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Äußere Wetterspitze, 3.070m

Die Äußere Wetterspitze, viel mehr der Blick auf ihre schöne Gipfelpyramide fällt bereits vom Parkplatz beim Gasthaus Feuerstein im Gschnitztal auf.
Sie ist ein leichter Dreitausender zu Beginn des Habichtkammes und wird im Standardanstieg im weiten Rechtsbogen von der Bremerhütte aus bestiegen. Durch ihre zentrale und freistehende Lage im Kamm stellt sie auch einen idealen Aussichtsberg in den südöstlichen Stubaiern dar.

Äußere Wetterspitze, 3.070m

Wir starteten um dreiviertel sieben Uhr mit dem Radl für die 3,6km lange Strecke bis zum abzweigenden Steig Richtung Bremerhütte. Vorbei an der Laponesalm, bei der die Asphaltstraße endet und noch ein paar Minuten auf dem Schotterweg taleinwärts gefahren erreichten wir den Steig zur Bremerhütte. Dabei wurden vom Parkplatz 230Hm zurückgelegt.

ein toller Tag steht uns bevor, die Äußere Wetterspitze im Blickfeld

Ein heißer Sommertag war angekündigt und bereits auf den ersten Höhenmetern im Wald ließ sich die Ankündigung auf den lichten Abschnitten durch die kräftige Morgensonne spüren.
Weiter oben in der Südflanke zur ersten Steilstufe, oberhalb der Waldgrenze auf etwa 1.850m, jedoch erst gegen 8 Uhr morgens schwitzten wir bereits ganz ordentlich.

Abzweigung – Steig zur Bremerhütte

Die Steilstufen mit fortschreitendem Talverlauf sind eine Spezialität der Stubaier Alpen. Man findet sie fast überall und in manchen Tälern mehrfach hintereinander. Beispielsweise von der Grawaalm aus wird zunächst die Steilstufe bis zur Sulzaualm überwunden, bevor die nächste Stufe zur Sulzenauhütte führt.

knapp vor der Oberkante der ersten Steilstufe

Eine gleiche Kaskade muß überwunden werden, will man vom Gasthaus Waldesruh auf die Neue Regensburgerhütte aufsteigen und von Seduck aus findet sich die erste Stufe vor der Frans Sennhütte und taleinwärts bis zum Gletscherkessel des Alpeiner Ferners zwei weitere Steil- oder Talstufen.

Bei unserem Anstieg öffnet sich nach der oberen Kante der ersten Stufe das Gelände der großen Simmingalm mit üppigen Bergwiesen und keiner Almwirtschaft dieser Tage mehr auf 2.000m.

der schöne Talkessel der Simmingalm

Die Simmingalm stellt einen schönen weiten Talkessel mit Gletscherbachzuläufen von den Feuersteinen herab, sowie vom Kessel zwischen den Wetterspitzen dar deren südwestliche Begrenzung eine breite Rippe bildet, auf deren hinterstem Ende – zur Inneren Wetterspitze hin – die Bremerhütte liegt. Sie selbst ist von der Kante der Talstufe aus noch nicht sichtbar, ihre Lage aber wohl an den Tragseilen ihrer Materialseilbahn abschätzbar.

Anna auf einem schönen Exemplar von Gletscherschliff

Der Möglichkeit einer Abkürzung weglos nordwestlich über den steilen Südhang an den Fuß des Ostgrates zur Äußeren Wetterspitze aufzusteigen folgten wir doch nicht und schlugen den Normalweg zur Bremerhütte ein. Durch den raschen Aufstieg war keine Notwendigkeit für eine Abkürzung gegeben und dem eher kleinen Risiko von nassen, sumpfigen Partien bis zum Hang stellten wir dadurch ebenfalls aus.

Wenige absteigende Hüttengäste trafen wir bis zur Bremerhütte an und an aufsteigenden Bergsteigern waren Michael, Anna, Evi und der Verfasser die einzigen an diesem Vormittag.

unser Ziel – die Äußere Wetterspitze von Süden gesehen

Nach ein paar ablichtungswürdigen Szenerien in der Umgebung und dem imposanten Bergmassiv bestehend aus Muskovitgranitgneis der Äußeren Wetterspitze von Süden erreichten wir die Bremerhütte, die wir aber nicht besuchten, um gleich vor ihr dem Verlauf des Talkessels nach Norden zu folgen, um zum Lautersee zu gelangen.

Äußere Wetterspitze im Hintergrund

Auf dieser kurzen Passage zum Lautersee muß eine erste kurze Kletterei am seilgesicherten Steig überwunden werden. Zuerst zieht die Felsplatte mit dem Steig im mittig gelegenen Riss hinauf um dann, am Ende der großen Felsplatte, jäh abzubrechen und so den Steigverlauf in einem seichten Kamin zu schaffen und wieder auf die Bergwiese zu führen.

Bremerhütte 2.413m mit Blick zum Simmingjöchl

Steil führt der Kamin nach unten und die vielen Klammern machen den Steig sehr leicht zu begehen, auch wenn durch die Morgenfeuchte Vorsicht durch die Rutschgefahr geboten war.

über diese Felsplatten führt der seilversicherte Steig weiter

Im Nu erreichten wir die tosenden Wasser vom Lautersee herab, der im letzten Talkessel eingerahmt von den Flanken der beiden Wetterspitzen und deren Verbindungsgrat links und rechts des Lauterseejoches liegt.

ohne Sicherungen ein oberer Dreier

Der Verbindungsgrat stellt ebenfalls eine schöne Möglichkeit zur Besteigung der Äußeren Wetterspitze dar (dieser Grat wird als schwierig, also III angegeben) und ebenso zur Inneren Wetterspitze.

Lautersee mit Lauterseejoch dahinter

Perfekt geeignet zum Nachtanken von Wasser ist das kristallklare Wasser des Sees, das von weiter oben betrachtet ein sattes blau zur Geltung bringt.
Am See hatten wir den westlichsten Punkt im Aufstieg zur Äußere Wetterspitze erreicht (wenngleich der Gipfel derselben noch etwas westlicher liegt) und die weite Runde zum Fuße des Ostgrates führt unter etwas Höhenverlust zu ihrem letzten Abschnitt nordostwärts weiter.

am Weg zum Burgschrofen steil bergauf

Nach der Abzweigung des alternativen Steiges vom flachen Talboden der Simmingalm herauf (durch diesen Steig kann der Rücken auf die Bremerhütte und der Lautersee abgekürzt werden) beginnt der nun nur mehr steile Steig bis zum Ausgangspunkt unserer gewählten Anstiegsvariante, dem Ostgrat zur Äußeren Wetterspitze. Gegen zehn Uhr erreichten wir die am Fuße nur leicht ausgebildete breite Gratrippe und verließen den Steig zur Innsbrucker Hütte.

Abzweigung vom Stubaier Höhenweg zum Ostgrat der Äußere Wetterspitze

Beschrieben ist Ostgrat als mäßig schwierig (II) und diese Einstufung trifft auch nur auf einige wenige und kurze Stellen im oberen Bereich zu, bei denen wirklich der Einsatz von Händen und Füßen nötig ist und nach dem Empfinden des Verfassers könnte zu „mäßig schwierig“ noch ein Minus hinzugefügt werden. Das restliche Gelände am Grat ist als „leicht“ zu beschreiben, wobei es den Einsatz der Hände bei steilen Partien lediglich zum Abstützen erforderlich macht. Richtig ausgesetzt ist der Ostgrat nirgendwo.

Anstieg zeitweise auch über plattiges Gelände

Bis auf etwa 2.700m ziehen sich grasige Partien zwischen plattigem Gneisfels empor und ab dort enden sie durch die sich nun deutlicher ausformende Gratrippe.

Bis zuletzt kann der Gipfel der Äußeren Wetterspitze vom Ostgrat nicht eingesehen werden (zumindest wir konnten ihn im Nebel auch von weiter unten nicht erkennen), weil er sich weiter nordwestlich des Grates befindet und erst über einen leichten Sattel vom Vorgipfel erreicht wird.

und erreicht einmal sogar echte Klasse

Der Sattel mit den letzten Kletterstellen wird ostseitig begangen, westseitig bricht der Grat steil ab. Der letzte Gratkopf kann auf Reibung ostseitig, oder leichter, durch knapp zwei Meter abklettern westseitig umgangen werden. Nach diesem Gratkopf führt ein kurzer Anstieg von etwa 30Hm zum flachen Gipfelplateau, das wir vor halb zwölf erreichten.

Blick vom Vorgipfel auf die Äußere Wetterspitze

Ein Gipfelkreuz sucht der Ersteiger vergeblich, ebenso eine Gipfelbuchschachtel. Die einzige Markierung des Gipfels besteht aus einem Steinmann mit Schneestock.

Rückblick auf den Vorgipfel

Den beschriebenen Kamin unterhalb des Gipfels erahnt man nur nach eingehender Betrachtung, denn er scheint in den letzten Jahren zusammengefallen zu sein. Am Foto lassen sich Reste davon ausmachen.

der ehemalige Kamin aus den Beschreibungen – eine andere Stelle mit Kamin gibt es am Gipfel nicht

Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit und wir waren für die größte Tageserwärmung auch zu schnell aufgestiegen, weswegen die Fotos mit Rundumsicht nicht so toll ausfielen wie es hätte sein können und wie es sich auch noch eine Stunde später, gegen 13 Uhr entwickelte. Während unseres Aufenthaltes am Gipfel der Äußeren Wetterspitze zogen immer wieder Nebelbänke aus den sich erwärmenden Flanken empor, die nur kurze Sichtfenster zuließen und perfekte Bilder vereitelten.

Wilder Freiger links, Wilder Pfaff rechts und schwach erkennbar rechts davon das Zuckerhütl

Trotz Hochsommer muß man immer wieder feststellen, daß auf dieser Höhe das Gemisch von dichtem Nebel, also Schatten und leichter Thermik ausreicht, um die Finger gefühllos werden zu lassen. Ein Leiden des Verfassers und scheinbar auch von Evi, die für den Abstieg Handschuhe verwendete.

Anna studiert den Abstieg zum Vorgipfel

Nachdem uns trotz geduldigen Wartens nur Sekunden für nebelfreie Blicke zu Freiger, Pfaff, Hütl und in die Gegenrichtung zum Pflerscher Tribulaun beschieden waren und diese auch nicht so toll wie erhofft ausfielen, beschlossen wir nach einer kleinen Jause und einer knappen halben Stunde am Gipfel den Rückzug.
Natürlich entwickelte sich die Sicht kurz nach dem Verlassen des Gipfelbereiches relativ schnell zum Positiven – verhext wie immer an solchen Tagen.

Sattel zum Vorgipfel der Äußeren Wetterspitze

Am Abstieg war es uns dann erlaubt zumindest vom Pflerscher Tribulaun einige schöne Aufnahmen anzufertigen, komplett nebelfrei jedoch nicht.

Östlicher Feuerstein

Kurz nach halb ein Uhr erreichten wir den Stubaier Höhenweg wieder. Die Temperatur dort, auf rund 2.250m war deutlich hochsommerlich also wurden die letzten Wasserreserven verbraucht. Die nächste Gelegenheit bot sich ja gleich ein paar Hundert Meter tiefer am Abfluß des Lautersees hinab zum Gelände der Simmingalm.

von rechts: vom Hohen Zahn zu den drei Tribulaunen

Am Bach entlang und nicht am markierten Steig beschlossen wir sei es schöner als durch die Geröllflanke und so stiegen wir durch Moosbeerenstauden weiter ab, vorbei am schnurrenden Generator des Kraftwerkels der Bremerhütte, angetrieben durch eine Kleinturbine, die sicher sehenswerte tapfere Strömungsmaschine für den Verfasser als Maschinenbauer leider nicht zu sehen.

Simmingboden

Der Weg führte trockenen Fußes durch die flache Alm mit dem Bach, der sich talauswärts mäandert, bis zum Weg zur Bremerhütte.

Ausfahrt zum Parkplatz im Gschnitztal

Das Radldepot erreichten wir knapp nach vierzehn Uhr und den Parkplatz knapp nach halb drei nachmittags.
Gesamt benötigten wir 7:36 Stunden für 1.900m und ca. 2×10,5km (2×3,6km davon mit dem Radl). Man rechne als Normalzeit mit gut einer Stunde mehr, da wir sehr schnell aufgestiegen sind.

Mils, 19.08.2018

Schitour Muttenkopf, 2.638m

Im hintersten Obernbergtal gelegen ist die Schitour auf den Muttenkopf – neben jener auf den Obernberger Tribulaun – nicht nur die zweit längste auf dem Kamm zum Egger Joch sondern aufgrund der Ausrichtung ihrer Hänge nach Süden auch eine sehr sonnige.

Muttenkopf, 2.638m

Nach der kalten Tour auf den Geier gestern, beschloss ich heute eine Tour mit viel Sonne zu unternehmen, um den Fingerspitzen etwas Gutes zu tun (seit der Tour auf den Morgenkogel vor gut 14 Tagen ist das Gefühl in den Mittelfingerkuppen noch nicht zufriedenstellend wiedergekehrt).

Am Weg nach Obernberg um 8:45 Uhr, der Muttenkopf (links der Bildmitte) bereits im Morgenlicht

Vom Parkplatz (Kleingeld oder kleine Scheine beim Wechselautomat) beim Gasthaus Waldesruh die Straße zum „Waldbauer“ noch ein paar Hundert Meter taleinwärts und dort rechts (östlich) ab in den prächtigen Lärchenwald auf den Weg zur Kastnerbergalm wird gestartet.

der Waldbauer – im Lärchenwald dahinter der Anstieg

Der Weg ist ein Fahrweg und daher nicht besonders steil und bei der Rückkehr von der Tour teilt man sich den Weg mit Rodlern und Fußgänger. Die AV Karte zeigt einen Steig, aber eine Abzweigung vom Weg konnte ich nicht entdecken. Wahrscheinlich ist ein Anstieg durch den Wald erst nach der zweiten Kehre, bzw. nach der Flachstelle möglich. Abfahrtsspuren konnte ich dann genug sehen.

ab der zweiten Kehre in der Sonne, hinten Obernberger Tribulaun

Nachdem es die Erstbesteigung war folgte ich dem Weg zur kleinen Kastnerbergalm. Die Kehre knapp danach ist der letzte gravierende Richtungswechsel. Ab dieser geht es beständig Richtung Westen bergauf.

oberhalb der Kastnerbergalm; Hochnebel im Süden

In der Folge wird nach einer knappen Viertelstunde ein Wegweiser erreicht, der die Verzweigung der Schitour auf den Muttenkopf mit jener auf die Rötenspitze teilt. Rechts geht es ab in Richtung Lichtsee und auch auf die Rötenspitze (nicht angeschrieben), links auf den Muttenkopf.

Verzweigung oberhalb der Kastnerbergalm

Bereits weit unterhalb der Kastnerbergalm erfolgt Mitte Jänner der Aufstieg in der Sonne, wenn die Tour knapp nach neun Uhr gestartet wird. Spätestens bei der Alm, nachdem der Wald lichter wird und die freien weißen Flächen auftauchen konnte ich mich des Windstoppers entledigen und lediglich mit einem Wintershirt weitermarschieren.

Rückblick auf die Alm nach der Verzweigung

Kein Wind, keine Wolke über mir, jedoch jenseits der Grenze ein zäher Hochnebel, der bis zur Ankunft beim Ausgangspunkt nicht weichen wollte, der sich aber auch keinen Meter weiter nach Norden ausdehnte. Eine Situation die ich selten erlebt habe.

an der Baumgrenze – im Hintergrund der Muttenkopf

In etwa auf 1.950m wird der Anstieg etwas flacher und dreht leicht nördlich in eine sehr breite kupierte Mulde, die sich zum Muttenjoch hin verjüngt und stetig steiler wird. Ab dort kann das Ziel erstmals genauer eingesehen werden. Bis zum Joch hin weist der Hang jedoch nie eine Steigung über 30° auf.

Rückblick auf die lichten Hänge Richtung Egger Joch

Der Bewuchs der schönen Landschaft endet auf rund 2.100m und vor der Spur breiten sich abwechslungsreiche Kuppen und Mulden aus. Durch die südliche Ausrichtung bleibt es sehr warm und erst am Joch konnte ich am heutigen perfekten Tag einen Hauch von Lüftl spüren.

Gelände auf ca. 2.200m

Nach dem Joch zwischen Muttenkopf und dem schroffen Gipfel des „Am hohen Kreuz“ (knapp hundert Meter höher als das Muttenjoch mit 2.398m) zieht sich der Anstieg in einem weiten Bogen weiter, um am Ende oben einer Geländekante zur Ostflanke des Gipfelaufbaues zu folgen.

mitten im Almgelände, das Muttenjoch bereits zu sehen

Ab dieser Geländekante wird es deutlich steiler und hier beginnt ein ca. 60m hoher Anstieg mit recht engen Spitzkehren in einer Hangneigung zwischen 30 und 35°. Auf entsprechende Lawinengefahr bei zweifelhaften Schneeverhältnissen ist hier besonders zu achten.

Rückblick vom Muttenjoch

Oberhalb dieses Bereiches wird der Hang allmählich wieder flacher und die restliche Strecke zum Gipfel (ca. 100Hm) stellt weniger Gefahr dar.

Steilhang vom Joch aus gesehen

Heute befand sich der Steilhang in gutem, festem Zustand, in den letzten Tagen bereits völlig zerfahren ohne entsprechend Gefahr.

nach dem Bogen kurz vor dem Steilhang

Der Gipfel selber ist recht groß, flach und bietet eine einmalige Aussicht auf die vier Tribulaune, sowie in die zentralen Stubaier, aber auch die Brennerberge und in die westlichen Zillertaler.

oberhalb des Steilhanges unterhalb des Gipfels des Muttenkopfes

Markant sind von Süden nach Norden der unvergleichliche Doppelgipfel des Pflerscher Tribulaun, weiter die Weißwandspitze gleich hinter der Pflerscher Scharte und exakt hinter dem, dem Muttenkopf knapp vorgelagerten Kreuzjöchl, der Wilde Freiger in gut 14km Entfernung.

Blick auf Pflerscher Tribulaun und rechts neben Bildmitte hinter dem vorgelagerten Kreuzjöchl auf den Wilden Freiger

Im Norden besticht der immer aktuelle Habicht mit seinem massiven Gebirgskörper, sowie der folgende Kamm bis zur Serles hinaus.

Habicht in Bildmitte

Gen Osten fallen die sanften Bergwiesen zum Egger Joch hinaus ins Auge, traumhafte Hänge mit leichten und sonnigen Schitouren.

westliche Zillertaler Alpen

Im Süden heute ganz toll herausragend aus dem Nebelkleid über Südtirol die mächtigen Gipfel der Dolomiten zu sehen (Entfernung Langkofel 62km).

Dolomitenblick vom Muttenkopf aus

An einem Tag wie dem heutigen wurde der Gipfel natürlich auch entsprechend besucht. Ein Foto mit dem Gipfelkreuz des Muttenkopf und dem formschönen Pflerscher Tribulaun ohne Bergsteiger war leider nicht möglich.

Gipfelkreuz Muttenkopf mit Pflerscher Tribulaun dahinter

Die Abfahrt über den Steilhang war auf harter Unterlage und etwas Lockerschnee darüber überraschend gut möglich.

Abfahrt über den Steilhang

Kurz unterhalb des Joches, dort wo die Hangneigung flacher wird, wandelte sich der Schnee vom leichten Harschdeckel hin zu Pulverschnee. Entsprechend fein konnte die Spur am Rande noch in unzerfahrenes Gelände gelegt werden.

Rückblick auf die Abfahrt in Pulverschnee

Mit dem Eintauchen unterhalb der Baumgrenze sammelten sich die Spuren im weiten Gelände wieder.

schöne Hänge, noch wenig zerfahren

Bei der für mich ungewissen Abfahrt durch den Wald folgte ich mit wenig Abweichung den vorhandenen Spuren und konnte sogar die abkürzende Aufstiegsspur entdecken. Diese ist sicher interessanter als den Weg zur Kastenbergalm zu nehmen.

Stimmung über den Brennerbergen

Alle Möglichkeiten durch den Wald enden jedoch wieder auf dem Weg und zwar noch vor der Flachstelle. Hinterher, bzw. weiter westlich, käme man zu weit an die Felsen der Schildköpfe.

an der Baumgrenze

Über den Weg erfolgt die Abfahrt zurück zum Ausgangspunkt und als Abschluß gab es im Gasthaus Waldesruh eine deftige Gerstensuppe mit Bier.

letzte große Almfläche bevor die Abfahrt im Wald beginnt

Der gesamte Aufstieg beträgt 1.200m und für den Aufstieg habe ich 2 3/4 Stunden benötigt. Mit 35min Gipfelrast hat die Tour gesamt knapp 4 Stunden gedauert.

Mils, 14.01.2018

 

Gschnitzer Tribulaun, 2.946m

„Zahmer Bruder“ nennt man den auch um gut hundert Meter niedrigeren der beiden Tribulaune, den Gschnitzer Tribulaun.
Er ist nicht nur zahmer uns niederer, er ist auch ohne Schwierigkeit zu besteigen. Die vielleicht etwas ausgesetzten kurzen Teile des  Aufstieges wurden seilversichert und im unteren Anstieg liegt im Sommer bestenfalls Schnee oder Firn, der zwar ab und zu zum Einsinken neigt, aber gefahrlos begehbar ist. Im oberen Teil – der auch fast von Süden nach Nordwesten begangen wird, ist der Gschnitzer Tribulaun ein relativ flach und gleichmäßig steigend und mit interessanten Verwitterungsformen der dort vorkommenden plattigen Dolomite die letzten 200Hm den Restaufstieg ziert. Man hat dort allerhand selten sichtbare Platten und sonstige Figuren zu bestaunen.

Gschnitzer Tribulaun im Morgenlichte

Gschnitzer Tribulaun im Morgenlichte, der Pflerscher Tribulaun in Nebel gehüllt

Den Aufstieg muß ich heute nicht besonders beschreiben, der ist vielfach nachzulesen. Orographisch rechts vom Sandesbach, also vom Parkplatz aus über die Brücke und links vom Mühlendorf geht es los. Die Alternative wäre die Forststraße, jedoch eher nur zur Tribulaunhütte, nicht für die Gipfeltour.

Wasserfall beim Mühlendorf

Wasserfall beim Mühlendorf

Das Wetter war wieder einmal im Alaro Modell der ZAMG, eine der zuverlässigsten Vorbereitungsquellen, mit Niederschlägen ab 15 Uhr vorausberechnet, also startete ich am Parkplatz um 7:15 Uhr und erreichte um 8:30 die Tribulaunhütte. Ein kurzes Getränk und weiter ging es auf die beiden Gipfel zu, die sich bereits beim Abmarsch in Nebel hüllten.

Anstieg zur Tribulaunhütte

Anstieg zur Tribulaunhütte

Durch den Föhn verdichtete sich der Nebel vor allem um den Pflerscher Tribulaun noch weiter und ich sah der Gewissheit entgegen, diesen bizarren Berg, heute nicht von seinem Bruder aus ablichten zu können. Leider kam es so.

Steig nach der Tribulaunhütte

Steig nach der Tribulaunhütte, am oberen Teil des Riegels angekommen

Nach der Tribulaunhütte ist das Kar zuerst flach, begrünt, aus Kalken bestehend und dann bildet es – steil aufsteigend – einen Riegel gegen den oberen Teil des Tales um oben wieder flach zu werden. Oben sieht man die Restblöcke eines gewaltigen Felssturzes am Steig liegen und der größte Rutschblock ist noch auf der ca. 200Hm höher liegenden Rutschfuge geblieben. Eine Frage der Zeit bis dieser nachkommt.

Bergsturzblockwerk am Steig, mit Blick in die Sturzrichtung

Bergsturzblockwerk am Steig, mit Blick in die Sturzrichtung

Interessant ist die Wasserfassung von der aus die Tribulaunhütte gespeist wird. Sie liegt knapp neben dem Steig in das Schneetal auf die gleichnamige Scharte. Die dort gefaßten Wässer sind Porenwässer eines fossilen Blockgletschers im Schneetal.

das Schneetal hat seinen Namen nicht von ungefähr

das Schneetal hat seinen Namen nicht von ungefähr

Die Scharte zwischen Südtirol und Nordtirol wird ihrer Bezeichnung sehr gerecht, sie könnte minimalistischer nicht sein, auch verhüllte sie den Einblick in den Abstieg südseitig. Man kann jedoch annehmen, daß dieser – zumindest auf den letzten Höhenmetern – ein wesentlich mühsamerer sein muß, als der nordseitige.

Rckblick nach Norden von der Schneetalscharte

Rückblick nach Norden von der Schneetalscharte

Der nachfolgende Teil mit den Seilsicherungen ist von großer Brüchigkeit geprägt. Dieser Teil erstreckt sich über ca. 100Hm. Schlechter bis schlechtester Hauptdolomit (im Bergsteigersinne) durchaus bis zum wieder flacher werdenden oberen Teil.

rechts der Schneetalscharte geht es auf versichertem, brüchigem Steig weiter

rechts der Schneetalscharte geht es auf versichertem, brüchigem Steig weiter

Der Gipfel heute zumeist im Nebel, kurze Nebelauflockerungen durch den böigen Föhn nutzte ich für ein paar eilige Aufnahmen, die jedoch allesamt nur in Richtung Westen und vor allem nach Süden möglich waren.

der von plattigin Dolomiten geprägte flache Rücken des Gipfelplatteaus

der von plattigen Dolomiten geprägte flache Rücken des Gipfelplateaus

Leider konnte der Hauptzweck der Bergfahrt, die Erkundung des Pflerscher Tribulaunes mit Fernglas und Kamera nicht durchgeführt werden. Nach gut 10min verließ ich den unwirtlichen Gipfel.

unwirtlich heute am Gschnitzer Tribulaun

unwirtlich heute am Gschnitzer Tribulaun

Das Schneetal gereichte nun zur Freude, konnte ich doch mit den Bergschuhen relativ bequem, jedoch etwas ruppig in den kleinen Schmelzvertiefungen abfahren. Mit gekonnter Fussstellung funktionierte es im flacheren Teil dann so gut wie  früher und eine Hand konnte mit Kamera zur „GoPro“ umgewandelt werden.

Nach einem gut ausreichenden, deftigen Mittagessen bei den Wirtinnen der Tribulaunhütte – und weil der Tag jung und das Wetter noch zu halten schien – beschloss ich noch eine Karrunde auszuführen und den Abstieg über den Steig zur Garklerin zu nehmen.

Blick zur Pflerscherr Scharte links und zur Garklerin rechts

Diese Idee sollte sich als goldrichtig erweisen, auch wenn es just am Joche dort für 10min zu nieseln begann und der Abstieg dann etwas rutschig war, bis erneut Föhn einsetzte und die Vegetation vom Wasser befreite.

5m hohes Restschneefeld zwischen selbigem und Fels begangen

5m hohes Restschneefeld zwischen selbigem und Fels begangen

Bei dieser Runde muß man von der Hütte noch rd. 200Hm aufsteigen, dies jedoch im Verlauf der Runde recht aufgeteilt, sodaß  dies Vorhaben auch mit vollem Bauch gelingt, ohne den schnellen Schritt zu verlieren.

Abzweig zur Garklerin rechts

Abzweig zur Garklerin rechts

Der Teil des Steiges auf dem, der Hütte gegenüberliegenden Hang ist wieder einer aus dem Ötztal/Stubai-Kristallin gebildeten Geologie, daher muß man schon auch einiges Blockwerk überwinden und trainiert in schnellem Schritt das Gleichgewichtsvermögen.
Überhaupt wechselt auch diese Tour auf den Gschnitzer Tribulaun sehr häufig die Gesteinsarten. Wer hier aufmerksam die Eindrücke aufnimmt, spürt die Höhenmeter in den Wadln weniger.

Rückblick vom Joch zur Tribulaunhütte

Rückblick vom Joch zur Tribulaunhütte

Nach dem Joche am Fuße der Garklerin – sie muß, wegen des Nieselns noch auf ihre erste Begehung von mir warten – tut sich ein schönes, leicht nach Norden geneigtes Hochplateau auf, dessen Ausdehnung man während des Abschreitens staunend zu Kenntnis nimmt.

Hochplatteau

Hochplatteau

Später kommt man an die Westhänge der Garklerin heran und wechselt auf einen schmalen Nordwestausläufer mit prächtigem Bewuchs und einer nicht zu unterschätzenden Westflanke.

Abstieg von der Scharte bei der Garklerin

Abstieg von der Scharte bei der Garklerin

Den Abschluß dieses empfehlenswerten Steiges ins Tal bilden herrlich sprießende Almwiesen und im unteren Teil ein Urwald auf kristallinem Blockwerk der seinesgleichen in Schönheit und Urbelassenheit sucht. Einzigartig erscheint die Vegetation durch die der Steig führt; sie muß von dauerhafter Feuchtigkeit geprägt sein, angesichts des Moosbewuchses und der zahlreichen Farngewächse.

toller Absteig durch saftige hochalpine Wiesen

toller Abstieg durch saftige hochalpine Wiesen

Wenn der Begeher dort unten im Urwald – und das kommt mehrfach vor – auf einen umgestürzten Baum trifft, dann sieht er nicht nur jenen, sondern einen Krater an Geschehnissen im Einflußbereich der Wurzeln rundherum, die von echten Naturgewalten zeugen. Man schaue sich diesen Steig an!

herrlicher Blick zu innerer und äußerer Wetterspitze und rechts zur südlichen Rötenspitze

herrlicher Blick zu innerer und äußerer Wetterspitze und rechts zur südlichen Rötenspitze

Bei Regen dürfte der Steig jedoch sehr mühsam und rutschig sein. Er mündet unten in Tal bei der Wasserfassung links neben der Straße ein; dort ist auch der Wegweiser mit Bezeichnung „Garklerin Nr. 63“ zu finden.

Urwald im unteren Teil des Steiges

Urwald im unteren Teil des Steiges, hier eine gemäßigte Stelle

Für die gesamte Tour habe ich 7 1/4 Stunden gebraucht, man rechne jedoch mindestens 9 Stunden. Pausen halte ich relativ kurz, das Mittagessen dauert kaum mehr als 1/2 Stunde.
der gesamte Höhenunterschied beträgt rund 1.900m.

Mils, 02.07.2016

 

Schitour Ellesspitze, 2.661m

Eine Stunde nimmt die Anfahrt nach Stein, hinterer Ortsteil von Innerpflersch in Anspruch, will man als Innsbrucker die Schitour auf die Ellesspitze unternehmen. Man fahre also früh ab, denn der hintere Parkplatz, für dessen Zufahrt ein Mautner drei Euro nimmt, ist nicht besonders groß. Im Fall, daß er voll ist muß man am vorderen Parkplatz parken und hat – zumindest im März – rund einen Kilometer Tragesstrecke vor der Brust.

die Wenigkeit des Autors wieder einmal

die Wenigkeit des Autors wieder einmal; dahinter interessanteres in den Stubaiern

Die Schitour auf die Ellesspitze fängt über einen Forstweg zur Ochsenhütte an und ist im Frühjahr von unten schon frühmorgens großteils sonnig. Hat man den Felsrücken nach ca. 25min ünerschritten vollzieht sich der Aufstieg  weiter im Schatten und nach der Ochsenhütte befindet sich eine Kehre am weiteren Anstieg zur – wie mir schien – verlassenen Grubenalm.

Nach der nächsten Kehre – wir sind immer noch am Anstieg am Almweg – wird es wieder sonniger, bevor man die Grubenalm links liegen läßt und in die weite Talsenke eintritt.

Rückblick auf die Alm

Rückblick auf die Grubenalm im Hintergrund von Zachi

Zuerst ist die Talsenke relativ flach und hier trennen sich die Touren von Mauererspitze und Ellesspitze.

der rechte Teil des weiten Tales nach der Grubenalm

der rechte Teil des weiten Tales nach der Grubenalm

Die Route zur Ellesepitze zweigt im flachen Teil rechts (westlich) ab und folgt einem steilen Hang, der auf einen schon von unten markant sichtbaren, leichten Sattel führt. Der Vorteil im März ist, daß dieser Hang am Morgen um bereits wohlig warm beleuchtet ist.

markanter Sattel zum Hochtal zur Ellesspitze

markanter Sattel zum Hochtal zur Ellesspitze

Christian, Zachi und ich nehmen nach der Grubenalm, bei nicht ganz der Hälfte der Tour, einen kräftigen Schluck aus der Thermosflasche und benötigen für die Strecke bis zum Sattel rund 25min.

am Sattel angelangt

am Sattel angelangt

Der obere Punkt dieses Sattels liegt in etwa auf 2.150m. Von dort geht es in einem schmalen Talkessel bis zur nächsten Steilstufe moderat steil weiter.

schmales schattiges Tal bis zur nächsten Steilstufe

schmales schattiges Tal bis zur nächsten Steilstufe;  Anstieg durch diese links zwischen den Felsen

Ab dem Ende der Steigung, auf einem eher flachen Teil, sieht man die nächste Steilstufe links (östlich) ein. Diese ist nicht so hoch wie die erste Steilstufe. Oben endet die Route eher flach, bzw. leicht gen Süden ansteigend.

nach der zweiten Steilstufe

nach der zweiten Steilstufe

Nach einigen Minuten flacherer Strecke sieht man den Gipfel der Ellesspitze deutlich und südöstlich die Maurer- und dahinter – als gehöre sie fast zum Grat der Maurerspitze – das Gipfelkreuz der bekannten Wetterspitze.

Blick auf die Maurer- und Wetterspitze

Blick auf die Maurer- und dahinter – kaum auszumachen – mittig im Gratkamm das Gipfelkreuz der Wetterspitze

Nun geht es südwestlich drehend weiter mit moderatem Anstieg bis auf einen schwach ausgeprägten Verbindungssattel zwischen einer kleinen, niedrigeren Gipfelerhebung mit Kreuz links und der höheren Ellesspitze rechts.
Von dort sind es noch 60Hm am Grat, rechts (nordwestlich) bis zum Gipfel der Ellesspitze. Ein krönender Abschluß der Grat.

Zachi und Christian rechts vom Grat zur Ellesspitze

Zachi und Christian rechts vom Grat zur Ellesspitze

Die direkte Gratroute sieht man erst vom Gipfel aus und stellt fest, daß diese bequemer begehbar ist als die steile Flankenroute.

Blick zum Pfarmbeiljoch

Blick zum Pfarmbeiljoch und dahinter Maurer- und Wetterspitze

Den Gipfel der Ellesspitze sollte eigentlich – nach diversen Angaben im Internet – ein Gipfelkreuz zieren. Wir mußten aber feststellen, daß dem jedoch nicht so ist. Zumindest ist es nicht sichtbar und möglicherweise ist jenes auf der vom Sattel aus gesehen linken (südöstlichen), niedrigeren Graterhebung gemeint.

letzterAnstiegsteil, der Grat und der Gipfel der Ellesspitze

letzter Anstiegsteil, der Grat und der Gipfel der Ellesspitze

Eine bescheiden große, nach Süden geneigte Gipfelfläche diente uns als Rastplatz und deren Begehung nach Norden vermieden wir weitgehend. Die Blicke am Aufstieg verrieten, daß die Gipfelwechte (ein elendiglich aussehendes Wort hat uns die neue Rechtschreibung da aufgebürdet) eher nicht zu betreten ist. Nach Süden hin konnten wir bereits teilweise aufgrund der Sonnentätigkeit die Wiese und kleinere Felsen sehen und dies markierte in etwa wo wir zu bleiben hatten.

Gipfelrast auf der Ellesspitze, 2.661m

Gipfelrast auf der Ellesspitze, 2.661m (im Hintergrund die kleinere Gipfelerhebung mit Gipfelkreuz

Vom Ridnaunertal über die fernen Dolomiten bis hin zum Olperer reicht die Sicht von Süden bis Osten, von den südlichsten Ötztaler Dreitausender über die Botzergruppe bis zur Sonnklarspitze in den Stubaiern reicht er von Süden bis Nordwesten.

rechts die Sonnklarspitze in den Stubaiern

rechts hinten die Sonnklarspitze in den Stubaiern

Der Wilde Freiger ist nicht sichtbar, er versteckt sich in fast gerader nordwestlicher Richtung hinter dem höchsten Gipfel in dem Grat in dem wir uns befinden, dem Hocheck, 2.867m, hier im Bild ganz rechts.

Die Abfahrt erfolgte direkt vom Grat zum Joch auf festem Harsch und ab dem Joch schon auf einem kleinen Tiefschneehang mit guter Pulverschneequalität.

die flacheren Hänge mit etwas weniger Pulver und mehr Harsch zu befahren

die flacheren Hänge mit etwas weniger Pulver und mehr Harsch zu befahren

Anschließend, am flacheren Teil über der zweiten Steilstufe mit weniger Pulverschnee weiter bis zur zweiten Steilstufe. Über diese – bereits recht zerfahren – ebenfalls im Wechsel zwischen harten zerfahrenen Stellen und noch pulvrigen Einlagen weiter und wenn man sich eher östlich hält erwischt man noch unberührtere Partien.

knapp oberhalb der Baumgrenze, bei der Alm, Rückblick auf die schönen Hänge rechts

knapp oberhalb der Baumgrenze, bei der Alm, Rückblick auf die schönen Hänge rechts

Ab dem Tal nach der zweiten Steilstufe bis hinunter zur Alm durften wir hauptsächlich auf feinem Pulverschnee abfahren und ab unten, an der Kante der ersten Steilstufe wurde der Schnee im Hang etwas kompakter und schwerer, jedoch ohne Kraftakt zu befahren.

Teilweise auf dem Forstweg zur Alm, teilweise zuerst in recht freiem Gelände (nur Staudengewächse in den Hängen), dann ein kurzes Stück im Wald geht die Abfahrt bis zum Parkplatz zu Ende.
Man kann ab der Alm auch die gesamte Strecke auf dem Forstweg (Aufstiegsroute) abfahren.

Für die gesamte Tour waren wir 5 Stunden unterwegs, davon recht genau drei Stunden am Aufstieg.
Knapp 1.300Hm beträgt der Höhenunterschied ab dem Parkplatz nach Stein (Höhe Parkplatz ca. 1.370m).

Mils, 27.03.2016