Archiv der Kategorie: Tuxer Voralpen

Schitour Kreuzspitze, 2.746m vom Viggartal

Unter den langen Schitouren ist die Kreuzspitze sicher eine der wenigen, die noch im Frühjahr von einem tiefen Ausgangspunkt aus machbar ist, sie startet auf 1.050m in Mühltal (Ellbögen) und führt über mehr als 1.700Hm zum Gipfel, womit ist sie auch eine lange Tour darstellt.

Kreuzspitze, 2.746m

Zu Ostern heuer (siehe Beitragsdatum) präsentierte sich die außergewöhnlich schöne Schitour am einzig richtig brauchbaren Tourentag, am Ostermontag, von den Aufstiegsbedingungen her von ihrer besten Seite – gute Schneequalität (nicht ansatzweise Lawinenbildungen in den Südost- und Osthängen vom Glungezer herab) und  bei der Abfahrt spürbare, aber noch moderate tageszeitliche Erwärmung. Diese eher positiven Verhältnisse waren wichtig, denn bei der Querung unter Glungezer und Gamslahnerspitze werden Teile am Hang mit mehr als 30° Neigung betreten, die bei LWS 3 generell zu meiden sind.

Start kurz nach 7 Uhr 02.04.2018, ca. 100Hm oberhalb Mühltal

Auf meinem Rückweg stieg eine Fünfergruppe über die Querung auf, die vom Glungezer herunterfuhr. Auf deren Rückweg kann die Sonneneinstrahlung auf diesem Hang die Situation schon deutlich umgedreht haben und es ist zu hoffen, daß deren Rückweg gut verlaufen ist.

Viggartal, 20min nach dem Aubruch

Der kleine Parkplatz im engen Mühltal ist auch preislich klein, was den Bergfreund freut (3.-/Tag) und im Winter wird man meine Ankunftszeit um knapp nach sieben Uhr nicht überschreiten dürfen, sonst ist es aus mit der Tour – andere Parkplätze sind nicht vorhanden.

Das Meissnerhaus – bereits in Frühjahrsferien

Die Schi mußte ich kaum 100Hm schultern, bevor eine gefrorene Piste am Weg zum mittlerweile geschlossenen Meissnerhaus immer besser wird und die Schi angelegt werden können.
Im Viggartal herrschen auch zu Anfang April des Morgens noch stramme Temperaturen sowie eine kalte Morgenthermik talauswärts. Den Windstopper trotz schwitzen abzulegen war mir also nicht möglich und vor Zeit zu Zeit mußten sogar die Finger unter die Achseln geklemmt werden.

Kreuzung beim Meissnerhaus

Die Schi krascheln neben dem zeitweise recht tosenden Mühltalerbach in der gefrorenen Spur des Skidoos des Hüttenwirtes, aber der Aufstieg präsentiert sich noch einwandfrei und ohne apere Stellen für die Abfahrt.

hier beginnt das innere Viggartal

Unerwartet rasch erscheinen erste Sonnenstrahlen am steilen Hang zum Patscherkofel links des schmalen Tals und noch vor dem Meissnerhaus auch längere sonnige Partien am Weg taleinwärts. An der Abzweigung zum Morgenkogel und dem Meissnerhaus eine längere sonnige Strecke, bis der Anstieg über die Brücke auf die andere Talseite zum Viggar-Hochleger führt.

Überquerung des Viggarbaches

Einige Minuten oberhalb der Brücke taucht der Almweg dann in lichten Wald ein und schöne, dauerhaft sonnige Wiesenhänge von der Viggarspitze herab lassen die prachtvolle Stimmung am Ostermontag weiter ansteigen.

am Viggar-Hochleger erstmals das Ziel, die Kreuzspitze, in Sicht

Nach dem Hochleger wendet sich der Anstieg dauerhaft in Richtung Südost, ein Plateau mit einem kleinen Wegkreuz wird erreicht das in den letzten Wochen öfters Ziel von Abfahrten vom Glungezer herunter war, wie im Schnee zu lesen ist.
Dieses Plateau ist der Ausgangspunkt für jene, die von hier aus das selbe Ziel, die Kreuzspitze, haben wie jene die klassisch über Mühltal ansteigen.

über diese schönen Hänge kommt man vom Glungezer herunter

Auf der nächsten Etappe zum „G’schriebenen Stoan“ bei den Blauen Seen – der über eine viele tausend Jahre alte Geschichte verfügt, jedoch momentan aufgrund der Schneehöhe nur teilweise sichtbar ist – steht eine Hangquerung zur Bewältigung, die sichere Schneeverhältnisse und Einfühlungsvermögen erfordert.

Querung der Hänge unterhalb der Gamslahnerspitze

Zunächst erkennt man, daß die bewaldete Rippe, die von links herunterzieht eine wesentlich größere Steilheit aufweist, als die Hänge dahinter. Deshalb führt die Normalroute mit Höhenverlust hinab in einen Bereich mit geringerer Steilheit und zwischen alten Bäumen hindurch, die von verminderter Lawinentätigkeit dort zeugen, um jenseits wieder an Höhe zu gewinnen und die Gradiente zum Hochplateau des „G’schriebenen Stoan“ heranzuführen.

Anstieg zum „G’schriebenen Stoan“ in der Querung

Nachdem Höhenverluste bei Schitouren immer ein Dorn im Auge sind und man sie versucht zu vermeiden, habe ich aufgrund der guten Schneeverhältnisse beschlossen, die Anstiegslinie beizubehalten. und den Höhenverlust nicht in Kauf zu nehmen.
Auf harter Schneedecke ging es dahin und hinten angekommen bestand Erkenntnis daraus, daß sich diese Variante nicht lohnt, weil die Anstrengung im steilen Gelände den Mehraufstieg durch den Höhenverlust ausgleicht.

Rückblick über die gesamte Querung

Weiter führt die Tour unter den Hängen der Gamslahnerspitze und nach geraumer Zeit fällt auf, daß die linke Körperseite auffallend stärker belastet wird. Ich änderte diesen Zustand mit einer Spitzkehre, sowie kurz gehaltenem Richtungswechsel und konnte damit, nach der nächsten Spitzkehre, mit kleinerem Aufstiegswinkel auf die Oberkante des Hochplateaus ansteuern – eine willkommene Abwechslung.

am Hochplateau des „G’schriebenen Stoan“, rechts geht es weiter

Am Hochplateau entschied ich, einen weitläufigen Rechtsbogen um die nächste, schrofendurchsetzte Steilstufe einzuschlagen. Kurz aber kokettierte ich mit dem Anstieg links, jedoch erschienen die Hänge rechts flacher und sicherer (siehe Karte in der Fotogalerie – die hellrot markierte Umgehung).
Die vielfach beschriebene Originalroute führt am „G’schriebenen Stoan“ vorbei, das flache Plateau zurück bis zum Beginn der Steilstufe und dann rechts steiler hinauf.

oberhalb der schrofendurchzogenen Steilstufe; Leben überall auf 2.300m, auch am nackten Stein

Oberhalb dieser Stufe – in der Seegrube – sieht die weitere Route nicht mehr so weit aus, von dort stehen noch 350Hm an, die immer steiler werden, also weniger an Weg bedeuten. Die Seen sind alle nicht sichtbar und durch den massigen Schneefall heuer bestens getarnt. Wer sie nicht kennt kann sie nur vage erahnen.

oberhalb der Steilstufe mit wunderschönem Blick zum Gipfel der Kreuzspitze

Von der Flachstelle der Seegrube steigt man nun rechts haltend weiter auf und ändert nach ca. 100Hm im Steilen den Anstieg nach links (südöstlich) bis man unter einem recht steilen Hang fast direkt unter dem Gipfel ankommt.

weiterer Anstieg durch die Mulden nach links unter den Gipfelaufbau

Diesen in einigen Spitzkehren empor bis oberhalb eines langgestreckten Bereiches, der von unten wie ein Gletscherbruch aussieht und eben deswegen man vorher die Linkskurve eingeschlagen hat.

Gipfelaufbau der Kreuzspitze; leicht rechts der Bildmitte wählte ich den Aufstieg zum Grat

Oberhalb dieser auffälligen total schneeüberzogenen Querrippe ändert sich der Anstieg wieder nach rechts – sie wird sozusagen in einem Bogen umgangen – und sogleich wird der Westgrat erreicht.
Ich habe für diesen obersten Teil des Nordhanges der Kreuzspitze Harscheisen angelegt, um mich nicht ärgern zu müssen. Es wäre auch ohne gegangen, jedoch bin ich kein Freund von Rutschern mit dem Aussenschi im steilen Gelände. Der Hang ist hier teilweise gut 35° steil, jedoch momentan mit so vielen bockharten Passagen durchzogen, daß er sicher ist.

Rückblick vom Grat auf den Gipfelhang

Der Abschluß am Westgrat besteht aus ca. 60Hm weiterem Aufstieg auf dem ca. fünf bis zehn Meter breiten Rücken wobei dieser keiner Harscheisen bedarf, was mich aber nicht störte nochmals anzuhalten, um jene zu verstauen. Heuer ist er auch durchgehend mit Schnee überzogen, sodaß auch bei der Abfahrt keinerlei Schäden an den Schi entstehen.

Westgrat zur Kreuzspitze

Ein ständig kalter Südwestwind bereits während des Gratanstieges veranlaßt mich einen halbwegs geschützten Rastplatz nordöstlich des Gipfelkreuzes der Kreuzspitze zu wählen und während der Jause ins Unterinntal hinabzuschauen.

für alle Gesichterfreaks, der Autor auf der Kreuzspitze, 2.746m

Die Gipfelaussicht ist nicht schlecht. In unmittelbarer Umgebung im Süden, direkt an den Kamm anschließend der höchste Gipfel im Kamm, das Rosenjoch und dahinter ein toller Schitourenberg die Grünbergspitze, im Südosten das Pfoner Kreuzjöchl, das ich heuer schon von Pfons aus bestiegen habe – eine phantastische Schitour – und im Westen der Morgenkogel, der mich heuer schon wochenlang die Fingerkuppen nicht mehr spüren ließ.

Blick nach Süden zum Rosenjoch

Natürlich nebst den unmittelbaren Nachbaren schweift auch der Blick wieder von den Tauern, über die grandiosen Zillertaler bis zu nahegelegeneren Majestäten des Stubaitales.

Blick nach Westen zum Morgenkogel

Im Nordwesten der unverwechselbare Patscherkofel mit den wilden Zacken der Nordkette im Hintergrund.

der Kessel des hinteren Arztales mit dem Pfoner Kreuzjöchl links und dahinter die Stubaier

Die Abfahrt wäre dieser Tage sogar direkt vom Gipfel über die steile Nordflanke möglich, jedoch sollte man hierzu nicht alleine sein. Also ging es für mich den kurzen Teil des Westgrates hinab und dann den zuvor im Aufstieg beschriebenen Bogen bis zu den weichen hängen unterhalb des zuvor beschriebenen aufsteilenden Bereiches.

meine Aufstiegsroute im Viggartal

Von dort über tolle Pulverhänge hinab zum Plateau der Seegrube und links weiter, meiner Aufstiegsroute entlang – davon ein paar Bilder für Pulverliebhaber in der Galerie.

Abfahrtsvergnügen

Das untere Plateau des G’schriebenen Stoan wird bei meiner Abfahrtsvariante nahezu am untersten Punkt erreicht, sodaß nur wenige Grätschschritte bis zur Kante zum Steilhang anfallen, bevor es unterhalb durch Schwerkraft von selber weitergeht (Spuren in den Fotos sichtbar).

wieder auf dem Plateau der letzten Steilstufe angelangt

Die Querung der Hänge – nun von rechts herab – erschien hinsichtlich der Schneequalität durch Erwärmung um 12:45 Uhr im oberen Teil (rd. 2.100 bis 1.900m) als völlig sicher. Mit dem Ziel möglichst wenig Höhe zu verschenken und hoch zu bleiben, um die im Aufstieg erkannte bewachsene Rippe an ihrer Obergrenze zu erwischen, setzte ich die Abfahrt fort. Ansteigend schlechter entwickelte sich unter 1.900m die Schneequalität – der Neuschnee der letzten Tage wurde zum Sulz, der besonders in den steilen Partien aufgrund des Einstrahlwinkels noch schlechter wurde.

Hangquerung: ganz hinten kann man die Abfahrtsroute nach der Flachstelle erkennen

Mit einer gewissen Anspannung konnte die obere Durchfahrt der bewaldeten Rippe angepeilt und durchfahren werden (siehe Foto), womit erneutes Auffellen auf das Plateau mit dem Kreuzchen vermieden wurde. Diese Idee hatten vor mir sicher schon viele, sichtbar war jedoch keine alte Spur und da diese Querung in der Zone mit einer Hangneigung weit über 30° erfolgt ist sie nur bei absolut sicheren Verhältnissen zu empfehlen. In meinem Fall war die Querung sicher grenzwertig.

nun wird der obere Rand der bewaldeten Rippe angepeilt (Bildmitte)

Die weitere Abfahrt bis zum Ausgangspunkt erfolgte dann über teils schweren Sulz die traumhaften und licht bewachsenen Hänge des Viggar Hochlegers bis zur Brücke über den Mühltalerbach hinab.

hinter der heiklen Passage, oberhalb der Bäume auf der Rippe

An der Kreuzung zum Meissnerhaus angelangt erwartet den mittlerweile konditionsgeprüften Tourenfreund noch eine beeindruckend lange Abfahrt über den Weg nach Mühltal zurück.

Viggar-Hochleger

Die Abfahrt erfolgt auch am Nachmittag teils in sonnenbeschienen Passagen mit Nassschnee oder Firn, teils in schattigen Passagen, mit mehr oder weniger aufgeweichter oder gefroren gebliebener Oberfläche. Die Gleitfähigkeit der Schi wirkt bei den jeweiligen Übergängen in die andere Schneekonsistenz entweder wie eine Notbremsung auf den Körper, oder wie eine Beschleunigung, wobei erstere jene ist, die gute Körperbeherrschung gegen Vorfallen erfordert.

der letzte Teil des Hanges

In dieser Manier sind immerhin rund 700Hm abzufahren wobei – wegen der schmalen Piste – bei den steileren Passagen auf der harten Piste mit den Rillen des Schneemobiles des Hüttenwirtes vom Meissnerhaus häufig die Abfahrt in Schneepflugstellung zum Einsatz kommt, die die Oberschenkel heiß werden läßt.
Man sollte dies in der Kräfteplanung der gesamten Tour nicht unterschätzen.

Weg vom Meissnerhaus ins Tal – mal sonnig, mal schattig, in Summe anstrengend

Gesamt habe ich für die Tour 6:35h benötigt, mit ca. 45min Pausen und Fotostopps, 35min davon am Gipfel. Die Bergsteigeruhr zeigte ein Total von 1.745Hm im Aufstieg.
Eine der schönsten Touren im heurigen Winter, auch schifahrerisch.

Mils, 02.04.2018

 

Schitour Pfoner Kreuzjöchl, 2.640m

Das Pfoner Kreuzjöchl von Pfons aus zu begehen wäre allein von der Namensgebung her logisch. Leider kann diese fantastische Schitour nur dann unternommen werden, wenn man einen Parkplatz findet.

Pfoner Kreuzjöchl, 2.640m

Inspiriert vom tollen Bericht von Kollege Roman wurde am Vortag die Parksituation mit dem Ergebnis erkundet, daß auf der Bergstraße im Ortsteil Margareta eigentlich nur drei Parkplätze zur Verfügung stehen. Einen dieser konnte ich heute ergattern und eine traumhafte Tour erleben.

Start in Oberpfons

Es ist verständlich, daß die Anrainer keinen Schitourenrummel haben wollen mit Lärm am frühmorgendlichen Parkplatz am Sonntag um und Geschnatter über alles was zuhause vergessen wurde. Darum habe ich auch einen Parkplatz gewählt, der – so hoffe ich  – auf öffentlichem Grund lag und die 40Hm zum Ausgangspunkt mit geschulterten Schi begonnen.

Passagen am Almweg

Etwas später, beim Erreichen einer Lichtung mit Blick auf schöne Lärchenhänge, mußte ich feststellen, daß ein direkter Aufstieg auf den freien Hängen zwischen den Häusern  ebenfalls möglich gewesen wäre und noch dazu mit mehr Schneeauflage, als ich sie im dichten Wald hatte.

Passagen durch den Wald im unteren Teil

Bei den sich mehrfach verzweigenden Aufstiegsspuren folgte ich jeweils der steilsten bzw. der direktesten zwischen den vielen Serpentinen, mit denen der Almweg angelegt wurde.
Dabei dürfte ich dem Aufstieg von Ortskennern gefolgt sein, denn diese kürzten jeweils fast mittig zwischen den Serpentinen ab. Allerdings – und das muß erwähnt werden – hätte ich teilweise auf der Schneeauflage im dichten Wald Pfifferlinge erkennen können, wüchsen diese des Winters, um den Hauch an Schneeauflage treffend zu beschreiben.

hier könnte man alternativ über die Lärchenhänge aufsteigen

Egal, es geht ums Bergsteigen nicht um übertriebene Schonung des Werkzeuges dafür.
Allmählich, etwa nach 300Hm, wurde mit der Höhe die Schneedecke besser und zusätzlich taten sich dann und wann Lichtungen auf in denen es sich prächtig aufsteigen ließ und diese Lichtungen wechselten auch teilweise mit Aufstiegspassagen am Almweg.

Übersicht über die größere Lichtung

In etwa auf 1.700m lichtet sich der Fichtenwald und ab einer Heuhütte taucht man ein in toll kupiertes Almgelände, inmitten von vereinzelten Lärchen.
Die Lichtbäume besitzen durch den Nadelabwurf die Eigenschaft, daß sie im Winter den Schnee nicht zurückhalten und somit ragen die rotbraunen Dauerbewohner der Alm in farblich einzigartigem Kontrast mit der Morgensonne aus dem in Weiß getünchten Gelände und macht den Besucher süchtig nach solchen Szenen.

schönste Eindrücke spornen an

Oberhalb der urigen sonnengegerbten Heuhütten beschreibt der Aufstieg einen Schlenkerer, um einen Almzaun zu umgehen und taucht noch einmal kurzzeitig für ein paar Aufstiegsminuten in dichteren Tannenwald ein, bevor sich eine gewaltige Szenerie auftut.

an der Baumgrenze angelangt

Die Baumgrenze ist erreicht.
Der weitere Aufstieg zur Ochsenalm erfolgt nun über einen sagenhaft schönen sehr breiten Kamm mit abnehmend Bewuchs von letzten knorrigen Lärchen und Zwerggewächs, das seit Jahrzenten dem berüchtigten Föhn hier trotzt und dem man den Kampf mit dem Südwind und den heftigen Wettern die des Sommers durch die Hauptwetterrichtung von Westen her völlig ausgesetzten Flächen ansieht. Eine schier unbeschreiblich schöne Landschaft.

fantastische freie Hänge – Mislkopf bereits sichtbar

Gemächlich zieht sich die Tour weiter auf den Vermessungspunkt oberhalb der Ochsenalm hin, die Steigung weit unter dem lawinengefährlichen Maß und heute nicht abgeblasen. Man kann sich im Trott des Aufstieges gut vorstellen, daß diese Tour bei Föhn gar nicht und nach diesem erst wieder nach weiteren Schneefällen Sinn macht.

Rückblick in die Stubaier

Ab und zu mußten die beiden Ortskundigen vor mir denn fast aperen Kuppen ausweichen und man grüßte sich kurz als sie knapp vor meiner Ankunft am Plateau vor der Ochsenalm bereits die Abfahrt antraten. Zeitmangel, lies man mich wissen und somit war ich selber der Spurenleger ab dem Vermessungspunkt bis zum Gipfel des Pfoner Kreuzjöchl.

ohne Worte

Der weite Talkessel um die Ochsenalm präsentierte sich in durchgehendem Weiß und hier mußte eine Teepause her, um diese Blicke aufzusaugen.

malerische Ochsenalm

Selbst beim weiteren Aufstieg – zwecks des leichteren Spurens – in Gratnähe mußte ich die Landschaft auskosten und verweilte mehrmals. Was bedeutet schon die Aufstiegszeit nach beendeter Tour gegen eine Erinnerung fantastisch gekleideter Natur, die mit ihrer Großartigkeit über alles erhaben ist und die Zeit zum Erliegen bringt.

Am Kamm zu den Speikböden

Nach dem höchsten Punkt der Speikböden, auf 2.334m, folgt eine kleine Erholungsphase mit ca. 300 bis 400m Länge in der ca. 25Hm verloren werden, auch wenn es auf den Karten nicht so aussieht. Es geht von dort in leichtem Auf und Ab dahin und steigt wieder stetig kurz vor der Stelle an der die Tour vom Arztal heraufkommt und beide Anstiege sich vereinigen.

kurz nach dem höchsten Punkt im Kamm

Ich war dessen nicht gewahr und staunte nicht schlecht als sich von links ein gutes Dutzend Tourengeher teils vor und teils hinter mir die letzten 150Hm des Anstieges teilten und meine Vermutung, daß die Tour aus dem Arztal weiter westlich zum Pfoner Kreuzjöchl führen würde.

von links mischt sich die Tour aus dem Arztal ein

Die Hangneigung des Gipfelhanges des Pfoner Kreuzjöchl ist steiler als das freie Gelände bisher, jedoch bis auf einige wenige ganz kurze Passagen, die 35° erreichen, immer unter 30° geneigt.

Gipfel des Pfoner Kreuzjöchl in Sicht

Das bescheidene Plateau östlich des Gipfels war an einem Tag wie heute stark frequentiert und alle Tourengeher strömten des Gipfelfotos wegen auf den noch viel kleineren Gipfelpunkt zu; trotzdem gelang es mir den Gipfel sozusagen unbemannt abzulichten und ein Fotoangebot mit meinem Handy und mir drauf lehnte ich dankend ab.

Gipfel des Pfoner Kreuzjöchl

Leider hatte sich mittlerweile eine große Wolke über dem Wipptal gebildet, die just das Pfoner Kreuzjöchl und die traumhafte Ochsenalm vollkommen abdeckte. Daher waren vom Gipfel aus auch keine besonderen Fotos möglich und bei der Abfahrt entschied ich durch das diffuse Licht auch eine spezielle Route.

Pfoner Kreuzjöchl, 2.640m vom Schidepot aus

Die Abfahrt über den Gipfelhang bis zum Verbindungskamm ist ohne Krascheln unter den Schi problemlos möglich, wenn ein wenig überlegt vorgegangen wird.

die wunderschöne Ochsenalm leider im Schatten

Ab dem Tiefpunkt am Kamm entschied ich dann nochmals für die wenigen Höhenmeter aufzufellen um dadurch in jedem Fall zum Vermessungspunkt zu gelangen, und nicht unten in der Ochsenalm zu landen.
Möglicherweise wäre der Vermessungspunkt auch ohne Abfellen über den Talkessel erreichbar gewesen, jedoch konnte ich die Geländestufen wegen des diffusen Lichtes nicht eindeutig erkennen.

Abfahrt über die Ochsenalm, leider schattig geworden

Der Grund den Vermessungspunkt erreichen zu wollen ist leicht erklärt. Er ist der Beginn der Abfahrt über die schönen, wenig steilen Rückenflächen mit kaum Bewuchs, in denen die Schwünge nicht einmal überlegt werden müssen, so breit zieht das Gelände nach unten.

soweit das Auge reicht…

Nach den freien Flächen, wieder in den Wald mit dem Almweg eingetaucht, entschied ich mich bis weit hinab für die tadellose Abfahrt – ohne Notwendigkeit anzuschieben –  auf dem Almweg zu bleiben. Erst bei der freien Forstfläche, die ich vom Aufstieg her in Erinnerung hatte, war eine  Abweichung vom Weg sinnvoll. Allerdings endet diese auch wieder am Almweg, der dann bis zu den Lärchenhängen oberhalb Oberpfons hinab zum Parkplatz führt.

und wieder zurück zur Aufstiegsspur

Kurz nach Verlassen des Waldes befinden sich unterhalb des Almweges die Lärchenhänge, die man intuitiv abfahren kann, um in Oberpfons zu landen. Dabei muß gegebenenfalls einmal ein Zaun überquert werden und man achte drauf nichts zu zerstören. Buchstäblich bis zum Parkplatz konnte heute abgefahren werden.

nicht mehr weit die Gehöfte

Die fantastische Tour hat 5 1/4 Stunden gedauert und die Bergsteigeruhr zeigte 1.600Hm. Der Aufstieg hat 3 1/2 Stunden in Anspruch genommen.

Mils, 04.02.2018

 

 

Schitour Silleskogel, 2.418m

Zwei Täler nördlicher als der Ursprung der Sill, aus dem Valsertal führt die spritzige kurze Schitour auf den Silleskogel, der mit dem Padauner Berg, der Vennspitze und dem Roßgrubenkofel die nördliche Begrenzung des Venntales bilden.

Abbruch knapp unterhalb des Gipfels des Silleskogel

Den Ausgangspunkt bildet die fünfte Kehre der Padaunerstraße, die gerade noch über den Valser Bach abzweigt, bevor die Straße nach Innervals wegen der massiven Hangrutschung derzeit gesperrt ist.

An der fünften Kehre auf 1.500m sind einige wenige Parkplätze vorhanden und im heurigen schneereichen Winter hängt es von der Gnade des Schneeräumers ab, wie viele Fahrzeuge dort einen Parkplatz finden. Heute war gut geräumt und somit fanden wir knapp zehn Fahrzeuge bei unserer Rückkehr vor, die das Maximum der Kapazität der Kehre darstellen.

kleiner Parkplatz in der fünften Kehre auf der Straße nach Padaun

Die Tour führt zunächst ca. 500m östlich den Almweg entlang und einige Steigminuten nach der Kehre befindet sich das untere Gelände der Sillalm auf 1.637m. In der Folge geht es durch das Almgelände in direktem Anstieg südsüdöstlich weiter dem Wald oberhalb der Alm zu.

bei der Sillalm, die Sicht noch akzeptabel

Im Wald wird in einer schmalen Mulde einige Minuten weiter aufgestiegen, bevor sich eine weitere Almfläche ausbildet, die in ihrer oberen Begrenzung, stufenartig wieder durch einen sehr lichten Lärchenwald in steileres Gelände übergeht.

zweite offene Fläche oberhalb der Sillalm am Weg zum Silleskogel

Ist diese Passage inmitten freistehender, altehrwürdiger Lärchen durchschritten, tut sich die kaum bewachsene Hochfläche der Roßgruben auf, ein Kessel zwischen Roßgrubenkofel und Silleskogel, an dessen unterstem Punkt man sich befindet. Die Steigrichtung ändert sich dort gegen Südosten.

unterhalb der Roßgruben

Leider konnten wir nicht viel sehen, da der Nebel immer stärker wurde. Die Spur vom Vortag wies und gut durch die Roßgruben. Am Ende, wo der Hang zum Kamm etwas steiler wird, waren die Spuren kaum mehr zu sehen, dafür konnten wir den Kamm ausmachen.

Rückblick an der Waldgrenze

Am Kamm, oder besser leicht unterhalb, wendet sich der Anstieg dann wieder nach Südwesten. An der Stelle, an der die ersten Felsen des Gipfelaufbaues zum Vorschein kamen mußten wir leider abbrechen, da die Sicht ein sicheres Weiterkommen im unbekannten Gelände nicht mehr zuließ. Das war knapp 60m unterhalb des Gipfels.

der breite Kessel der Roßgruben – links oben im Nebel befindet sich der Silleskogel

Zwei rasch hinter uns nachgekommene sportlich junge Damen drehten an dieser Stelle ebenfalls um und knipsten uns beide noch kurz vor der Abfahrt, sozusagen als Ersatz für das Gipfelfoto.

an der Waldgrenze im unteren Teil der Roßgruben

Die Abfahrt, obwohl – wegen des stärker werdenden Nebels – bis zur Waldgrenze mehr oder weniger im Blindflug erlebt, präsentierte sich als kleine Entschädigung überraschend angenehm in weichem Neuschnee mit geschätzt 15cm Stärke, der über Nacht gefallen ist auf Altschnee der auch noch nicht besonders kompaktiert wurde und ein bäriges Fahrgefühl bot.

Schitour auf den Silleskogel – Abbruch im Gipfelbereich

Weiter unten, wo die Roßgruben in den lichten Wald übergehen, begann dann eine etwas beschwerliche Abfahrt, jedoch immer noch gut zu drehen, aber mit härterem Untergrund.

Alles in allem war die Abfahrt eine feine Sache – wie schön muß sie sein, wenn auch noch das Wetter mitspielen würde.
Wir werden es im Frühjahr erfahren, wenn der Gipfel nachgeholt wird und aufgrund der Nordhänge und der Höhe des Ausgangspunktes keine besondere Eile mit dem Termin geboten ist.

Schitour auf den Silleskogel – Übersicht Aufstieg und Abfahrt

Der Aufstieg hat mit etwas Orientierungsnotwendigkeit zwei Stunden gedauert, die gesamte Tour 2 3/4 Stunden. die Höhendifferenz betrug  860m (bis zum Gipfel sind es 920m).

Mils, 03.02.2018

 

 

 

 

Schitour Torwand, 2.771m

Wer die Torwand im Wattental im Jänner früh am Morgen angeht, steigt über lange Passagen im Schatten auf. So ist es mir heute ergangen – trotzdem gefiel mir der abwechslungsreiche Aufstieg in felsigem Gelände und die gesamte Tour.

Panorama von der Torwand zum Talschluß der Wattener Lizum

Vom Parkplatz vor dem Lager Walchen wird zunächst über die linke Bachseite und Stieralm auf der Schiroute in Richtung Lizumerhütte aufgestiegen. Einige hundert Meter nach der Abzweigung zur Lizumerhütte weiter wird über die links aufsteigenden Hänge in Richtung Rosskopf – einem markanten runden Buckel – der etwas dem Weg zum Torjoch vorgelagert ist, aufgestiegen.

Torwand, 2.771m

Ich habe heute  eine Variante gewählt, um den flachen Teil der Straße zur Lizumerhütte zu vermeiden und bin hinunter zu den Kasernengebäuden gefahren und zur Kapelle aufgestiegen.
Dort fand ich eine frische  Spur vor, die zur Grauen Wand führen sollte und bald sah ich zwei Mann vor mir in der sehr abgeblasenen Flanke in Richtung Graue Wand aufsteigen. Muß kein sonderliches Hochgefühl sein hier abzufahren.

rechts geht’s ab

Oberhalb des kleinen Einschnittes zweigte ich von der Spur ab und stieg etwas steiler in Richtung Karmulde des Torjoches weiter, wodurch ich den Rosskopf praktisch links (nördlich) in Aufstiegsrichtung umgangen bin. Der Vorteil – neben einer Abkürzung von geschätzt 10min – dieser Routenführung war, daß ich gegen 10:20 Uhr den bereits besonnten Bereich erreichte und länger darin aufsteigen konnte, als bei der Originalroute.

bei der Abzweigung zur Torwand, rechts geht es direkt der Sonne zu

Allerdings wird die untere Karmulde dabei in der vollen Tiefe erreicht, was einen etwas steileren Aufstieg in Serpentinen notwendig macht, wenn man nicht zur deutlich höher gelegen Spur von der Lizumerhütte herauf aufsteigen. Diese führt in der Flanke der rechten Karbegrenzung ohne Serpentinen aufwärts, bis zur nächsten flacheren Stufe. Später habe ich erfahren, daß durch diese Spur kurz vor mir Kollege Jürgen eine kleine Tuxer Reib’n absolviert hat und sein lesenswerter Bericht sich lohnt bei ihm vorbeizuschauen.

unberührtes Aufstiegsgelände

Oben angekommen breitet sich eine leichte Mulde aus und im Sommer gibt es dort offenbar einen kleinen See oder eine Lacke, im Winter ist nichts davon sichtbar.
Die Spur zum Torjoch setzt sich nun mit einigen wenigen Metern Höhenverlust fort.

der Anstieg durch die Steilstufe (rechts oben der Anstieg von der Lizumerhütte)

In etwa auf Punkt 2.370m zieht rechter Hand eine auffällige Rippe ziemlich direkt südlich zu einer Flachstelle im Kamm auf die Torwand hinauf und diese muß man für den weiteren Anstieg wählen, das Torjoch (2.386m) wird nicht erreicht, ca. 150m vorher zweigt die Route auf die Torwand ab.

in Richtung Torjoch weiter

Der Aufstieg erfolgt wieder im Schatten, da gegen 11 Uhr die Sonne vollständig vom Gipfelaufbau der Torwand abgedeckt wird. Dies ändert sich erst oben, nachdem der Kamm erreicht wurde (siehe Foto).

der Aufstieg wird etwas steiler

Ab der Flachstelle – ich habe sie Podest genannt, obwohl sie viele Meter breit ist – taucht man wieder in Sonnenhänge ein, die jedoch immer wieder unterbrochen werden, da die Nordwestflanke der Torwand am Spätvormittag exakt parallel zur erst auftauchenden Sonnenbahn liegt.

Rückblick auf das Gelände des Torjoches

Die schneebedeckten Hänge zum Gipfel muß man sorgfältig aussuchen und von unten die beste Route einschätzen, denn im heurigen Winter hat der Föhn ganze Arbeit geleistet. Nicht nur, daß er die Flanke recht ausgiebig abgeblasen hat, er hat auch harsche, harte Windgangln geschaffen, die manchmal recht unangenehm zu queren sind.

steiles Aufstiegsgelände vom „Podest“ aus gesehen

Überhaupt bieten die letzten 250Hm einige Herausforderung. Die Flanke ist recht steil und für eine Erstbegehung die beste Variante trügerisch einzuschätzen weil die Steilstufen nicht vollständig überblickbar sind.

Rückblick auf den bisherigen Aufstieg

So bin ich etwas zu weit nach Süden abgekommen, fand aber zwischen den Blöcken rasch wieder heraus und kam auf breite Flächen, die die Normalroute darstellen.

vorletzter Steilhang

Im Großen und Ganzen bietet der Anstieg über die teilweise rassige Steilflanke jedoch keine Schwierigkeiten und über eine schöne steile Kuppe wird dann der Gipfelbereich betreten.

Kalkwand 2.826m

Die Torwand wartet nicht mit einen Gipfelkreuz auf. Eine schlichte Holzstange im Steinmandl gesockelt stellt die gesamte Zier des Gipfels dar. Es gibt kein Gipfelbuch, zumindest nicht offensichtlich.

Panorama von der Torwand zum Talschluß der Wattener Lizum

Als erstes fällt am Gipfel der Torwand der südlich gelegene und um 55Hm höhere und imposant steil aufragende Gipfel der Kalkwand auf – eine schöne Tour muß die Kalkwand wohl sein.

Panorama Wattener Lizum gen Inntal

Über den Ausblick möchte ich mich zu den Touren im Wattental heuer nicht wiederholen – er ist einfach auch von der Torwand großartig. Besonders das Trio der Riesen im Südwesten (Geier, Reckner und Sonnenspitze) bieten Grundlage für tolle Fotos.

Geier, Reckner und Lizumer Sonnenspitze

Von Osten Bis Süden warten die Zillertaler Giganten mit ihrer weißen Pracht auf und oberhalb der Grüblspitze, über der Junsbergalm im Tuxertal erkennt man deutliche Ansätze von tückisch breiten Anrissen der heuer auf Wiesenhängen so problematischen Gleitschneelawinen.  Südlich ausgerichtete Wiesenhänge – kein gutes Aufstiegsgelände heuer.

Gleitschneelawinen und -anrisse oberhalb der Junsbergalm

Immer wieder imposant ist der breite und nach den kräftigen Schneefällen nun besonders schöne Talkessel der Wattener Lizum mit dem weiten Hochtal, der zum Talabschluß die Mölser Sonnenspitze hat – eine empfehlenswerte, traumhafte Rundtour vom Lager Walchen.

Panorama Wattener Lizum West

Kaum ein Lüftl heute auf der Torwand machte mir den Gipfelaufenthalt zur Freude. Die zeitlose Schönheit des Panoramas und wieder einmal kein einziger weiterer Bergsteiger – alle Pracht für mich alleine. Leider aber auch keine Möglichkeit die Freude verbal und den Gipfelschnaps zeremoniell zu teilen.

Olperer in der Ferne und Kalkwand zum Greifen nahe

Hoch inspiriert trat ich den Rückweg an. Die steilen Hänge schnell überwunden und aufgrund der festen Windpressung recht gut fahrbar tauchte ich oberhalb der Höhe des Podestes in pulverige Passagen ein, ebenfalls nicht übel zu fahren.

Abfahrtsgelände im Überblick

Vom Gipfel aus fiel mir der schöne breite Kamm, der sich zu einem weiteren Kopf (nicht dem Rosskopf) hinauszieht ins Auge und ich beschloss diesen erreichen zu wollen.

weichere Hänge etwas weiter unten

Leider war der untere Verbindungsteil vom Podest bis zum Kamm total abgeweht und ich mußte ihn nordseitig in Gelände mit und über 35° Neigung umfahren (Vorsicht bei zweifelhaften Schneebedingungen!).

bereits am Kamm der umfahren wurde

Die vorsichtige Umfahrung war das kleine Risiko bei LWSII heute wert, denn am Sattel in diesem Kamm, an dem man direkt in die „Melkböden“ abfahren kann erwartete mich aufgrund der Hangausrichtung eine gewaltige Firnabfahrt.

Ausblick auf die weitere Abfahrt

Der Rest der Abfahrt zieht sich dann durch flacheres Gelände, bis zum noch etwas steileren Schlußhang kurz vor der Lizumerhütte hinab und rundet die schöne Tour ab.

Abfahrt im Rückblick

Einige Minuten Seelebaumel vor der Hütte in voller Sonnenbestrahlung und dann Suppe und Bier – Herz was willst du mehr?

Schlußhang zur Lizumerhütte

Der Rückweg über die Militärstraße und dann durch den tollen Zirbenwald ist der übliche und vielfach hier am Blog nachzulesen, er wird in diesem Bericht nicht beschrieben.

ein letzter Blick auf die Torwand

Der Aufstieg ab dem Parkplatz hat knapp 4 Stunden in Anspruch genommen, die zurückgelegte geodätische Höhe betrug gem. Bergsteigeruhr 1.450m und die gesamte Tour mit Gipfelaufenthalt (ca.30min) und Einkehr in der Lizumerhütte (ca. 30min) hat 6 1/4 Stunden gedauert.

Mils, 27.01.2018

 

 

 

 

Schitour Geier, 2.857m

Als Talabschluß ist der Geier nach dem Lizumer Reckner der höchste Berg in der Wattener Lizum und er ist der am weitesten entfernte Gipfel vom Ausgangspunkt der Schitouren in der Lizum, dem Lager Walchen.

Geier, 2.857m

Die Schitour mit ihren knapp 10km Länge hat einen Stützpunkt, die Lizumerhütte des AV und heute mußte ich diese für eine gute Viertelstunde sogar im Aufstieg in Anspruch nehmen. Bei -10°C und einem ganz schwachen Lüftl, nordseitig im Schatten ab 8:15 vom Parkplatz aufzusteigen, war für die Finger kein besonderes Vergnügen und mit dem alten Problem der unfühlbaren Fingerspitzen mußte ein Tee in der Hütte her.

Aufstieg im Wald oberhalb des Wasserschlosses

Die gut 600Hm vom Parkplatz bis zur Lizumer Hütte waren in 1 3/4 Stunden bewältigt. Die Hütte hat in der Schitourensaison durchgehend geöffnet – es gibt auch ein Shuttletaxi vom Parkplatz.

kurz nach der Einmündung auf die Straße

Den Aufstieg zur Lizumerhütte beschreibe ich hier nicht detailliert, er folgt dem Waldweg links vom Wattenbach über das Wasserschloss und dann im Wald, bevor er ca. 1km vor der Hütte auf die Militärstraße trifft und dieser bis zur Hütte folgt.

schneidend kalt – hier Gelände der Lizum mit den Militäreinrichtungen und der Lizumerhütte im Hintergrund

Nach dem Tee und Handschuhwechsel konnte die Tour endlich in der Vormittagssonne fortgesetzt werden, zumindest die erste halbe Stunde.

Nach dem Hüttenaufenthalt weiter im Hochtal

Malerisch schlängelt sich der kleine Wattenbach durch das zuerst relative ebene Hochtal nach der Hütte und dort wo es eine entsprechende Strömung gibt, vermochte der Winter den Bach für den Betrachter nicht gänzlich unter der reichlichen Schneedecke zu verbergen.

nach der Abzweigung in die Flanke unterhalb der Lizumer Sonnenspitze

Nach einigen Minuten entschied ich mich für die Inangriffnahme einer steileren Variante, als den Spuren zum Ende des Talkessels weiter zu folgen und schnitt den moderat steilen Hang, der sich von der Lizumer Sonnenspitze herunterzieht, an. Die Schneeverhältnisse ließen dies zu.

unter Sonnenschein geht es weiter

Rasch an Höhe gewinnend ging es durch große Steinblöcke hindurch und bald ereilte mich trotz fortgeschrittener Vormittagsstunde das Schicksal wieder in den Schatten des Nordhanges einzutauchen, den der flache Kopf des Pluderling so früh im Jahr am Vormittag wirft.

die Sonne hinter dem Pluderling versteckt

Der Hang wurde noch etwas steiler aber die Verhältnisse ließen zu, daß mit stetigem Höhengewinn eine nicht unbedeutende Strecke gegenüber der von Talgrund heraufziehenden Spur gespart wurde. Allerdings wieder mit dem Preis des Spurens und dieser war nicht klein.

kurz vor Einmündung in die Spuren aus dem Talgrund

Offensichtlich fand meine Idee und Route Gefallen, denn knapp vor der Einmündung meiner Abkürzung in die vorhandene Spur (ca. 2.450m) erreichten mich vier weitere Tourengeher, die mir gefolgt waren.

unterhalb der Felsen entlang

Nachdem der lange Osthang oberhalb der Mulde links unten einmündet, zieht sich der Hang in leichtem Bogen als sehr breite Rinne südwestlich weiter hinauf. Dabei werden Steilpartieen über 35° durch die Routenwahl und in Spitzkehren umgangen.

unbefahrene Hänge ziehen hinauf

Oberhalb wird das Gelände wieder etwas flacher, dreht etwas mehr nach Süden aber die Rinne prägt sich deutlicher aus. Man begeht sie östlich und schneidet dabei den Hang.

ein Rückblick auf die Gipfel von Torspitze bis Hirzer

Sonne in diesem Teil und weiter bis zum mittelbreiten Sattel zwischen Pluderling und dem Gipfelaufbau des Geier ließen die Stimmung zusätzlich zum windfreien guten Wetter weiter ansteigen.

im ausgeprägteren Teil des Hanges Richtung Süden

Man könnte nun knapp vor Erreichen der Kote 2.700m den steilen Schattenhang zur Rechten weiter ansteigen und somit eine kleine Ersparnis an Weglänge erreichen. Dies ist der Abfahrtshang, wie man später feststellen wird. Ich folgte jedoch dem allgemeinen Trott auf den Sattel.

im muldenartigen Teil

Am Sattel öffnet sich ein überwältigend Bild der Zillertaler Alpen. Zumindest für einen Rundblick und ein Foto muß man hier nach bereits gut 1.300Hm Aufstieg innehalten, bevor der letzte Anstieg auf den Geier gen Westen – mit unerwarteter Länge – unternommen wird.

Aufstieg auf den Sattel – rechts der dunkle Hang ist der Abfahrtshang

Mit ein paar Metern Höhenverlust muß eine Mulde überquer werden, um zum Gipfelaufbau zu gelangen.

der Sattel im Rückblick

An ihm steigt man mit einer Spitzkehre auf ein kleines Sattelchen zwischen einem Felskopf und dem weiteren Anstieg. Diese Verflachung und der Nordhang dahinter wird zur Abfahrt genutzt.

vom Sattel aus westlich auf den Restaufstieg auf den Geier geblickt

Von dort in moderater Steigung weiter bis auf den kofelartig flachen Gipfel des Geier werden in etwa 10min benötigt.

kurz vor dem Gipfel – das Sattelchen zur Abfahrt gut erkennbar, es ist das linke

Am Geier befindet sich eine aus Edelstahl geschweißte Geierfigur auf zu niedrigem Stahlprofilsockel (dieser majestätische Vogel hätte sich einen guten Meter mehr Höhe verdient) und heute bewunderten ihn mit mir ein knappes Dutzend Tourengeher insgesamt. Weniger Zierde stellt das Vermessungszeichen dar, aber es ist eben notwendig und vielleicht muß der Greif wegen Unverwechselbarkeit mit dem amtlichen Zeichen in der Tiefe leben.

Gipfelzierde am Geier, 2.857m – Lizumer Reckner im Hintergrund

Am Geier fasziniert am meisten der Ausblick nach Süden. Zum Greifen nahe breiten sich die Reisen der Zillertaler Alpen vor dem Betrachter aus, von ganz rechts dem Schrammacher, Fussstein und Olperer bis dahinter der höchste Zillertaler, der Hochfeiler, über Großer Möseler bis, weiter östlich, zum Großen Löffler und weiter.

Blick nach Südwesten mit Olperer, Hochfeiler (zwischen Olperer und Gfr. Wandspitzen) und ganz links Großer Möseler

Blickt man vom Geier nach Westen, so fallen die Talschaften des Schmirn und etwas weiter entfernt vom Navis auf. Tiefe Einschnitte mit dem Kamm, der Scheibenspitze, Schafseitenspitze und das Naviser Kreuzjöchl trägt. Von dort kann ebenfalls zum Geier aufgestiegen werden, wobei das eine Tour für erfahrene konditionsstarke Bergsteiger darstellt.

Blick nach Westen – links das Schmirntal, rechts neben dem Kamm das Navistal

Der Blick nach Norden zeigt den nahegelegenen Bruder des Geier, den Lizumer Reckner, der auch mit dem Geier mitgemacht werden kann. Dieses Vorhaben empfiehlt sich in der Gruppe. Weiter nördlich die Gipfel des Karwendel.

Lizumer Reckner vom Geier aus betrachtet, dahinter das Karwendel

Im Osten fallen die senkrechten und kaum schneebedeckten Wände der mächtigen Kalkwand auf, wobei der Blick aber bis zum geschlossenen Massiv des Steinernen Meer reicht.

links Kalkwand und rechts davon Zillertal und nach hinten auslaufend das Pinzgau

Nach gut 20min entschied ich mich zur Abfahrt. Das Ziel auf den Geier hat sich gelohnt, auch wenn der Gipfel an sich alles andere als spektakulär oder formschön ist, aber die Lage ist die Tour allemal wert. Man könnte zur Erreichung eines bergsteigerisch ehrgeizigeren Ziele ja auch den Reckner mitmachen. Da ist sogar eine kleine Kletterei dabei.

Abfahrt im Pulverhang nach dem Sattelchen

Die Abfahrt erfolgt wie vor beschrieben über die kleine Flachstelle am Gipfelaufbau des Geier und heute wartete der nach Nord ausgerichtete Steilhang dahinter mit Pulverschnee auf.

schöne Pulverhänge – dafür im Schatten

In der weiteren Abfahrt blieben die Pulverhänge bis in etwa auf 2.500m erhalten, dann, in den Osthang des Aufstieges gequert, nimmt die Pulverschneequalität sukzessive ab, jedoch herrscht momentan kein schweißtreibender Harschdeckel vor.

im steileren Teil der Aufstieghanges

Flach geht es bis zur bereits wieder in den Schatten eingetauchten Lizumerhütte hinaus, wo eine deftige Knödelsuppe mit internationalem Flair eingenommen wurde.

links gehalten entlang meiner Aufstiegsspur

Die Abfahrt beschert nach der Hütte zwei kleinen Anstiege auf der Straße über ein paar Minuten, die mit geschulterten Schi rasch überwunden werden.

Auf der Militärstraße wird vorsichtig abgefahren. Dort ist das Hüttentaxi und Militär unterwegs. Man blicke immer auch auf die Schilder rechts neben der Straße und versäume die Abzweigung zur Schiroute nicht, die man herauf gegangen ist.

von der Militärstraße auf die Gipfel und Almen im östlichen Wattental geblickt

Insgesamt habe ich für die Tour 6 1/2 Stunden gebraucht, mit drei Pausen von je gut 20min. Insgesamt zeigte die Bergsteigeruhr eine Aufstiegshöhe von 1.535m an, wobei der geodätische Höhenunterschied zwischen Parkplatz und Gipfel des Geier 1.447m beträgt.

Schitour Geier – Wattener Lizum

Mils, 13.01.2018

Schitour Kleiner Gilfert, 2.388m

Eine leichte Schitour auf einen Gipfel mit besonderem Gipfelschmuck ist der Kleine Gilfert im Rastkogelmassiv im hinteren Nurpenstal am Weerberg. Das schöne Gipfelkreuz und die drei kreisförmig aufgestellten Darstellungen mit jeweils drei religiösen Symbolen – sie stellen die neun Weltreligionen dar – zieren das mittelgroße Gipfelplateau.

Gipfel des Kleinen Gilfert, 2.388m vom Sattel unterhalb aufgenommen

Der Ausgangspunkt ist wie für alle Touren im Nurpenstal der Parkplatz Innerst (Kleingeld!) vor dem netten Gasthäuschen Innerst.

erster Hang, der vom Parkplatz zum Almweg hinaufführt

Den Almweg erreicht man über die Rampe zum Privathaus oberhalb (nordöstlich) des großen Parkplatzes, über die steile Wiese oberhalb. Sie führt gut 80Hm höher zum Almweg zur Stallenalm bzw. den Nurpensalmen und ist auch der Zustieg zum Gilfert über die Nonsalm.

Über knapp 5km führt der Almweg bis zur Wehranlage im flach werdenden Almgelände der Nurpensalmen. Dort kann man dann den eher flacheren Weg über den Hochleger der Unteren Nurpensalm nehmen, oder bis zur Oberen Nurpensalm weitergehen und von dort aufsteigen.

an der Stallenalm

Am Weg dorthin begleitete mich recht dichtes Schneetreiben. Aufgrund des Wetterberichtes habe ich extra erst um 9 Uhr mit der Tour begonnen, da es im Tagesverlauf aufklaren und teilweise sonnig werden sollte. So sah es an der Stallenalm nicht aus.

die Untere Nurpensalm-Niederleger am Gegenhang

Am Gegenhang, im Gelände des Niederlegers der Unteren Nurpensalm jedoch klarte es von Nordwesten her auf und die Laune wuchs dabei ungemein. Es sollte ein schöner Tag werden, so dachte ich.

Rückblick zur Unteren Nurpensalm- Niederleger

Der Weg zum Hochleger der Unteren Nurpensalm und der weitere Aufstieg Richtung Südosten zum Kleinen Gilfert ist großteils flacher und daher sicherer als der direkte Aufstieg von der Oberen Nurpensalm in Richtung Osten.

am Weg zur Oberen Nurpensalm, 5min vor der Wehranlage im Nurpensbach – mittig der Kleine Gilfert

Weil ich den erstgenannten Aufstieg vom Sommer her kenne wählte ich den Aufstieg über die Obere Nurpensalm.

bei der Brücke und Wehranlage im flachen Teil der Almen

Hierbei sind einige Hänge mit zweifelhafter Steigung für die momentanen Schneeverhältnisse zu überwinden und daher momentan nicht unbedingt zu empfehlen. Ich fühlte mich in der bereits spürbar gesetzten Schneedecke jedoch nicht unsicher, wagte aber den Aufstieg nicht in direkter Linie sondern etwas abgewinkelt über schöne Hänge unterhalb eines ausgeprägten Schrofengelände, etwa 500m südöstlich des Hochlegers der Unteren Nurpensalm.

Obere Nurpensalm

Da der gesamte Aufstieg zu spuren war benötigte ich dafür wahrscheinlich genauso lange, als für den Anstieg über die Wegserpentinen am Normalaufstieg über den Hochleger nötig ist. Das kupierte Gelände jedoch ist dort zum Betrachten während des Aufstieges richtig schön.

der Nebel lichtet sich wieder

Mitten im Anstieg überfiel mich vom Tale her in ungemein großer Geschwindigkeit herauf geblasener Nebel, der eine Dichte erreichte, die es mir nicht mehr möglich machte weiterzugehen. Natürlich kommt eine prekäre Situation nicht alleine, während der Nebelattacke stand ich just im steilsten Stück mittig zwischen der Oberen Nurpensalm und dem flacheren Teil, der sich muldenartig zum Gipfel hinzieht.

Aufstieg unter einer leichten Wendung nach Nordost in flacheres Gelände

Was tun? Kompass auf der Uhr, Detailkarte nur über die Routenbeschreibung am Handy – keine sehr genauen Hilfsmittel um im steilen Gelände die Richtung exakt zu bestimmen.
Nun, die naheliegendste Taktik ist Abwarten und Tee trinken. Letzters habe ich trotz des steilen Hanges getan und den Rucksack dazu abgelegt.

Blick zum Hochleger der Unteren Nurpensalm nach dem der Nebel abgezogen war

Nach knapp 10min war der Spuk vorbei und ich wieder einmal um eine lange nicht mehr erlebte Situation reicher. Es war richtig zu warten, zumal zum einen ja der rasch emporziehende Nebel sich nicht festsetzen würde und andererseits mir auch das Queren eines kleinen Grabens erspart geblieben ist, den ich im Nebel weiß Gott verfl… hätte.

mein Anstieg trifft wieder auf die Normalroute

Zur Belohnung der Geduld im Nebel setzte nun hinter ihm ein beißend kalter Wind aus Nordwest ein, der den jüngst am Morgenkogel abgefrorenen Fingerkuppen der Mittelfinger beider Hände wieder zu schaffen machte. Als i-Tüpfelchen obendrauf fiel mir nun das Handy aus den klammen Fingern und mit der schmalen Seite recht tief in den Schnee.
Kurz und gut, oben am Gratrücken, an dem der Wind meist immer seine tollsten Spiele treibt, spürte ich das Gros Finger gar nicht mehr.

den eisigen Wind aus Nordwest im Rücken

Bis dorthin waren aber noch knapp 200Hm zu spuren. Angenehm – soferne man bei dieser Tätigkeit überhaupt davon sprechen kann –  ist das Spuren immer dort wo man auf der alten Spur darüberspurt und das Problem dabei ist, diese nach tagelangen Windverwehungen zu treffen. So muß meine Spur für die beiden ca. 30min später nachfolgenden Münchner (Vater und Sohn) gewirkt haben als hätte ich den gesamten Vorrat an Gipfelschnaps bereits konsumiert gehabt.

Rückblick auf das grandiose obere Almgelände

Die letzten 100Hm unterhalb des Gipfels waren vom Vergnügen des Winterbergsteigens weit entfernt; abgeblasenes Terrain, der böig starke Wind sowie keine windgeschützte Stelle hinter dem Sattelchen vor dem Gipfel des Kleinen Gilfert, starre Finger und der Reißverschluss des Windstoppers, der sich nicht öffnen wollte veranlassten mich zu einer letzten Handlung und zwar zu nur einem Foto des Gipfelkreuzes vom Sattel aus, ohne Erledigung der letzten ca. 30Hm.

im Sattel vor dem Gipfelaufbau und vergeblich nach Deckung vor dem Wind gesucht

In Windeseile abgefellt, Gipfel und das im Sattel befindliche Friedenssymbol abgelichtet und ab ging die kurze Fahrt über die abgeblasenen Teile des Gratrückens bis zu den sich rasch öffnenden schönen Hänge im freien Gelände.

das Friedenssymbol unterhalb des Gipfels des Kleinen Gilfert

Am Hochleger der Unteren Nurpensalm herrschten wieder erträgliche Windverhältnisse, allerdings nahte von Nordwesten erneut Ungemach, eine dunkle schwarze Front Nebels und Schneeschauer näherten sich rasch. Die Sicht wurde diffus und die restliche Abfahrt bis zur Wehranlage im Nurpensbach entbehrte den Abfahrtsgenuß dadurch, daß weder Kuppen noch Mulden richtig sichtbar waren und somit Stauchung und Schwebe wie ein Blinder erlebt wurde.

Rückblick auf der Abfahrt zum Hochleger der Unteren Nurpensalm

Am Almweg angekommen konnte ich im Rückblick die beiden Kollegen bereits in Abfahrt begriffen erkennen – angesichts des sich rapide verschlechternden Wetters eine kluge Entscheidung.

Hochleger der Unteren Nurpensalm mit weiterem Ungemach im Hintergrund

Die restliche Abfahrt erfolge nach kurzer Schiebestrecke nach der Wehranlage über die Hänge oberhalb der Brücke über den Nurpensbach und nach Überquerung dieser am Almweg bis zum Hang oberhalb des Parkplatzes.

die Schihänge oberhalb des Hochlegers im Rückblick

Schade wäre, wenn die nette und auch leichte Schitour aufgrund der sich heute so plötzlich ändernden Wetterverhältnisse im Bericht möglicherweise schlecht weggekommen ist; wenn es so ist hat sie es nicht verdient.

Blick vom Hochleger zur Oberen Nurpensalm – links davon die Hänge nach oben mein Aufstieg

Im Gasthaus Innerst gibt es zum Abschluß eine deftige Kasknödelsuppe.

Interessant war bei dieser Tour auch wieder einmal, wie wenig man sich im Hochgebirge auf den Wetterbericht verlassen kann. Örtliche Entwicklungen wie Nebelbildung und -verteilung sind gar nicht erfass- und prognostizierbar und die allgemeine Tendenz kann ein wesentlich kleineres Zeitfenster haben als in der allgemeinen Prognose vermittelt.

Für die gesamte Tour habe ich 4 1/4 Stunden benötigt. Dabei wurden über 9,3km knapp 1.100Hm zurückgelegt.

Mils, 02.01.2018

Schitour Morgenkogel, 2.607m

Zwischen Viggar- und Arztal gelegen bietet der Morgenkogel vom Parkplatz Hinterlarcher aus eine tolle mittellange Schitour mit ausgeprägten Wald- und Hochgebirgspartien. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Strecke, die zu Fuß in die Gegenrichtung vom Parkplatz zurückgelegt werden muß, um zum Startpunkt zurückzukommen. Dies ist den Platzverhältnissen an dem schönen Sonnenhang in Oberellbögen geschuldet – der Parkplatz (Kleingeld!) befindet sich ca. 600m weiter entfernt und immerhin 50Hm höher gelegen.

Morgenkogel, 2.607m

Möglicherweise ist dies mit ein Umstand warum diese Tour nicht so oft begangen werden soll und in manchen Beschreibungen einen sogenannten Geheimtipp darstellt (ich darf bei Verwendung dieses Begriffes bei Touren rund um das mittlere Inntal immer etwas schmunzeln).

Parkplatz „Hinterlarcher“ gegen 9 Uhr

In unserem heutigen Fall jedoch stürmten Tourengeher förmlich aus allen Richtungen (sie kann auch vom Ortsteil Mühltal aus über das Viggartal begangen werden) herbei und während den 15min Gipfelaufenthalt befanden sich weit mehr als ein Dutzend Bergsteiger dort, zugegeben höchstwahrscheinlich vorwiegend Ellbögener.

nach 5min ab dem Start taucht der Forstweg in den Wald ein

Vom Startpunkt aus – man erkennt ihn am links abzweigenden Forstweg und an der gelben Tafel „Ochsenalm“ (Profeglalm) – führt die Route in einem sehr langen Rechtsbogen durch den Wald, bis man tief im Viggartal eine flache Abzweigung vorfindet. Nach den ersten paar Minuten Anstieg wird der Forstweg zwecks Abkürzung in einer Kehre verlassen und auf einem Hohlweg weiter aufgestiegen.

nach ca. 20min erreicht man von der Abkürzung den Forstweg wieder

Da die Abkürzung  durch ein paar Rinnsale führt, während des Anstieges Licht und Schattenwechsel auftreten und heute strenge Temperaturen vorherrschten, sollte das Fellwachs gegen Eis bzw. Aufstollen im Rucksack nicht fehlen.

Blickfang – beleuchteter Patscherkofel im Norden

Lange zieht sich der Weg bis zu vorgenannter Verzweigung unterhalb der Ochsenalm hin. Bei der Verzweigung führt die Aufstiegsroute etwa 20m auf einem Weg leicht links weiter bevor sie abrupt in den Wald wechselt und gegen eine Lichtung hin steil bergan führt. Dies ist die schöne Waldpartie über 130Hm zur Ochsenalm.

bei der Verzweigung links

Eine umgestürzte große Fichte nimmt man besser links als rechts und vermeidet somit ein unten durchkriechen ein paar Meter weiter oben.

durch den Wald steil bergauf zur Ochsenalm

Der Aufstieg führt durch eine Baumgasse, die jedoch teilweise recht dicht besäumt ist, sodaß bei Neuschnee einige Zweige lästiger weise Neuschnee abladen, wird das Genick nicht geschützt.

kurz vor der Ochsenalm im dichten Wald

Nachdem das Almgelände erreicht wurde lichtet sich der Wald zusehends, Lärchen und Zirben sorgen für einen wesentlich lichteren Bewuchs, bei dem die Orientierung auch ohne die anfänglich noch häufigen gelben Schilder „kleine Überschreitung“ noch gut möglich ist.

hinter der Ochsenalm (Profeglalm)

Weitere 15 bis 20min nach der Alm wird auf ca. 1.950m die Baumgrenze erreicht. Die Anstiegsroute dreht etwas nach rechts, Schneestangen und niedere gelbe Wegweiser sind am bewuchslosen Hochgebirgsgelände noch sichtbar.

nahe der Baumgrenze

Der weitere Aufstieg erfolgt in Gelände mit Hangneigungen unter 30°, also mit günstiger Neigung bei zweifelhaften Lawinenverhältnissen.

endlich im Bereich der Sonnenhänge – die Finger klamm wie lange nicht mehr

Nun ein Tipp zur Strecke unterhalb des Rückens vom Morgenköpfl bzw. Überfallgründl zum Morgenkogel: bei wenig Schnee (erkennbar an den Steinbrocken auf und nahe der Rückenoberkante  bleibe man möglichst in den Mulden unterhalb der Rückenhöhe und steige auch noch am Gipfelaufschwung der Nordflanke des Morgenkogels entgegen.

Aufstiegstraum

Erst ca. 100Hm unterhalb des Gipfels ergibt sich auf der Westflanke eine mittelbreite Fläche, die weniger mit Gesteinsbrocken durchzogen ist und in der der Aufstieg günstig ist.

lange unterhalb des Gratrückens bleiben!

Erreicht wird diese rinnenartige Fläche über zwei Spitzkehren am Gipfelaufbau.

Rückblick von oben: zu weit links am Gratrücken ist ein Aufstieg unmöglich; er erfolgt im Gelände am rechten Bildrand deutlich unterhalb der Rückenhöhe (aus der Richtung aus der der Tourengeher in Bildmitte kommt)

Wir haben die Beschreibung für den Aufstieg „leicht links des Rückens“ zu wörtlich genommen, sind in zu steiniges Terrain vorgedrungen und mußten die Schi über den Vorkopf zur Gipfelrinne über mühsam steiniges Gelände tragen, um die rinnenartige Fläche zu erreichen.

letzter Anstieg zum breiten Gipfel; genügend Schnee in diesem Bereich

Der Gipfel ist nach der rinnenartigen Fläche über flacher werdendes Gelände rasch erreicht. Es ziert ihn ein schönes großes, sorgsam abgespanntes Gipfelkreuz.
Aufgrund der beißenden Kälte und dem Rummel am Gipfel fiel der Aufenthalt recht kurz aus, was auch im Versäumnis des Gipfelbucheintrages endete.

Gipfel Morgenkogel nach Durchzug eines Tiefs mit mäßig ergiebigem Schneefall

Bei der Abfahrt bis in die tieferen Mulden unterhalb des zuvor beschriebenen Rückens kraschelte es auf der Schiunterseite einige Male so, daß es durch Mark und Bein fuhr.

umwerfend: Blick auf Kreuzspitze, Rosenjoch und Grünbergspitze, weit hinten Gr. Möseler, Olperer und Fußstein

Auf den flacheren unbewachsenen Hängen bis zur Ochsenalm und eigentlich bis zum Startpunkt hin lag genügend Schnee, sodaß hier momentan keine Schäden an den Schi auftreten.

rechts geht es auf die schönen Hänge

Die Abfahrt über die schönen Hänge, durch den Wald und am langen Forstweg erfolgt im Wesentlichen auf der Aufstiegsroute.

ab hier leichtes Abfahrtsgelände

Wir haben lediglich von der Ochsenalm bis zur 130m tiefer gelegenen Wegverzweigung dem Almweg den Vorzug vor der Waldpassage gegeben und mußten auf dem fast unberührten Weg ordentlich anschieben – das Waldstück wäre also auszuprobieren.

Abfahrtsfreuden

Die Gesamtzeit der Tour ab Parkplatz und zurück betrug knapp 5 Stunden über 1.330m und der Anstieg betrug knapp 3 1/4 Stunden.

Rückkehr zum Ausgangsort

Interessant wäre die Variante der Kombination der Abfahrt bis zum Meissnerhaus und den Aufstieg nach Boscheben, bzw. auf den Patscherkofel. Die ist bei Abfahrt über den Signalkopf möglich.

Mils, 29.12.2017

 

 

Schitour Hippoldspitze, 2.642m

Der Start der Schitour auf die Hippoldspitze erfolgt am Parkplatz vor der Kaserne Walchen. Links der Brücke über den Lizumbach führt die Route unterhalb der Stieralm vorbei in den Wald und auf dem breiten Aufstiegsweg (er dient auch der Abfahrt) bis zu einem Flachstück.

Hippoldspitze, 2.542m

Bei der Wegverzweigung am Flachstück hält man sich links, dem Wegweiser am Baum „Hippoldspitze“ folgend.

knapp nach der Abzweigung Richtung Hippoldspitze; Zeichen für den Wetterumschwung am Himmel

Über die recht einfache Schitour auf die Hippoldspitze, oder den Hippold, wie er von den Einheimischen genannt wird, gibt es mehrere Berichte und – wie so oft bei den professionellen Internetblogs – durchwegs wenige Fotos, die zur Orientierung nicht mit einer Beschriftung kommentiert sind.

unterhalb der Außerlannalm-Niederleger

Nach ein paar Kurven nach der Richtungswende von Südost nach Nordost wird der Niederleger der Außerlannalm sichtbar, noch vor einem Brunnen, der für den Winter nicht stillgelegt wurde.
Durch das Gelände in direkter Richtung, oder über den Almweg führt die Tour zum Niederleger hinauf und passiert diesen mittig zwischen den Almgebäuden.

Stimmung zwischen Niederleger und Hochleger

Hinter dem Niederleger führt die Route in einem leichten Linksbogen zum Außerlannalm-Hochleger empor, das Gelände ist ab dort schon etwas steiler als vorher.

Außerlannalm-Hochleger

Am heutigen Tag war die Aufstiegsspur vom Vortag durch auffirnen und frieren in der Nacht recht rutschig und so fand ich nach ein paar kraftraubenden Rückrutschern besseren Halt in der wesentlich griffigeren Stöckespur links und rechts davon.

das Tagesziel erstmals im Blick

Der Hochleger wird an seiner Südseite passiert und unmittelbar dahinter führt eine Rechtskurve zu einer einzeln stehenden Zirbe mit Rastbank dahinter empor. Ein netter Blickfang an einem Aussichtsköpfchen.
Oben am Köpfchen wendet der Aufstieg wieder durch eine ebenso rechtwinkelige Linkskurve und gibt den Blick frei auf den restlichen Aufstiegshang mit schönen Kupierungen. Die Hippoldspitze befindet sich nun dauerhaft rechts der Aufstiegsspur.

Bewölkung schiebt sich über die Tuxer

Die gegenüberliegende Seite des Wattentales lädt zu ein paar Fotos und ob ihrer weißen Pracht zum Innehalten ein. Die starken Föhnböen im bisherigen heutigen Aufstieg schliefen  überraschend schnell nach dem Hochleger ein und es stellte sich auch kräftige Sonnenbestrahlung ein.

das Gipfelkreuz der Hippoldspitze bereits sichtbar

Somit erstarkte die Hoffnung nach einer einigermaßen windarmen Tour im sichtbar abgeblasenen Gipfelbereich, so wie ich sie gestern auf die Mölser Sonnenspitze erleben durfte.
Der Traum einer windarmen Tour währte bis zur Verzweigung der Route Hippoldspitze / Krovenzspitze auf ca. 2.380m wo ich wieder in die Föhnzone eintauchte, dieser deutlich kälter wurde und durch die Aufstiegsrichtung ausschließlich der rechte Körperteil Abkühlung erfuhr.

noch ein herrlicher Tag – Blick in die Wattener Lizum

Die schönen gemuldeten Hänge enden auf dem flacher werdenden Bergrückenbereich, es wird etwas felsiger und das Krovenzjoch ist in leicht südöstlicher Richtung ersichtlich.
Die heutige Bezeichnung des Joches mag offensichtlich sprachlich verwandt mit der auch üblichen Bezeichnung Grafennsjoch (von der Grafennsspitze) sein und möglicherweise durch unterschiedliche Sprechweise im Wattental bzw. am Kolsassberg, oder durch Konkurrenzdenken der Almen, die eigene ortsübliche Bezeichnung durchzusetzen, entstanden sein. In alten Karten findet man anstelle der Krovenzspitze vorwiegend die Bezeichnung Grafennsspitze (2.619m).
Dieses Joch wird angepeilt, die Tour zur Hippoldspitze zweigt in etwa auf vorgenannter Höhe rechts ab und strebt dem Joche (2.450m) zu.

schöne Hänge ziehen zum Krovenzjoch hinauf; vor den Felsköpfchen befindet sich die Verzweigung

Die Abzweigung trennt die Tour auf den Hippold vom Anstieg auf die Krovenzspitze (2.619m), die bei den vorherrschenden Verhältnissen mit recht abgeblasenen Kuppen und Vorsprüngen, schitechnisch die bessere Variante darstellt und daher meistens der Hippoldspitze der Vorzug gegeben wird.

vor dem Joch wendet sich der Aufstieg der Flanke zu

Am ebenfalls abgeblasenen und dadurch recht steingen Jochbereich vorbei kann die schmale, steile Schneise als einziger Winteraufstieg erkannt werden. Der Steilhang liegt genau quer zur Windrichtung des Föhns und bot heute daher einige Passagen mit recht wechselnden Bedingungen, vom festgepressten Harsch, in den man die Schikanten regelrecht einschlagen muß, um Halt zu bekommen, bis hin zu Triebschneelöchern, in denen der Aufstiegswinkel schwer zu halten ist. Die richtige Route zu finden war unter diesen Verhältnissen nicht einfach, ließ aber dafür die vom kalten Föhn klammen Finger vergessen.

Steilflanke der Hippoldspitze

Nach dieser Passage, die sich über etwa 60 bis 80Hm erstreckt, wird flacheres Gelände erreicht über dieses der letzte Anstieg über zwei abgerundete Kuppen zum breiten flachen Gipfel führt.

Rückblick auf den Anstieg – das Krovenzjoch gut sichtbar

Am östlichen Ende der Hippoldspitze befindet sich ein felsiger Nebengipfel mit Vermessungszeichen, der rein optisch noch um ein paar Meter höher ist, als der kofelartige Gipfel auf dem das Gipfelkreuz (aus 1985) errichtet wurde.

Hippoldspitze, 2.542m

Öfters bereits wurde ich angesprochen warum ich denn so selten ein Foto mit Menschen drauf schieße. Nun, es kommt mehr auf die Berge und Landschaften an meine ich. Damit ich aber allen Wünschen zumindest ansatzweise gerecht werde nachstehend ein Foto von meiner Ankunft am Gipfel, das mein Kollege Michael von der Eiskarspitze angefertigt hat. Darauf kann man auch schön den zweiten Gipfel der Hippoldspitze sehen.

meine Ankunft auf der Hippoldspitze von der Eiskarspitze aus aufgenommen

Die untrüglichen Zeichen des bevorstehenden Wetterwechsels konnten heute am Blick nach Süden erkannt werden. Erste dichte Bewölkung hat sich über Nacht über die Zillertaler Alpen geschoben und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch das Inntal bedeckt sein wird.

Blick nach Süden mit Eiskarspitze im Vordergrund

Die nahegelegene Eiskarspitze mit nur 850m Abstand zur Hippoldspitze war heute ebenfalls Ziel der Begierde von Kolleginnen und Kollegen und man konnte sie auf dem schmalen Gipfelchen mit dem idyllischen Kreuz deutlich erkennen.

Blick auf den Kolsassberg und nach Weer

Der Gipfelblick erlaubt auch einen Einblick auf den Kolsassberg mit der hochgelegenen Grafennsalm, wobei selbige am Foto in der Anlage aber nicht sichtbar ist. Hierzu hätte der Nebengipfel erklommen werden müssen, was ich jedoch aufgrund der nicht warm zu kriegenden Finger unterließ.

Wattener Lizum

In Richtung Krovenzspitze tummelten sich bereits jede Menge Tourengeher, die wahrscheinlich gerade ein halbes Stündchen nach mit in Walchen gestartet sind und auf den Hippold folgten mir auch eine Handvoll Bergsteiger, die dem Wind trotzten und die ich just in der Steilrinne bei der Abfahrt antraf.

Gipfelkreuz Hippold

Die Abfahrt in und unterhalb der Steilrinne bescherte mir noch ein paar merkbare Kratzer mehr in den geschundenen Tourenschi. Ab den schönen Gipfelhängen wurde es dann besser – genügend Schneeauflage und auf manch exponierten Flächen sorgte Almbewuchs für zerstörungsfreies Gleiten.

Rückblick bei der Abfahrt

Die Abfahrt erfolgt nach Gutdünken links oder rechts des Aufstieges, die Hänge sind breit genug, daß jeder ein Stück unberührten Hang erwischt. Erst unterhalb des Hochlegers sammeln sich die Abfahrtsspuren und der Frosttauwechsel des perfekten gestrigen Tages bescherte ein wenig Zähneklappern am harten zerfurchten Untergrund.

Bereich des Außerlannalm-Hochlegers

Ab dem Beginn des Waldweges (Aufstiegsroute) bis Walchen ist derzeit kein aperes Stück zu beklagen.

Rückblick auf die Abfahrt

Im Gelände der Innerlannalm nutzt man noch den restlichen Hang unterhalb der Gebäude auf der Anhöhe und fährt unten am Ende des Almgeländes nach Überqueren des Weges das Flachstück zur Abzweigung im Aufstieg hinaus, anstelle der Aufstiegsroute durch die schmale Waldpassage zu folgen.

Schitour Hippoldspitze

Zeitbedarf gesamt 4 1/2 Stunden mit einer knappen halben Stunde am Gipfel. Der Höhenunterschied auf der Uhr zeigte 1.230Hm.

Mils, 26.12.2017