite des Zillertaler Kristallinkerns, rechts die braunen Bündnerschiefer der Glockner-Decke.
Wer am Vormittag im Aufstieg aufmerksam die Ausprägung des Gletscherbachs vom Weißkarferner herab betrachtet, dem wird am Sommernachmittag beim Abstieg die erschreckende Anschwellung des Bachs bewußt. Der Bach führt am Nachmittag mindestens die doppelte Menge an Schmelzwasser verglichen mit dem frühen Vormittag.
Die atemberaubende und für die als Tagestour erreichbare Höhe der Bergtour auf den Hochfeiler benötigte 9 Stunden incl. Aller Pausen und die Hütteneinkehr (ca. 1 Stunde). Beeindruckend ist der Aufstieg, 1.820 Hm müssen dabei zurückgelegt werden.

Felsabbruch an der Deckengrenze der Seidelwinkel-Modereckdecke mit der Glocknerdecke rechts mit Steig
Die Höhe des Gipfels ist nicht zu unterschätzen, ab der 3.000 m Marke macht sich der Aufstieg in der Steiggeschwindigkeit bemerkbar und sollte in der Planung beachtet werden. Ein früher Start ist daher nicht nur wegen der Parkplatznot im Hochsommer zu beachten. Die gemütliche Variante wäre die Nächtigung in der Hochfeilerhütte.
Mils, 15.08.2026
[1] Der Erker: Südtiroler Monatsmagazin, Ausgabe 09/2016, in: Der Erker, 2016, https://issuu.com/archiv09-14/docs/erker_09_2016 (12.09.2026).
[2] Mathias Oehlke/Matthias Weger/Bernd Lammerer, The “Hochfeiler Duplex” ‐ Imbrication Tectonics in the SW Tauern Window, in: Abhandlungen der Geologischen Bundesanstalt 49, 1993, 107–124.
[3] Ma = Millionen Jahre
[4] Rainer Brandner/Franz Reiter/Andreas Töchterle, Überblick zu den Ergebnissen der geologischen Vorerkundung für den Brenner-Basistunnel, in: Geo.Alp 5, 2008, 165–174.
[5] Brandner/Reiter/Töchterle, Überblick zu den Ergebnissen der geologischen Vorerkundung für den Brenner-Basistunnel (wie Anm. 4).
[6] Wolfgang Frisch, Die stratigraphisch-tektonische Gliederung der Schieferhülle und die Entwicklung des penninischen Raumes im westlichen Tauernfenster (Gebiet Brenner‐Gerlospaß), in: Mitteilungen der Geologischen Gesellschaft in Wien 66‐67, 1974, 9–20.
- Parkstreifen unterhalb der 3. Kehre auf der Pfitscherjoch Straße
- erster Blick auf das Röteck im Glidertal
- Oberbergbach von der Griesscharte herab
- bäriger Blick auf den bereits besonnten Tuxerkamm; in Bildmitte der Wolfendorn
- mitten in den langsam verfallenden Heustadeln der „Wiener Neustadt“
- Blick auf das Pfitschertal mit dem Tuxerkamm
- Kraxentrager, Kluppen und Hohe Wand im Tuxerkamm
- Blick ins Glidertal mit dem tief eingeschnittenen Glliderbach
- an der westlichen Talseite Pletzenspitz und Rotes Beil
- der Steig zur Hochfeilerhütte schneidet den Hang vom Blauen Kofel herab und führt über einige Einschnitte mäßig Steil bergauf
- einzelne Rippen von Amphibolit am Weg; am Wegesrand das Schmalblättrige Weidenröschen
- Bacheinschnitt vom Blauen Kofel herunter mit Kalkschiefer, Tonschiefer, Phyllit
- Blick den Bacheinschnitt zum Blauen Kofel mit freigelegten Kalkschiefern, Tonschiefern und Phyllit
- auf der „Platte“ vor dem Wechsel der Deckeneinheit
- Rückblick auf den Tuxerkamm vom Wolfendorn über Kraxentrager und Hohe Wand sowie Schrammacher
- Glimmerschiefer mit verwittertem Granat (Kaserer Serie)
- Aufstieg nach dem Deckenwechsel von der Seidelwinkel-Modereckdecke (Wustkogelserie) in die Wolfendorndecke (Kasererserie)
- erster Blick auf Hochfeiler und die Hochfeilerhütte
- hinter dem Bacheinschnitt zieht die Wolfendorn-Decke mit Quarzit, Arkosegneis, Marmor und Phyllit bergwärts; teilweise findet man Granat
- Granat in Glimmerschiefer
- Abzweigung zur Hochfeilerhütte; späterer Abstieg von der Hütte
- gegenüber im Glidertal der Zillertaler Hauptkamm mit Hochwart, Pockshorn und Niederem Weißzint; unterhalb die Seitenmoräne auf beiden Talseiten sichtbar
- Röteck und Engberg in rechter Bildhälfte, darunter ehemaliges Gletscherbecken des Gliderferners mit Seitenmoränen
- Rotes Beil linke Bildhälfte, Pletzenspitz rechte Bildhälfte; hinter der Gliderscharte der Gipfelspitz des Sandturms
- auf den breiten Hang zu den Resten der alten Hochfeilerhütte
- Schieferserien unterhalb der alten Hochfeilerhütte
- Hochstegenmarmor oberhalb der alten Hochfeilerhütte
- Steig hinab von der Rippe zur Hochfeilerhütte
- nördlich gegenüber der Kamm zum Hochferner mit braunem Bündnerschiefer (Kalk-, Ton- und Glimmerschiefer sowie Phyllit
- beeindruckend bilden die Bündnerschiefer den Kamm zum Hochferner
- knapp vor dem Gipfel durchziehen den Hochferner helle Quarzitbänder
- rechts, südlich der Rippe das untere Ende des Gliderferners; weit hinauf hat er sich zurückgebildet
- Kalkmarmor der Hochstegen-Formation
- Blick auf den Gliderferner mit Hohem Weißzint und links die Trennung von Zillertal-Kristallin und Hochstegen-Formation
- typische Ausbildung der Hochstegen-Formation (Kalkmarmor)
- Granat- und Quarzeinschlüsse in Glimmerschiefer
- auf der Schulter (knapp 3.175 m) mit großem Steinmann
- knapp nach der Schulter; oberlagernd Gneis mit hellbraunen Bändern von Quarzit (Untere Eisbrugg-Lamelle), unterlagernd Hochstegen-Formation, Hochstegenmarmor
- diese Trennfläche setzt sich bis zum Gipfelbereich fort und liegt dort einige Zehnermeter unterhalb des Gipfelkreuzes
- Schuttflanke zur Oberen Eisbrugg-Lamelle, die von Sedimentgestein aufgebaut ist; daher die unterschiedlichen Gesteine in der Flanke
- Rückblick auf die Schulter, gebildet durch den harten Hochstegenmarmor
- eindrucksvolle Ansicht der Gesteinsbänder zum Hochfeilergipfel;Die hellen und dunklen Marmore darüber und darunter bilden die Aigerbach-Formation die den Gipfel bilden, darunter Metasedimente und wieder darunter die Untere Eisbrugg-Lamelle; die Hochstegen-Formation liegt tiefer und ist hier nicht mehr sichtbar
- Ansicht der Nordwestflanke des Gipfelaufbaus des Hochfeilers; dunkle Schiefer und heller Marmor vor dem Gletschereis und den hellen Quarzitbändern am Hochferner mit braunen Bündnerschiefern
- Aufstieg auf die weiße Kappe der hellen Marmore der Aigerbach-Formation
- phantastischer Blick auf den Gliderferner und den Hohen sowie den Niederen Weißzint
- dunkle Glimmerschiefer am Gipfelgrat zum Hochfeiler
- Weißkarferner im August 2026
- zwischen weichen Lagen die helle und dunkle Marmore trennen hindurch auf den Hochfeiler
- die Kalkmarmore der Hochstegen-Formation unten am rechten Bildrand
- oberer Weißkarferner
- im Bereich der weichen Trennlagen der Aigerbach-Formation am Gipfelgrat des Hochfeilers
- Hochfeiler, 3.509 m
- Blick auf das Schlegeiskees und den Zillertaler-Hauptkamm mit seinen nordwestlich abzweigenden Teilgraten
- Weißkarferner mit Hochferner und im Hintergrund der Tuxer Kamm mit Hoher Wand, Sagwandspitze, Schrammacher, Fußstein, Olperer, Gefrorene Wand Spitze, Hoher Riffler und Realspitze; in der Tiefe der Schlegeis Stausee
- Fortsetzung des Tuxer Kamms mit Rosskopf, Nestspitze und Grinbergspitzen in linker Bildhälfte, rechte Bildhälfte Greinerkamm mit Kleinem und Großem Greiner, dem rotbraun gefärbten Schönbichler Horn und der Furtschaglspitze; etwa in der symmetrischen Bildmitte das Furtschaglhaus
- Zillertaler Hauptkamm mit Hohem Weißzint, Breitnock, Möselekopf, Kleiner und Großer Möseler, 3. Hornspitze (Berliner Spitze) Großer Löffler, Schwarzenstein und links des Gr. Mö. der Große und Kleine Mörchner, in der Ferne die Reichenspitzgruppe in der Ferne
- eindrucksvoll die verschiedenen Gesteinsarten am Gipfel des Hochfeilers; in der Ferne Hoher und Niederer Weißzint dahinter der Hochgrubbachkamm mit der gleichnamigen Spitze und dem Graunock in d. rechten Bildhälfte
- Blick nach Südwesten: hinter Östlichem und Westlichem Hochwart der Wurmaulkamm
- Blick Südwest auf Wurmaulkamm im Vordergrund mit Wurmaulspitze und Ribigenspitze unter der Wolke sowie der Plattspitzkamm im Hintergrund mit der Wilden Kreuzspitze
- Wilde Kreuzspitze im Wolkenschatten, rechts davon die Grabspitze mit dem Roten Beil im Vordergrund, Talfurche des Pfitschertals, Tuxer-Kamm mit Wolfendorn und Wildseespitze, dahinter Ötztaler und Stubaier Alpen; im Vordergrund der Filutidenkopf und der Blaue Kofel sowie der Hintere Weißspitz
- hinterer Weißspitz vor dem Kraxentrager im entfernten Tuxer Kamm, Hohe Wand unter Wolkenschatten, Sagwandspitze, Schrammacher, Fußstein und Olperer
- Blick aud den Weißkarferner mit der Nordflanke des Hochfeilers der Seidelwinkel-Modereck-Decke mit Dolomitmarmor rechts und dunklen Karbonatschiefer links
- Nordwand des Hochfeilers (unterer rechter Bildquadrant), unterhalb das Schlegeiskees
- Nordwand des Hochfeilers oberer Teil zur Scharte (vor erstem Spitz im Gratverlauf)
- Gesamtüberblick über den östlichen Tuxerkamm; Schlegeisspeicher in der Tiefe und beginnender Greinerkamm rechts
- Großer Möseler (4,7 km) mit links der Reichenspitzgruppe (34,5 km) über dem Großen Mörchner (12,3 km) und rechts die Venedigergruppe (49,3 km) über dem Turnerkamp (6,6 km)
- Blick nach Südosten mit Hohem Weißzint und der Rieserfernergruppe im Hintergrund
- links hinter dem abfallenden Hochgrubbachkamm die Sextner Dolomiten mit Sextener Rotwand, Dreischusterspitze, Zwölferkofel, Großer Zinne, WEestlicher Zinne, rechts davon Hohe Gaisl, Piz Popena und Monte Cristallo, in Bildmitte der Antelao, rechte Bildhälfte Tofana die Mezzo, Monte Pelmo, ganz rechts Monte Civetta
- Tiefblick auf das ehemalige Schlegeiskees mit dem Pfitscher Grat in Bildmitte
- Blick über die Decken an der Gratrippe hinab; unten Zillertaler Kristallin, die steile Wand gebildet von der Hochstegenzone, oben die Aigerbach-Formation mit hellen und dunklen Marmoren
- Gliderferner in der Ausprägung vom August 2026
- wechselfarbene Marmore der Aigerbach-Formation (obertriassisch ~ 237–227 Ma); durch die Alpenauffaltung wurden die Sedimente teilweise stark verformt
- Ende linkes Bilddritten der Großglockner in 74,3 km noch erkennbar, links Venedigergruppe, rechts Hochgall
- links der Hochgall, dann Wildgall und Schneebiger Nock im Südosten in der Rieserfernergruppe, rechts Wasserkopf, Kleiner Fensterelkofel, Großer Rauchkofel, weiter Rechts Große Windschar (alle genannten > 3.000 m)
- im Vordergrund der Hochferner, hinten Tuxerkamm mit Schrammacher, Alpeiner Scharte, Fußstein und Olperer, dahinter das Karwendel
- Tuxerkamm links, Greinerkamm rechts, beide aus dem hellgrauen Zillertal-Kristallin, im Vordergrund Hochferner und Hochsteller gebildet aus Bündnerschiefer der Glocknerdecke, Schlegeisspeicher in der Tiefe
- Schlegeisspeicher mit Zulauf aus dem Überleitungsstollen vom Zemmgrund (weißer Streifen rechts am Seeufer)
- am Abstieg: Hochstegenformation vom Kristallin auf die Rippe; unten die Hochfeilerhütte
- Hochstegenformation von der Hochfeilerhütte aus gesehen: ockerfarbene Kalkmarmore und Kalkphyllite, darüber helle Marmore
- bergwärtige Fortsetzung der Hochstegenformation von der Hochfeilerhütte aus gesehen
- Erfrischung vor den Graukasspatzeln
- Hügel ostseitig vor der Hochfeilerhütte, gebildet aus einer eiszeitlichen Gletschermoräne
- Blick ins äußere Glidertal beim Verlassen der Hochfeilerhütte
- Weißkarbach mit enormer Schüttung am späten Nachmittag (schätzungsweise das Doppelte oder mehr als am Vormittag)
- Rückblick auf den Hochfeiler und den Niederen Weißzint
- Felsabbruch an der Deckengrenze der Seidelwinkel-Modereckdecke mit der Glocknerdecke rechts mit Steig
- nachmittäglicher Blick auf den westlichen Tuxerkamm mit Wildseespitze, Kraxentrager, Kluppen und Hohe Wand
- Route Hochfeiler ab 3. Kehere der Pfitscherjoch Straße
- li. P. 2.957 m, Röteck in Bildmitte und Engberg rechts (runde Kopf nach links)




























































































































