Brandjochkreuz 2.268m, im Frühwinter

Sie könnte zur Tradition als die letzte Tour vor Weihnachten werden, die Rundtour vom Planötzenhof zum Brandjochkreuz und im Abstieg über die Aspachhütte und den Stangensteig zurück.

erstmals das Ziel vor Augen

erstmals das Ziel vor Augen

Im Vorjahr bei mehr als steifer Brise und entsprechenden Schneeverwehungen am 21. Dezember mit Bene, heuer – zwei Wochen früher – bei Kurzärmelwetter mit selbigem und mit Lukas dazugesellt, marschierten wir mitten in einen wahren Bilderbuchtag hinein.

Am Aufstieg im Sonnenlicht

Am Aufstieg im Sonnenlicht

Eine Warmfront machte es möglich, daß wir knapp nach dem Höttinger Bild am Aufstieg die Jacken im Rucksack verstauen konnten. Dies bereits bevor die Sonne noch richtig über den Tuxern erschien und sich keine halbe Stunde später mit unvermuteter Kraft zwischen die Fichten am Aufstieg durch den steilen Steig zum Turnerdenkmal schob.

Knapp unterhalb des Turnerdenkmales

Knapp unterhalb des Turnerdenkmales

Die Topografie dieser kleinen, anregenden Tour ist geradezu perfekt geeignet für Frühwintertage, bei denen die durchgehende Schneedecke noch jenseits der 2.000m liegt, denn ihre Hänge weisen nahezu über deren gesamte Länge ein erfreuliche Maximum an stumpfem Winkel zur Sonneneinstrahlung auf. Der Halltalspezialist im Vergleich fühlt sich diesbezüglich gegen Jahresende wesentlich weniger verwöhnt, genießt und nimmt es gerne an.

Entsprechend gut besucht ist der eigentlich wenig bedeutende Gipfelsporn um diese Jahreszeit. Dies stellten wir allerdings erst am Abstieg fest, da wir um kurz nach acht Uhr im unteren Teil keine anderen Aufsteigenden angetroffen haben.

eine letzte knappe halbe Stunde

eine letzte knappe halbe Stunde

Am Achselboden ist die Hangneigung wesentlich flacher und der Steig gut angefroren, jedoch ohne durchgehende Schneedecke. Der Brunnen bei der Achselbodenhütte plätschert friedlich vor sich hin und kühlt den immer noch heißen Tee.

klare Sicht

klare Sicht

Kaum ein Windhauch bis hierher an diesem strahlenden Tag. Weiter oben, kurz nach den Latschen ein paar kräftigere Thermikböen abwechselnd von westlicher und östlicher Seite. Sie veranlassen uns die Jacken für die letzten 200Hm wieder zu gebrauchen, das dadurch kalte Gefühl erinnert jäh daran, daß der Oktober schon lange vorbei ist.

die Kollegen in guter, sonniger Stimmung

die Kollegen in guter, sonniger Stimmung

Der Gipfel zeigt sich mit glänzendem Kreuz im gleißenden Licht und dahinter kann man an den leichten Schneewächten gut erkennen, daß es in den letzten Wochen in dieser Höhe schon einmal richtig Winter war. Ab dort liegt der Schnee am schmäler werdenden Grat nun durchgehend.

schöne Grate zwischen Hinterer Brandjochspitze,  Hohe Warte und Kleiner Solstein

schöne Grate zwischen Hinterer Brandjochspitze, Hohe Warte und Kleiner Solstein

Uns zog es aber nicht weiter den Grat hinauf, die lockere Tour fand am Brandjochkreuz sein Aufstiegsende. Eine kurze Rast mit Eintrag und Rundblick auf die bereits viel winterlichere, westlich ober uns verlaufende Nordkette sowie gewaltige Einblicke auf zentrale Größen – wie den Barthgrat –  in der der zweiten Karwendelkette waren Lohn genug. Klar der Blick in die Stubaier, Sellrainer und die Anfänge der Ötztaler Giganten, kein Wölkchen trübte den Blick.

der berühmte Barthgrat, unbedingtes Ziel in 2016

der berühmte Barthgrat, unbedingtes Ziel in 2016

Abwärts ging es nun westlich in das untere Schneekar, weiter zur Jagdhütte Larchln und über die Aspachhütte  – unter sagenhaftem Ausblick nach Norden auf Hohe Warte und Kleiner Solstein, sowie nach Westen auf den wunderschönen Höttinger Schützensteig – bis  zum gut besuchten Gh. Rauschbrunnen.

gewaltige Kulisse zum Abschluß

gewaltige Kulisse zum Abschluß

Nach einer kurzen Einkehr von dort über den Stangensteig zurück zum Parkplatz und 95% des gesamten Weges in der Sonne. Berg Heil!

Man rechne für die Runde gute sechs Stunden und 1.400Hm Aufstieg, wir waren mit der Einkehr im Gh. fünf Stunden unterwegs.

Mils, am Krampustag anno 2015

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